Examensarbeit, 2011
78 Seiten, Note: 1,5
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
2. Die politische Situation bis zum deutschen Angriff 1940
2.1 Die Vorgeschichte der ,,Weserübung’’
3. Unternehmen ,,Weserübung’’
4. Die Zeit während der deutschen Besatzung
4.1 Dänemark
4.2 Das ,,Reichskommissariat’’ Norwegen
5. Kollaboration mit der Besatzungsmacht
5.1 Faschistische Bewegungen vor 1940
5.2 Kollaboration auf staatlicher Ebene
5.3 Dänische und norwegische Freiwillige in der Waffen-SS
6. Widerstand gegen das deutsche Okkupationsregime
6.1 Der Widerstand in Dänemark
6.2 Der Widerstand in Norwegen
6.2.1 Ziviler Widerstand
6.2.2 Widerstand in Verwaltung und Produktion
6.2.3 Militärischer Widerstand
6.2.4 Widerstand aus dem Exil
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht komplex die Thematik der Kollaboration und des Widerstandes in Dänemark und Norwegen während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg, um die verschiedenen Formen der erzwungenen Zusammenarbeit, die Formierung des Widerstandes und das Verhältnis dieser gegensätzlichen Pole zu analysieren.
3. Unternehmen ,,Weserübung’’
Noch vor der praktischen Umsetzung des Militärschlags kam man zu der Erkenntnis, dass ein Erfolg des Unternehmens wohl nur über die Besetzung Dänemarks, insbesondere Jütlands, möglich sei. Hierfür waren mehrere Gründe ausschlaggebend: Die Luftwaffe benötigte für einen schnellen Zugriff auf Norwegen Flugplätze in Nordjütland, der Nachschub konnte über Eisenbahnverbindung von Deutschland nach Aalborg gewährleistet werden und letztlich wollte die Kriegsmarine die Passierwege durch die dänischen Hoheitsgewässer langfristig sichern. Außerdem sollte ein möglicher Zugriff Großbritanniens auf Dänemark präventiv unterbunden werden.
Am 9.April 1940 begann um 5.15 Uhr, der sogenannten ,,Weserzeit’’, der deutsche Angriff auf Dänemark. Während die 170.Infanteriedivision und die 11.Schützenbrigade die dänische Grenze vom Festland aus überschritten, wurde eine Kampfgruppe der 198.Infantriedivision im Hafen von Kopenhagen abgesetzt. Diese setzte sich umgehend zur strategisch wichtigen Einnahme der Zitadelle Kopenhagens ab, in welcher sich der dänische Generalstab aufhielt.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit, die Motive des Verfassers und den Forschungsstand zur deutschen Besatzungszeit in Skandinavien.
2. Die politische Situation bis zum deutschen Angriff 1940: Dieses Kapitel analysiert die europäische Kriegssituation, die nationalsozialistische Expansionspolitik und die Vorgeschichte des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes.
3. Unternehmen ,,Weserübung’’: Hier wird der deutsche Militärschlag gegen Dänemark und Norwegen beschrieben, einschließlich der strategischen Erwägungen für die Besetzung Jütlands.
4. Die Zeit während der deutschen Besatzung: Dieser Teil befasst sich mit den unterschiedlichen Besatzungsformen in Dänemark (sogenanntes ,,Musterprotektorat’’) und Norwegen (,,Reichskommissariat’’).
5. Kollaboration mit der Besatzungsmacht: Dieses Kapitel analysiert faschistische Bewegungen, die staatliche Zusammenarbeit und die Rekrutierung von Freiwilligen für die Waffen-SS.
6. Widerstand gegen das deutsche Okkupationsregime: Hier werden die verschiedenen Formen des zivilen und militärischen Widerstandes, die Rolle der Exilregierungen und die Sabotageaktivitäten in beiden Ländern detailliert untersucht.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, hinterfragt kritisch die unterschiedlichen Ausprägungen von Kollaboration und Widerstand und zieht ein Resümee über die langfristigen Folgen der Besatzung.
Dänemark, Norwegen, Zweiter Weltkrieg, Besatzung, Kollaboration, Widerstand, Weserübung, Vidkun Quisling, Reichskommissariat, Waffen-SS, Nationalsozialismus, Sabotage, Besatzungspolitik, Militärische Operation, Skandinavien
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Kollaboration und Widerstand in Dänemark und Norwegen während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg.
Die Themenfelder umfassen die unterschiedliche Besatzungspolitik, die politische und wirtschaftliche Kollaboration der jeweiligen Regierungen und Akteure sowie die Entwicklung des zivilen und militärischen Widerstandes.
Das Ziel ist es, die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit sowie die Formierung des Widerstandes in beiden Ländern komplex darzustellen und das Verhältnis dieser gegensätzlichen Pole zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung historischer Primärquellen und einschlägiger geschichtswissenschaftlicher Fachliteratur zur Besatzungsgeschichte Skandinaviens.
Der Hauptteil behandelt die Vorgeschichte des deutschen Angriffs, das Unternehmen ,,Weserübung’’, die spezifischen Besatzungsregime sowie detailliert die verschiedenen Facetten der Kollaboration und des Widerstandes.
Wichtige Begriffe sind Besatzungszeit, Dänemark, Norwegen, Kollaboration, Widerstand, Waffen-SS, Quisling, Reichskommissariat, Sabotage und nationale Souveränität.
Dänemark konnte durch ein rasches Akzeptieren der deutschen Forderungen den Schein eines souveränen Staates bewahren, während in Norwegen ein nationalsozialistisches Reichskommissariat installiert wurde.
Quisling gilt als Synonym für Kollaboration und Landesverrat; er versuchte vergeblich, mit deutscher Unterstützung ein faschistisches Regime in Norwegen zu etablieren.
Der zivile Widerstand war für die Bevölkerung die breiteste Form des Ausdrucks gegen die Besatzer, während der militärische Widerstand (z.B. Sabotage) vor allem gegen Ende des Krieges an Bedeutung gewann.
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