Bachelorarbeit, 2011
40 Seiten, Note: 2,7
Einleitung
1. Feminismus
1.1 Begriffsdefinition
1.2 Die Geburtsstunde des Feminismus - Die ersten Meilensteine
1.3 Die erste Welle - die Zeit während und zwischen den Kriegen
1.4 Die zweite Welle
1.5 Die dritte Welle – Ein neuer Ansatz ab 1975
2. Postfeminismus
2.1 „Doing gender - Konstruktion und Dekonstruktion des Geschlechts“ nach Judith Butler
2.2 Die postfeministischen Heldinnen des öffentlichen Lebens
3. „Sex and the City“
3.1 Die Entstehungsgeschichte der Kultserie
3.2 Die schönen, ambivalenten Heldinnen
3.2.1 Carrie Bradshaw
3.2.2 Charlotte York
3.2.3 Miranda Hobbes
3.2.4 Samantha Jones
3.3 Allgemeine Darstellungen der Serie
3.4 Eine explizite Darstellung der postfeministischen Heldinnen –Analyse einzelner Szenen
4. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung des Feminismus und den Wandel zum Postfeminismus in der Populärkultur, mit dem Ziel zu klären, ob die Protagonistinnen der Serie „Sex and the City“ als „postfeministische Heldinnen“ neue Weiblichkeitsentwürfe jenseits stereotyper Rollenmuster repräsentieren.
3.2.1 Carrie Bradshaw
Carrie Bradshaw, gespielt von Sarah Jessica Parker, ist eine freie Kolumnistin und nennt sich selbst eine Art „Sexualanthropologin“. Sie ist Partygängerin auf High Heels, trinkt mit Vorliebe Cosmopolitan, raucht und zieht mit ihren Freundinnen durch die trendigsten Bars von New York. Hier und im Alltag sammelt Carrie Impressionen über Sex- und Beziehungsfragen, welche sie in ihrer New York Star- Kolumne „Sex and the City“ protokolliert. Sie ist das Herz und „die Stimme“ der Serie. Bei jeder Folge werden von Carries Voice-over Kernthesen aufgestellt, welche für den Zuschauer Raum für eigene Überlegungen und Schlussfolgerungen schaffen.
Die Modeliebhaberin lebt in den Tag hinein und träumt von einem Mann, bei dem sie sich beschützt und geborgen fühlt. Ihre Unabhängigkeit aufzugeben steht für sie aber niemals zur Debatte. Sie glaubt an eine bedingungslose Liebe, in der beide Partner sich ergänzen können, ohne sich einzuengen. Anders als andere TV-Heldinnen sieht Carrie eine Ehe nicht als Höhepunkt ihres Lebens. Es ist für den Zuschauer interessant, ihre Entwicklung zu beobachten, da die Spannung zwischen Sehnsucht nach Verbundenheit und dem Bedürfnis nach Eigenständigkeit eine gewisse Diskrepanz illuminiert. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen, die eine relativ klare Vorstellung von ihrem Leben haben, wirkt Carrie oft verträumt und sprunghaft. Dies wird vor allem durch ihre Kostüme zum Ausdruck gebracht. Ihr kann man keinen eindeutigen Kleidungsstil zuschreiben. Er ist facettenreich wie Carrie selbst. Ihre Outfits variieren von modisch chic, sportlich, elegant bis hin zu extravagant.
Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Postfeminismus und dessen Verbindung zur Popkultur ein und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Repräsentation von Weiblichkeit in der Serie „Sex and the City“.
1. Feminismus: Dieses Kapitel definiert den Feminismus und skizziert dessen historischen Wandel in verschiedenen Wellen von 1880 bis in die 1990er Jahre.
2. Postfeminismus: Hier werden theoretische Grundlagen des Postfeminismus erörtert, insbesondere der Fokus auf die Dekonstruktion von Geschlecht nach Judith Butler und die Bedeutung der Popkultur.
3. „Sex and the City“: Dieses Hauptkapitel beleuchtet die Entstehung der Serie, die Charakterisierung der vier Protagonistinnen sowie deren analytische Einordnung als postfeministische Heldinnen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Serie neue, ambivalente Frauenbilder etabliert, die traditionelle Rollenmodelle erfolgreich herausfordern.
Postfeminismus, Feminismus, Sex and the City, Judith Butler, Performativität, Doing Gender, Weiblichkeit, Populärkultur, Geschlechterrollen, Identität, Dekonstruktion, Medienanalyse, Empowerment, Rollenbilder, Gender Trouble
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Feminismus und Postfeminismus und analysiert, wie die Serie „Sex and the City“ moderne Weiblichkeitsentwürfe durch ihre Protagonistinnen neu definiert.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Feminismus, poststrukturalistische Gendertheorien, der Einfluss der Popkultur auf Frauenbilder sowie die mediale Dekonstruktion patriarchaler Normen.
Das Ziel ist zu klären, inwieweit die vier Hauptfiguren der Serie „Sex and the City“ keine stereotypen Rollenmuster darstellen und warum sie als „postfeministische Heldinnen“ bezeichnet werden können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis gendertheoretischer Ansätze (insb. Judith Butler) kombiniert mit einer inhaltlichen Analyse ausgewählter Szenen der Serie.
Der Hauptteil widmet sich der Definition des Postfeminismus, der Vorstellung von Judith Butlers Theorien, der Darstellung postfeministischer Ikonen (z.B. Madonna) und einer detaillierten Analyse der vier Protagonistinnen von „Sex and the City“.
Die zentralen Begriffe sind Postfeminismus, Performativität, Doing Gender, Dekonstruktion und Weiblichkeitsentwürfe.
Butlers Konzept der Performativität dient als Analyseraster, um zu zeigen, dass Geschlecht in der Serie nicht als feststehend, sondern als durch Handlungen (wie z.B. „Drag“-Elemente) immer wieder neu konstruiert verstanden wird.
Sie werden als ambivalente Heldinnen bewertet, die zwischen dem Wunsch nach traditioneller romantischer Geborgenheit und moderner, ökonomischer sowie sexueller Unabhängigkeit oszillieren und somit das traditionelle Frauenbild aufbrechen.
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