Diplomarbeit, 2011
163 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Alkoholabhängigkeit
2.1 Das Phänomen der Alkoholabhängigkeit
2.1.1 Geschichte der Alkoholabhängigkeit als Krankheit
2.1.2 Begriffsbestimmungen: Abhängigkeit – Missbrauch – Sucht
2.2 Epidemiologie der Alkoholabhängigkeit
2.3 Ätiologie der Alkoholabhängigkeit
2.3.1 Das sozialwissenschaftliche Erklärungsmodell
2.3.2 Die psychologischen Erklärungsmodelle
2.3.2.1 Das lerntheoretische Erklärungsmodell
2.3.2.2 Das kognitive Erklärungsmodell
2.3.2.3 Das psychoanalytische Erklärungsmodell
2.3.2.4 Das persönlichkeitstheoretische Erklärungsmodell
2.3.3 Das (neuro-)biologische Erklärungsmodell
2.3.4 Das biopsychosoziale Erklärungsmodell
2.4 Folgeschäden der Alkoholabhängigkeit
2.4.1 Psychische Folgeschäden
2.4.2 Soziale Folgeschäden
2.4.3 Physische Folgeschäden
2.5 Behandlung der Alkoholabhängigkeit
2.5.1 Behandlungsphasen
2.5.2 Suchthilfesystem
2.5.2.1 Suchthilfe in der Kontaktphase
2.5.2.2 Suchthilfe in der Phase der Entgiftung
2.5.2.3 Suchthilfe in der Phase der Entwöhnung
2.5.2.4 Suchthilfe in der Phase der Nachsorge
2.5.3 Prinzipien und Ziele der Behandlung
2.5.4 Therapieansätze in der Behandlung alkoholabhängiger Menschen
2.5.4.1 Verhaltenstherapie
2.5.4.2 Psychoanalytische Therapie
2.5.4.3 Systemische Therapie
2.5.4.4 Soziotherapie
3 Soziale Arbeit in der Behandlung alkoholabhängiger Menschen
3.1 Das Profil der Sozialen Arbeit in der Behandlung alkoholabhängiger Menschen
3.1.1 Soziale Arbeit im Suchthilfesystem
3.1.2 Klinische Sozialarbeit
3.2 Aufgaben der Sozialen Arbeit im Suchthilfesystem
3.2.1 Soziale Arbeit in der Sucht- und Drogenberatungsstelle (Kontaktphase)
3.2.2 Soziale Arbeit in der Entzugsbehandlung
3.2.3 Soziale Arbeit in der Entwöhnungsbehandlung
3.2.4 Soziale Arbeit in der Nachsorge
3.3 Relevante Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit in der Behandlung alkoholabhängiger Menschen
3.3.1 Die drei klassischen Methoden
3.3.2 Lebensweltorientierung
3.3.3 Case Management
3.3.4 Empowerment
3.3.5 Beratung
4 Der therapeutische Ansatz des Community Reinforcement Approach
4.1 Was ist der Community Reinforcement Approach?
4.1.1 Assessment
4.1.2 Abstinenz-Konto
4.2 Behandlung nach dem Community Reinforcement Approach
4.2.1 Medikamentöse Behandlung
4.2.2 Behandlungsplan
4.2.3 Skills Training
4.3 Spezielle Bereiche in der Behandlung nach dem Community Reinforcement Approach
4.3.1 Rückfallprävention
4.3.2 Paartherapie
4.3.3 Arbeitsberatung
4.3.4 Beratung im sozialen und Freizeitbereich
5 Der Community Reinforcement Approach als Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit
5.1 Die Schnittmenge des Community Reinforcement Approach und der Sozialen Arbeit
5.1.1 Community Reinforcement Approach und Lebensweltorientierung
5.1.2 Community Reinforcement Approach und Case Management
5.1.3 Community Reinforcement Approach und Empowerment
5.1.4 Community Reinforcement Approach und Beratung
5.2 Die Verortung der Sozialen Arbeit im Community Reinforcement Approach
5.3 Die Aufgaben der Sozialen Arbeit in der Behandlung alkoholabhängiger Menschen nach dem Community Reinforcement Approach
6 Fazit und Ausblick
Diese Diplomarbeit untersucht die Passfähigkeit des US-amerikanischen verhaltenstherapeutischen Konzepts des "Community Reinforcement Approach" (CRA) als Tätigkeitsfeld für die Soziale Arbeit innerhalb des deutschen Suchthilfesystems, mit dem Ziel, praktische Anwendungsmöglichkeiten und die Rolle der Sozialarbeit im multiprofessionellen Team zu identifizieren.
