Fachbuch, 2001
196 Seiten, Note: 1,4
0. Vorwort
1. Wandlung der Wertschöpfungsstrukturen in Unternehmen
1.1. Charakteristik derzeitiger Unternehmen
1.2. Charakteristik zukünftiger Unternehmen
1.3. Innovation durch Kompetenzvernetzung
2. Innovation und synergetische Kooperation
2.1. Innovation – Voraussetzung für erfolgreiche Wertschöpfung
2.1.1. Begriff und Inhalt
2.1.2. Innovationsansätze
2.1.3. Anforderungsprofil an Innovationen
2.2. Vorgehensmodell - Kundenorientierte Innovation mit synergetischer Kooperation
2.2.1. Auslösen kundenorientierter Innovationen
2.2.2. Aufbau synergetischer Kooperation
2.2.3. Betreiben synergetischer Kooperationsnetze
2.2.4. Beispiele
2.3. Bewertung von Kooperation
2.4. Kooperationstypen der Produktion
3. Wertschöpfungsprozesse, Netzknoten und –bildung
3.1. Logistikorientierte Wertschöpfungs- und Geschäftsprozesse
3.2. Netzknoten als Wertschöpfungseinheit
3.2.1. Allgemeines Beschreibungsmodell
3.2.2. Eignung ausgewählter Managementstrategien zur Netzknotenbildung
3.2.3. Vergleichende Schlussfolgerungen
3.2.4. Adaptives Segment und Kompetenzzelle als Netzknoten
3.2.4.1. Adaptive Segmente
3.2.4.2. Kompetenzeinheiten und –zellen
3.2.4.3. Segment, Fraktal und Kompetenzzelle im Vergleich
3.3. Zukunftsorientierte Netzbildungansätze
3.3.1. Sozio(kultureller)-technischer Systemansatz
3.3.2. Kybernetische und biokybernetische Ansätze
3.3.3. Chaostheoretische Ansätze
3.3.4. Evolutionstheoretische Ansätze
3.4. Vom Unternehmens- zum Kompetenznetz
4. Hierarchisch strukturierte Unternehmensnetze
4.1. Pyramidale und polyzentrische Netzwerke
4.2. Netzausprägungen
4.3. Produktions- und Dienstleistungsnetze
4.3.1. Produktionsnetze
4.3.2. Dienstleistungsnetze
4.3.3. Beispiele
4.4. Vorgehensweise zur Netzwerkgestaltung
5. Hierarchiearme(-lose) Kompetenznetze
5.1. Kompetenzzelle und ihre Eigenschaften als lebender Organismus
5.1.1. Kompetenzentwicklung
5.1.2. Selbstorganisation
5.1.3. Evolution und Innovation im Lebenszyklus der KPZ
5.2. Bildung von Kompetenzzellen im Maschinen- und Anlagenbau
5.3. Regionales hierarchieloses Kompetenznetzmodell
5.3.1. Vorgehensmodell
5.3.2. Informationsmodell
5.3.3. Beispiele
5.4. Clusterbildung auf Basis regionaler Kompetenz
5.4.1. Produkt- und prozessorientierter Produktionscluster
5.4.2. Cluster eines Kooperationsverbundes im Maschinenbau
5.4.3. Branchenübergreifende Produktionscluster – als Regionalmodell für neue Innovationsnetze
5.4.4. Cluster zur Bildung von Kompetenzzentren
5.5. Wettbewerbsvorteile durch Kompetenznetze
6. Virtuelle Unternehmen(snetze)
6.1. Systeme der Informations- und Kommunikationstechnologien
6.1.1. IuK-Plattform und Internetdienste
6.1.2. Webbasierte Integrationsplattform Logistik als Wissensplattform
6.2. Aufbau internetbasierter virtueller Unternehmen
6.3. Beispiele
7. Kompetenzorientierte, vernetzbare Produktionsstätten und Fabrikstrukturen
7.1. Anforderungen und Leitbild wandlungsfähiger Fabrikstrukturen
7.2. Standort-, Werks-, Gebäude- und Produktionsstättenstrukturveränderungen
7.3. Mobile Ein- und Mehrzweckfabrik
7.3.1. Einweckfabrik mit äußerer Mobilität
7.3.2. Revitalisierbare Mehrzweckfabrik mit innerer Mobilität
7.4. Zentrale versus dezentrale Produktionsstätten
7.4.1. Zentrale Produktionsstätten
7.4.2. Dezentrale Produktionsstätten
8. Methoden zur Planung und Steuerung von Produktionsnetzen
8.1. Methode der prozessorientierten integrierten Planung und Steuerung dynamischer Produktionssysteme und –netze
8.2. Low-cost-Lösungen für Planung und Steuerung
8.2.1. Planungslösungen
8.2.2. Steuerungslösungen
8.3. Partizipative Produktionssystemplanung und –steuerung
9. Ausblick
Die Arbeit befasst sich mit der notwendigen Wandlung von traditionellen, hierarchisch strukturierten Unternehmensformen hin zu flexiblen, wandlungsfähigen Kompetenznetzen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Wissensgesellschaft durch die Vernetzung von menschlichen Kompetenzen und Ressourcen nachhaltig steigern können, wobei die Lösung kundenorientierter Probleme im Zentrum steht.
