Magisterarbeit, 2010
144 Seiten, Note: 1,0
I. Formale Einleitung
II. Prolog
Themenfindung
III. Ethnographie
Zugang zum Feld: Wo und was ist das Feld überhaupt?
Feldethik I
Informed Consent: Eine Community, viele Gatekeeper – Teil 1
Informed Consent: Eine Community, viele Gatekeeper – Teil 2
Anmeldung bei Wikipedia: Texte, Texte und noch viel mehr Texte
Feldethik II
Erste Editierversuche: Identitätsprobleme
Going native: Der Forscher als Messinstrument ethnologischer Wissensgenerierung
Bin ich ein Lurker?: Teilnehmend oder nichtteilnehmend beobachten
Im Feld präsent sein: Online-Interaktion als Rekrutierungsmethode
Das E-Mail-Interview: Technische Stolpersteine
Das Chat-Interview: Tippst Du noch oder kommunizierst Du schon?
Das Skype-Interview: „Artikel on Demand“ oder Wünsch’ Dir einen Artikel!
Der Ex-Wikipedianer oder: Der Versuch, sich selbst in Wikipedia zu verewigen
Der virtuelle Wahrnehmungsspaziergang: Einem Wikipedianer über die Schulter schauen
Das Nutzertagebuch: Mehr über das Nutzungsverhalten erfahren?
Von Wikipedia-Stammtischen, Wikipedia-Wandertagen und Wikipedia-Grillpartys: Verknüpfung von online und offline
Ethnographie schreiben: Gedanken zum ethnologischen Schreiben
IV. Epilog
V. Online-Ethnographie, Virtuelle Ethnographie, Webnographie, … ?
VI. Formale Zusammenfassung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine qualitative ethnologische Feldforschung Einblicke in die Alltagspraxis, die digitalen Lebensstile und die Motivationslagen von Wikipedianern zu gewinnen und so ein tieferes Verständnis für die sozialen und kulturellen Praktiken innerhalb der Online-Enzyklopädie zu entwickeln.
Zugang zum Feld: Wo und was ist das Feld überhaupt?
Der Winter ist in diesem Jahr besonders hart: viel Schnee und Dauerfrost ohne Ende! Etwas wehmütig denke ich an mein Auslandsstudium in Australien zurück: an die erlebnisreiche Zeit, an die vielen interessanten Leute, an das schöne Wetter. Der heutige Tag soll laut Wetterbericht wieder richtig kalt werden. Minus 10 bis minus 13 Grad Celsius sind vorhergesagt – Höchsttemperaturen tagsüber wohlgemerkt! Wie wäre es wohl, jetzt draußen Feldforschung zu betreiben, schießt es mir durch den Kopf. Ich brühe mir eine Tasse heißen Kräutertee, gebe etwas Honig hinzu und mache es mir vor meinen Computer bequem. In meinem Arbeitszimmer ist es angenehm warm. Meine Magisterarbeit steht auf dem Programm. Nach einer turbulenten Endphase meines Studiums, der Fertigstellung eines Manuskriptes zum Thema „Studium in Australien“ und weiteren Erfahrungen in der Arbeitswelt habe ich mich endlich durchgerungen, die schon viel zu lange vor mir her geschobene Magisterarbeit und die weiteren Abschlussprüfungen anzupacken. Ein paar einzelne Texte habe ich schon gelesen, aber wie gehe ich bei meiner geplanten Feldforschung über Wikipedia am besten vor? Wie fange ich an? Ich öffne meinen Internetbrowser Mozilla Firefox und navigiere mich über die Suchmaschine Google, wo ich das Suchwort „Wikipedia“ eingebe, zur Hauptseite der deutschsprachigen Ausgabe der Online Enzyklopädie.
I. Formale Einleitung: Die Einleitung verortet das Internet als kulturelles Phänomen, führt in das Forschungsfeld Wikipedia ein und erläutert den qualitativen Forschungsansatz zur Analyse der Alltagspraxis von Wikipedianern.
II. Prolog: Dieser Teil beschreibt die persönliche Themenfindung des Autors während eines Auslandsstudiums und die anfänglichen theoretischen sowie methodischen Überlegungen zur Internetforschung.
III. Ethnographie: Der Hauptteil dokumentiert chronologisch und methodisch reflektiert den Feldforschungsprozess, der von der ersten Felddefinition bis hin zu verschiedenen Interviewformaten und teilnehmender Beobachtung reicht.
IV. Epilog: Der Epilog reflektiert die Schnelllebigkeit des Internets sowie die temporäre Natur ethnographischer Arbeit und zieht ein Fazit über den Wert der Forschung für zukünftige Arbeiten.
V. Online-Ethnographie, Virtuelle Ethnographie, Webnographie, … ?: Dieses Kapitel diskutiert die methodologische Debatte um die passende Bezeichnung für ethnographische Forschung im Internet und plädiert für einen integrierten Ansatz.
VI. Formale Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse über die vielfältigen Strategien der Artikelproduktion und betont die Unverzichtbarkeit der Einbeziehung der Offline-Welt für eine holistische Forschung.
Wikipedia, Ethnographie, Online-Ethnographie, Internetkultur, Wikipedianer, Qualitative Forschung, Feldforschung, Netnographie, Digitale Lebensstile, Internet, Wissensproduktion, Community, Methodologie, Teilnehmende Beobachtung, Alltagspraxis
Die Arbeit ist eine ethnographische Studie über die deutschsprachige Wikipedia, in der der Autor untersucht, wie Wikipedianer als soziale Akteure ihre Alltagspraxis gestalten und welche Bedeutung die Mitarbeit an der Enzyklopädie für sie hat.
Zentrale Themen sind die Alltagspraxis der Autoren, ihre digitalen Lebensstile, die Motivation zur Mitarbeit, der Umgang mit technischen Systemen und Regeln sowie die Verknüpfung von Online- und Offline-Welten.
Das Ziel ist es, durch qualitative Explorationsmethoden ethnographisches Wissen über die soziale Struktur und die kulturellen Praktiken innerhalb der Wikipedia-Community zu generieren.
Es kommt ein Methodenmix aus teilnehmender Beobachtung (online und offline), narrativen Interviews, E-Mail- und Chat-Interviews sowie Nutzertagebüchern zum Einsatz.
Der Hauptteil rekonstruiert den Feldforschungsprozess, beleuchtet methodische Herausforderungen und präsentiert die Ergebnisse der Interaktionen mit Wikipedianern sowie die Auswertung von Porträts einzelner Akteure.
Wichtige Begriffe sind Wikipedia, Ethnographie, Internetkultur, Digitale Lebensstile, Feldforschung und Community.
Er analysiert das „Spiel mit Identitäten“ und erkennt, dass virtuelle Repräsentationen als reale kulturelle Praxis zu begreifen sind, wobei er die Pseudonymisierung nutzt, um die Privatsphäre seiner Interviewpartner zu schützen.
Diese Treffen dienen als wichtige soziale Ankerpunkte in der physischen Welt, die den Austausch über Wikipedia-Themen fördern und die enge Verwobenheit von Online- und Offline-Aktivitäten illustrieren.
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