Diplomarbeit, 2003
86 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgangsweise
2. Allgemeiner Teil
2.1 Volkswirtschaftliche Bedeutung
2.2 Die Situation der österreichischen Weinwirtschaft
2.2.1 Struktur
2.2.2 Probleme
2.2.2.1 Absatz
2.2.2.2 Struktur
2.2.2.3 Marketing
2.2.2.4 Inflexibilität
2.3 Distributionspolitik
2.4 Vermarktungsformen
2.4.1 Traubenverkauf
2.4.2 Fassweinverkauf
2.4.3 Flaschenwein
2.4.4 Buschenschank
2.5 Vertriebswege für österreichischen Wein
2.5.1 Winzergenossenschaften
2.5.1.1 Marktposition
2.5.1.2 Qualitätsprobleme
2.5.1.3 Produktionsorientierung
2.5.2 Weinhändler
2.5.3 Lebensmitteleinzelhandel
2.5.3.1 Wein aus unternehmenseigenen Kellereien
2.5.3.2 Andere Weine
2.5.4 Fachhandel
2.5.5 Export
2.5.6 Gastronomie
2.5.7 Direktvermarktung
2.5.7.1 Buschenschank
2.5.7.2 Ab-Hof-Verkauf
2.5.7.3 Zustellung/Versand
2.6 Marketingaktivitäten
2.6.1 Österreichische Weinmarketing Service GmbH.
2.6.2 Districtus Austria Controllatus
2.6.3 Gruppenmarketing
2.6.4 Veranstaltungen
2.6.5 Einzelbetriebliche Maßnahmen
2.6.5.1 Messen und Ausstellungen
2.6.5.2 Betriebsprospekte
2.6.5.3 Briefe an Kunden
2.6.5.4 Mundpropaganda
2.6.5.5 Bewertungen
2.6.5.6 Internet
2.6.5.7 Public Relations
2.6.5.8 Klassische Werbung
3. Spezieller Teil
3.1 Voraussetzungen für und Vor- und Nachteile von Vertriebswegen
3.1.1 Genossenschaften
3.1.2 Handel
3.1.2.1 Trauben und Fasswein
3.1.2.2 Flaschenwein
3.1.3 Export
3.1.4 Gastronomie
3.1.5 Direktvermarktung
3.1.5.1 Ab-Hof-Verkauf
3.1.5.2 Zustellung/Versand
3.1.5.3 Buschenschank
3.2 Entscheidungskriterien
3.2.1 Standort
3.2.2 Betriebsgröße
3.2.3 Ertrag
3.2.4 Erwerbsart
3.2.5 Persönliche Voraussetzungen
3.2.5.1 Qualifikation
3.2.5.2 Alter
3.2.5.3 Persönliche Eigenschaften
3.2.6 Positionierung
3.2.7 Sortiment
3.2.8 Bekanntheitsgrad
3.2.8.1 Bekanntheit des Ortes
3.2.8.2 Bekanntheit des Weinbaubetriebes
3.2.9 Preis
3.3 Erfolgsfaktoren
3.3.1 Differenzierung
3.3.2 Standort
3.3.3 Produktaufmachung
3.3.4 Flexibilität
3.3.5 Sortiment
3.3.6 Verkaufsförderung
3.3.7 Kooperationen
3.3.8 Vorteile für den Kunden
4. Lebensmittelhandel
4.1 Allgemeines
4.1.1 Kontakte
4.1.2 Handelsfunktionen
4.2 Voraussetzungen
4.2.1 Qualität
4.2.2 Menge
4.2.3 Produktaufmachung
4.3 Konditionen
4.3.1 Handelsspanne
4.3.2 Listungs- und Werbekostenzuschüsse
4.3.3 Anlieferung
4.4 Verkaufsförderung
4.4.1 Sonderplatzierungen
4.4.2 Aktionen und Postwurfsendungen
4.5 Preissegmente
4.6 Wechselwirkungen
5. Zusammenfassung
Die Diplomarbeit analysiert die strategischen Entscheidungskriterien, die Weinbaubetriebe bei der Auswahl und Gestaltung ihrer Distributionswege berücksichtigen müssen, um langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das primäre Ziel ist es, den Entscheidungsträgern eine fundierte Hilfestellung zu bieten, um die oft ineffizienten Strukturen der Weinwirtschaft durch eine gezielte Auswahl von Vertriebskanälen zu verbessern.
