Diplomarbeit, 1975
50 Seiten, Note: gut
Vorbemerkung
A. Das werden des christlichen Gottesdienstes und seiner Gestalt (-Elemente-)
1. Jesus und der alttestamentliche Gottesdienst
2. Die neutestamentliche Grundlegung des Gottesdienstes und seine Gestalt bis in das dritte Jahrhundert
3. Die Gestalt des Gottesdienstes von der konstantinischen Zeit bis zur Reformation
4. Die Kritik der Reformatoren am römischen Gottesdienst und ihre Auswirkungen auf seine Gestalt
B. Der Bestand des christlichen Gottesdienstes (-Gehalt-)
1. Das Wort
2. Das Abendmahl
3. Das Gebet
C. Die Bedeutung des christlichen Gottesdienstes und seiner Form (-Gestalt-)
1. Die Gestalt in ihrer Gesamtheit
2. Die Betrachtung der Liturgie
Die vorliegende Arbeit untersucht den christlichen Gottesdienst aus systematisch-theologischer Sicht, um dessen Sinnhaftigkeit im Kontext der aktuellen Glaubenskrise neu zu erschließen. Dabei steht die Versammlung der Gemeinde als Ort der göttlichen Anrede durch Wort und Sakrament im Mittelpunkt, wobei die historische Herleitung der gottesdienstlichen Elemente als notwendig für das Verständnis der gegenwärtigen Praxis erachtet wird.
1. Das Wort
Im Gottesdienst erfahren wir das Heilshandeln Gottes an uns. Nicht das Tun des Liturgen und seiner Helfer als solches steht deshalb im Mittelpunkt den Geschehens, sondern das, was in diesem Tun zum Ausdruck kommt. Im Gottesdienst will der Herr sich und sein Heilshandeln an uns immer wieder neu offenbaren. Deshalb ist es nicht der Lektor oder der Prediger, der in seiner Verkündigung zu uns spricht, sondern der Erhöhte selbst kommt in seinem Evangelium zu Wort. Mit Hilfe dieses Worts hat der Herr durch die Jahrhunderte hindurch an der Kirche gewirkt. Dieses Wort, das uns durch die Schriften der Apostel überliefert ist, hat die Gemeinde Christi aufgebaut und erhalten. Ihm allein müssen wir es auch heute überlassen, Gemeinde zu bauen und zu erhalten.
Insofern kommt ihm sowohl im Leben des einzelnen Christen als auch in deren gottesdienstlichen Versammlungen eine besondere Stellung zu. Das Wort Gottes und das Abendmahl sind die zwei den evangelischen Gottesdienst bestimmenden Schwerpunkte, um die herum alles weitere Geschehen und Handeln geordnet ist. Indem wir diesem Wort jene herausragende Stellung in unserem Gottesdienst einräumen, tragen wir seinen göttlichen Charakter Rechnung. Als das Zeugnis derer, die es direkt aus den Munde Jesu bzw. der Urgemeinde empfangen haben, ist es die Möglichkeit, der Weg, Gottes Wollen zu erfahren.
Vorbemerkung: Die Arbeit definiert den christlichen Gottesdienst als Hauptgottesdienst mit Predigt und Abendmahl und begründet die Untersuchung durch die bestehende Gottesdienstnot in den Gemeinden.
A. Das werden des christlichen Gottesdienstes und seiner Gestalt (-Elemente-): Dieser Teil analysiert die historische Entwicklung der Gottesdienstform von den jüdischen Wurzeln Jesu über die Urkirche bis hin zur reformatorischen Kritik am römischen Messe-Verständnis.
B. Der Bestand des christlichen Gottesdienstes (-Gehalt-): Die drei zentralen Elemente der christlichen Versammlung – das Wort, das Abendmahl und das Gebet – werden als Antwort auf das Heilshandeln Gottes analysiert.
C. Die Bedeutung des christlichen Gottesdienstes und seiner Form (-Gestalt-): Der abschließende Teil behandelt die gottesdienstliche Gestalt in ihrer Gesamtheit und reflektiert über die Notwendigkeit von Ordnungen sowie die praktische Bedeutung der Liturgie.
Christlicher Gottesdienst, Wortverkündigung, Abendmahl, Gebet, Heilshandeln Gottes, Liturgie, Reformation, Gemeinde, Apostolische Tradition, Gottesdienstordnung, Christuszeugnis, Eucharistie, Glaubenskrise, Predigt, Heilsgeschichte.
Die Diplomarbeit widmet sich dem christlichen Hauptgottesdienst und untersucht, wie die gottesdienstliche Versammlung als Ort der Begegnung mit Gott durch Wort und Sakrament gestaltet sein sollte.
Die Arbeit fokussiert sich auf die historische Herleitung der Gottesdienstgestalt, die theologischen Hauptbestandteile Wort, Abendmahl und Gebet sowie die Bedeutung liturgischer Ordnungen.
Das Ziel ist es, den Sinn des gottesdienstlichen Handelns zu klären und den Theologen sowie der Gemeinde Hilfe zur Gestaltung tragfähiger Gottesdienstformen im Sinne evangelischer Freiheit zu bieten.
Es handelt sich um eine systematisch-theologische Untersuchung, die durch praktisch-theologische Bezüge und kirchengeschichtliche Herleitungen ergänzt wird.
Der Hauptteil behandelt ausführlich die „Elemente“ (Geschichte), den „Gehalt“ (Wort, Abendmahl, Gebet) und die „Gestalt“ (Liturgie und ihre Bedeutung) des Gottesdienstes.
Wesentliche Begriffe sind die „Heilsgeschichte“, „göttliche Anrede“, „Wortverkündigung“, „Eucharistie“ und die „Freiheit des Evangeliums“.
Das Abendmahl wird als zentrales Geschehen angesehen, in dem das Opfer Jesu und die Gegenwart des erhöhten Herrn für die Gemeinde neu Wirklichkeit werden.
Ordnung wird als unumgänglich betrachtet, um der gesamten Gemeinde eine Beteiligung zu ermöglichen und sicherzustellen, dass das Geschehen für alle verständlich und nachvollziehbar bleibt.
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