2. Innovation und synergetische Kooperation
Grundlage jeder Wertschöpfung ist die Innovation. Dafür existieren unterschiedliche Ansätze. Der Gegenstand und das Profil der Innovation können unterschiedlich sein. Neben der Produkt-, Prozess-, Strukur- und Sozialinnovation /MARG-95/, die sich gegenseitig bedingen und auch jeweils für sich Auslöser von Erneuerungen sein können, bestimmen unterschiedliche Anforderungsprofile den Innoationsprozess.
2.1. Innovation – Voraussetzung für erfolgreiche Wertschöpfung
2.1.1. Begriff und Inhalt
Eine prägnante Kurzformel nach /HUBE-91/ besagt: „Eine kreative Idee wird als Innovation umgesetzt.“ und weiter „Innovation ist die Generierung und Konkretisierung einer originären Idee und deren erfolgreiche unternehmerische Umsetzung“ /HUBE-00/.
Innovation beinhaltet die Neuheit des betrachteten Objektes sowie dessen Umsetzung in eine benutzungsgerechte Form über geeignete Methoden, Verfahren und Werkzeuge. Der Begriff Innovation wird in aller Regel gegenüber den in Bedeutung und im Wortklang ähnlichen Ausdrücken der Invention, Diffusion und der Adaption abgegrenzt:
- Unter Invention ist die Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in technische Realisierungen zu verstehen. Sie sind das Ergebnis von Intuition des Erfinders oder einer Gruppe von Menschen.
- Die Diffusion bedeutet die Übernahme bzw. das Nachahmen der Idee durch andere Produzenten.
- Die Adaption ist die Übernahme einer Innovation durch den Nutzer.
1. Wandlung der Wertschöpfungsstrukturen in Unternehmen: Analysiert die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, wandlungsfähigen Wertschöpfung und die Charakteristika von KMU im Kontext der Globalisierung.
2. Innovation und synergetische Kooperation: Beschreibt Innovation als Basis der Wertschöpfung und erläutert Vorgehensmodelle für kundenorientierte, synergetische Kooperationen.
3. Wertschöpfungsprozesse, Netzknoten und –bildung: Definiert die logistikorientierte Vernetzung und führt das Konzept der Kompetenzzelle als Netzknoten ein.
4. Hierarchisch strukturierte Unternehmensnetze: Untersucht pyramidale und polyzentrische Strukturen bei der Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen.
5. Hierarchiearme(-lose) Kompetenznetze: Detailliert den Aufbau von Kompetenznetzen auf Basis von Kompetenzzellen, die nach bionischen Prinzipien organisiert sind.
6. Virtuelle Unternehmen(snetze): Behandelt die informationstechnische Vernetzung von Kompetenzen in temporären, internetbasierten Kooperationsformen.
7. Kompetenzorientierte, vernetzbare Produktionsstätten und Fabrikstrukturen: Diskutiert die Anforderungen an wandlungsfähige und mobile Fabriken in modernen Kompetenznetzwerken.
8. Methoden zur Planung und Steuerung von Produktionsnetzen: Stellt praxisorientierte Low-cost-Ansätze zur Planung und Steuerung von dynamischen Produktionssystemen vor.
9. Ausblick: Resümiert den Strukturwandel zur Wissensgesellschaft und bekräftigt die Bedeutung von Wissensnetzen für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.
Wertschöpfung, Kompetenznetz, Kompetenzzelle, Innovation, Synergie, Kooperation, KMU, Wissensgesellschaft, wandlungsfähige Fabrik, Produktionstechnik, Logistik, Prozessorientierung, Netzwerkmanagement, Internet, virtuelle Unternehmen
Die Arbeit analysiert den notwendigen Wandel von starren, hierarchischen Unternehmensstrukturen zu flexiblen, vernetzten Kooperationsformen, um in einer globalisierten, wissensbasierten Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die zentralen Themen umfassen Innovationsstrategien, synergetische Kooperation, die Organisation in Kompetenznetzen, virtuelle Unternehmensformen sowie Methoden zur Planung und Steuerung moderner Produktionsstrukturen.
Das Ziel ist es, Lösungsansätze und praktische Beispiele für den Aufbau wandlungsfähiger, kundenorientierter Netzwerke zu liefern, die auf den Kompetenzen und dem Wissen von Individuen basieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus theoretischen systemtheoretischen und kybernetischen Ansätzen sowie praktischer Netzforschung aus langjährigen Praxisprojekten und DFG-Sonderforschungsbereichen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Vernetzung, konkrete Konzepte wie Kompetenzzellen und virtuelle Unternehmen, Anforderungen an moderne Fabrikstrukturen sowie Software-Tools für ein effizientes Netzwerkmanagement.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kompetenzzelle, Synergie, Wertschöpfungsnetz, kundenorientierte Innovation und wandlungsfähige Fabrikstrukturen.
Im Gegensatz zu oft starreren Unternehmenssegmenten ist die Kompetenzzelle als kleinste, lebensfähige und selbstorganisierende Einheit konzipiert, die nach bionischen Prinzipien agiert und direkt in Netzwerken kooperiert.
Die IT bildet das Rückgrat der Kooperation; sie ermöglicht durch Internetdienste, Datenbanken und Agentensysteme erst die notwendige Transparenz und den schnellen Datenaustausch für virtuelle Unternehmensformen.
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