2.2.2.1 Absatz
Wenn man von einigen Jahren mit geringer Erntemenge und von einzelnen erfolgreichen Weinbaugebieten und -betrieben absieht, hat die österreichische Weinwirtschaft seit 1985 mit gravierenden Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Es sind hohe strukturelle Überschüsse vorhanden.
Das konnte auch durch vielfache politische Maßnahmen, wie Flächenkontingentierung, Einführung von Mengenbeschränkungen, Aufkauf- und Sperrlageraktionen, nicht verbessert werden. Auch die Förderungsaktionen für Traubensaft und Traubendicksaft sind nicht zielführend, da kein wirklicher Markt geschaffen wird. Sobald es keine Förderung gibt, werden von der Fruchtsaftindustrie wieder andere Säfte verwendet.
Das Absatzproblem hängt zum Teil auch mit dem stagnierenden Weinkonsum zusammen.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit strategischer Vertriebsentscheidungen, um die Rentabilität und Zukunftsfähigkeit österreichischer Weinbaubetriebe zu sichern.
2. Allgemeiner Teil: Dieser Abschnitt beschreibt die volkswirtschaftliche Bedeutung, die kleinbetriebliche Struktur sowie die zentralen Marketing- und Absatzprobleme der österreichischen Weinwirtschaft.
3. Spezieller Teil: Hier werden die Vor- und Nachteile sowie die entscheidungsrelevanten Kriterien für verschiedene Vertriebswege analysiert, um eine Basis für strategische Weichenstellungen zu schaffen.
4. Lebensmittelhandel: Dieses Kapitel widmet sich detailliert dem wachsenden Absatzkanal des Lebensmitteleinzelhandels, den spezifischen Anforderungen an Lieferanten sowie den Konditionen und Verkaufsförderungsmaßnahmen.
5. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass angesichts heterogener Rahmenbedingungen keine pauschale Empfehlung möglich ist, sondern eine individuelle, strategische Ausrichtung notwendig bleibt.
Weinwirtschaft, Vertriebswege, Distribution, Direktvermarktung, Lebensmitteleinzelhandel, Weinmarketing, Absatzstrategie, Winzergenossenschaften, Preispolitik, Differenzierung, Unternehmenserfolg, Weinbau, Strategische Entscheidung, Konsumverhalten, Österreichischer Wein
Die Arbeit untersucht die strategischen Distributionsentscheidungen für österreichische Weinbaubetriebe, um deren Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
Die Arbeit behandelt die Absatzkanäle, Marketingaktivitäten, Kostenstrukturen, Erfolgsfaktoren sowie die spezifischen Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels.
Das Ziel ist es, Kriterien für die Auswahl geeigneter Vertriebswege zu identifizieren, um den Betrieben als Entscheidungshilfe bei der strategischen Neuausrichtung zu dienen.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturauswertung sowie ergänzenden Experteninterviews mit namhaften österreichischen Winzern und dem Spar Service Team.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Vor- und Nachteile der Vermarktung über Genossenschaften, Handel, Export, Gastronomie und Direktvermarktung sowie die zentralen Erfolgsfaktoren für Winzer.
Zentrale Begriffe sind Weinwirtschaft, Distribution, Direktvermarktung, Lebensmitteleinzelhandel, Markenbildung und strategische Entscheidungskriterien.
Der Kanal gewinnt aufgrund des geänderten Konsumentenverhaltens und der zunehmenden Professionalisierung des Handels an Bedeutung für hochwertige Qualitätsweine.
Sie bleibt eine tragende Säule, ist jedoch durch hohen Arbeitsaufwand und geänderte Konsumgewohnheiten einem starken Wandel unterworfen.
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