Diplomarbeit, 2011
117 Seiten
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
2. Notwendigkeit von Bankenregulierung
2.1. Marktunvollkommenheiten
2.1.1. Vermeidung von Marktmacht
2.1.2. Asymmetrische Information
2.2. Vermeidung externer Effekte
3. Ziele von Regulierungsmaßnahmen
3.1. Schutz der Einleger und Gläubiger
3.2. Gewährleistung eines funktionierenden Finanzsystems
4. Arten der Bankenregulierung
4.1. Selbstregulierung des Marktes
4.2. Regulierung durch den Staat
4.2.1. Protektive Maßnahmen
4.2.2. Präventive Maßnahmen
5. Grundlegende Probleme der Bankenregulierung
5.1. Eigenkapital und Haftung
5.2. Lender of Last Resort
5.3. Too big to fail
6. Bankenregulierung in Deutschland
6.1. Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und Deutsche Bundesbank
6.2. Sicherungseinrichtungen in Deutschland
6.3. Gesetze und Normen
6.3.1. Das Gesetz über das Kreditwesen
6.3.2. Ergänzende Verordnungen
7. Historischer Abriss
7.1. Staatliche Eingriffe in den Finanzsektor ab 2007
7.2. Historische Entwicklung von Basel I zu Basel II
8. Regelungen von Basel III
8.1. Anforderungen an das Eigenkapital
8.2. Abdeckung aller Risiken
8.3. Begrenzung der Höchstverschuldung
8.4. Anforderungen an die Liquidität
8.5. Stabilität des Finanzsystems
9. Auswirkungen der neuen Regelungen nach Basel III
9.1. Auswirkungsstudien
9.2. Makroökonomische Auswirkungen
9.3. Langfristige Auswirkungen
9.4. Beabsichtigte Auswirkungen
9.5. Mögliche unbeabsichtigte Auswirkungen
10. Kritische Würdigung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, ob die Regelungen von Basel III eine marktkonforme Regulierung des internationalen Bankensektors darstellen und inwiefern diese zur Stabilität des Finanzsystems beitragen können. Dabei wird untersucht, wie geänderte Maßnahmen effizientere Marktkräfte ermöglichen und welche Nebenwirkungen bei der Implementierung auftreten.
1.1. Problemstellung
Durch eine Anpassung des Regelwerks Basel II soll nun der offensichtlich gewordene Missstand seitens der Bankenaufsicht korrigiert werden. Wie eingangs bereits dargestellt, kann jedoch durch das Setzen „falscher“ Anreize das ursprüngliche Problem weiter verschärft werden. Durch geschicktes Ausnutzen von Regulierungslücken konnte der eigentliche Grundgedanke der risikosensitiven Regulierung von Basel II umgangen, und zum Vorteil der Banken genutzt werden.
Darüber hinaus lag im Zeitraum bis zur Finanzkrise der Fokus der Banken auf der Erwirtschaftung von kurzfristig hohen Renditen, um somit den Erwartungen der Investoren gerecht zu werden. Diese Erwartungen bedingen eine Inkaufnahme von mehr Risiko, welches wiederum zwar verbrieft und kapitalunterlegungsminimierend aus der Bilanz in Zweckgesellschaften transferiert wurde, jedoch faktisch bei den Banken verblieb. Diese konnten letztendlich die Risiken nicht vollends tragen, was durch Lehman Brothers und Hypo Real Estate (HRE) eindrucksvoll bewiesen wurde.
Zum Zeitpunkt des rapiden Werteverfalls der verbrieften Papiere wurden staatliche Stützungs- und Rettungsmaßnahmen in ungeahnten Ausmaßen nötig, um die Abwärtsspirale auf dem global vernetzten Finanzsektor zu bremsen und den Banken eine „Atempause“ zu geben, ihre maroden, auf Kapitalminimierung getrimmten Bilanzen auf Vordermann bringen zu können. Die Begriffe „too-big-to fail“ (TBTF) und „systemrelevant“ wurden mehr und mehr zum Standardwortschatz der Politik und als Grund dafür herangezogen, Banken und in weiterer Konsequenz auch die Realwirtschaft vor den Unwägbarkeiten einer Insolvenz von Banken zu bewahren.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik ein, warum Banken reguliert werden müssen, um Marktversagen und systemische Krisen zu vermeiden, und skizziert das Ziel der Analyse von Basel III.