4.1 Was ist der Community Reinforcement Approach?
„Der Community Reinforcement Approach (CRA) ist ein umfassendes verhaltenstherapeutisches Konzept zur Behandlung von substanzbezogenen Problemen“ (Meyers und Smith 2011, S. 16). Die Verstärkung von alternativen Verhaltensweisen zum Alkoholkonsum sowie die Orientierung am sozialen Umfeld des Patienten stehen hier im Vordergrund (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 391). Soyka und Küfner beschreiben den Therapieansatz des CRA als ein „... umfassendes behavioristisch ausgerichtetes Behandlungspaket“ (2008, S. 391) und bezeichnen ihn als einen „... gemeindeorientierten Verstärkungsansatz“ (ebd.). Dem stimmt Reker nicht bedingungslos zu, denn die direkte Übersetzung des Terminus Community Reinforcement Approach erscheint missverständlich (vgl. Reker 2011a, S. 236).
Community soll, „... selbst wenn sich Ähnlichkeiten im alltagspraktischen Handeln aufdrängen ...“ (Reker 2011a, S. 236), nicht mit Gemeinde oder gemeindeorientiert übersetzt werden, denn diese Begriffe sind über die Gemeinde- bzw. die Sozialpsychiatrie in Deutschland traditionell anders belegt (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Alkoholabhängigkeit ein und stellt die Forschungsfrage nach der Passfähigkeit des Community Reinforcement Approach für die Soziale Arbeit in Deutschland.
2 Alkoholabhängigkeit: Dieses Kapitel erläutert das Phänomen der Alkoholabhängigkeit, deren Geschichte, Erklärungsmodelle (Ätiologie), Folgeschäden sowie das deutsche Suchthilfesystem.
3 Soziale Arbeit in der Behandlung alkoholabhängiger Menschen: Hier werden das Profil, die Aufgaben sowie relevante Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit in diesem Fachbereich detailliert beschrieben.
4 Der therapeutische Ansatz des Community Reinforcement Approach: Dieses Kapitel stellt das verhaltenstherapeutische Konzept CRA, dessen Instrumente wie das Assessment und das Abstinenz-Konto, sowie spezielle Anwendungsbereiche dar.
5 Der Community Reinforcement Approach als Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit: Hier wird die Schnittmenge zwischen CRA und Sozialer Arbeit analysiert, die Verortung der Sozialarbeit im CRA geklärt und deren Aufgaben abgeleitet.
6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Passfähigkeit des CRA als sinnstiftendes Tätigkeitsfeld für die Soziale Arbeit.
Alkoholabhängigkeit, Soziale Arbeit, Community Reinforcement Approach, Suchthilfesystem, Verhaltenstherapie, Lebensweltorientierung, Case Management, Empowerment, Beratung, Suchtprävention, Rehabilitation, Patientenorientierung, Motivationsarbeit, multiprofessionelles Team, psychosoziale Betreuung.
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des verhaltenstherapeutischen "Community Reinforcement Approach" (CRA) als Handlungsrahmen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit in der deutschen Suchthilfe.
Die zentralen Felder umfassen die biopsychosozialen Grundlagen der Alkoholabhängigkeit, das bestehende deutsche Suchthilfesystem, Methoden der Sozialen Arbeit sowie die Integration verhaltenstherapeutischer Ansätze in die sozialarbeiterische Praxis.
Das Hauptziel ist es, zu analysieren, wie passfähig der CRA für die Soziale Arbeit im deutschen Kontext ist und welche spezifischen Aufgaben und Schnittmengen sich daraus für Sozialpädagogen ergeben.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die Fachliteratur sowie Konzepte der Suchttherapie und Sozialen Arbeit integriert und vergleichend analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen der Sucht, die Rolle der Sozialen Arbeit (Profil und Aufgaben), die detaillierte Einführung in den CRA-Ansatz sowie die praktische Verknüpfung beider Felder.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Alkoholabhängigkeit, Soziale Arbeit, Community Reinforcement Approach, Rehabilitation, Empowerment und Case Management beschreiben.
Der CRA fokussiert stark auf positive soziale Verstärker im Lebensumfeld des Klienten, anstatt sich primär auf die Defizite oder die reine Abstinenz als einziges Ziel zu konzentrieren.
Der Sozialpädagoge fungiert als "Counseler", der den Patienten aktiv in der Planung unterstützt, als Schnittstellenmanager zur Vernetzung mit anderen Institutionen dient und den Prozess lösungsorientiert begleitet.
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