2. Notwendigkeit von Bankenregulierung: Es wird erörtert, warum Banken als Finanzintermediäre einer besonderen Überwachung bedürfen, um Marktunvollkommenheiten wie asymmetrische Information und externe Effekte zu korrigieren.
3. Ziele von Regulierungsmaßnahmen: Das Kapitel behandelt den Schutz von Einlegern und Gläubigern sowie die Bedeutung eines stabilen, funktionierenden Finanzsystems für die Gesamtwirtschaft.
4. Arten der Bankenregulierung: Hier werden Selbstregulierung und staatliche Eingriffe in Form von protektiven und präventiven Maßnahmen strukturell gegenübergestellt.
5. Grundlegende Probleme der Bankenregulierung: Zentrale Themen sind Eigenkapitalanforderungen, die Rolle der Zentralbank als "Lender of Last Resort" und die "Too big to fail"-Problematik.
6. Bankenregulierung in Deutschland: Es wird die duale Aufsicht durch BaFin und Bundesbank sowie die deutsche Gesetzgebung inklusive der Einlagensicherung erläutert.
7. Historischer Abriss: Dieses Kapitel zeigt die staatlichen Interventionen in der Krise ab 2007 und die historische Genese der Baseler Akkorde von Basel I zu Basel II auf.
8. Regelungen von Basel III: Der Hauptteil beschreibt die neuen Anforderungen an Eigenkapital, Liquidität, Risikodeckung und Höchstverschuldung im Rahmen von Basel III.
9. Auswirkungen der neuen Regelungen nach Basel III: Die Auswirkungen auf Banken und die Gesamtwirtschaft werden anhand von Studien und theoretischen Analysen kritisch beleuchtet.
10. Kritische Würdigung und Ausblick: Abschließend wird ein Fazit gezogen, das die Stärken und Schwächen der neuen Regulierung bewertet und zukünftige Herausforderungen diskutiert.
Bankenregulierung, Basel III, Eigenkapital, Finanzkrise, Systemrelevanz, Too big to fail, Liquiditätsrisiko, Risikomanagement, BaFin, Einlagensicherung, Markteffizienz, Moral Hazard, Solvabilitätsverordnung, Kreditrisiko, Kapitalpuffer.
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung der internationalen Bankenregulierung vor dem Hintergrund der Finanzkrise, mit besonderem Fokus auf das Basel III-Regelwerk.
Die Schwerpunkte liegen auf der Notwendigkeit von Regulierung, der Stabilität des Finanzsystems, dem Umgang mit systemrelevanten Banken sowie den spezifischen Anforderungen von Basel III.
Es wird analysiert, ob Basel III eine marktwirtschaftlich orientierte Regulierung bietet, die Fehlentwicklungen wirksam eindämmen kann.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie eine Auswertung existierender Studien und Literatur zu bankregulatorischen Instrumenten.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Darstellung der Baseler Akkorde, die deutsche Bankenaufsicht und die Analyse der volkswirtschaftlichen Folgen von Basel III.
Typische Begriffe sind Eigenkapitalanforderungen, Too big to fail, Bankenregulierung, Basel III und Finanzstabilität.
Basel III führt strengere Kapitalqualitätsanforderungen, neue Liquiditätsstandards sowie Puffer für systemische Risiken ein, die unter Basel II in diesem Maße nicht existierten.
Es bezeichnet Banken, die aufgrund ihrer Größe und Vernetzung vom Staat gestützt werden müssen, um einen Systemkollaps zu verhindern, was zu Moral Hazard führt.
Sie dient als primär präventive Maßnahme zur Vertrauenssicherung, um Bankruns zu verhindern, kann aber durch falsche Anreize riskantes Verhalten fördern.
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