Doktorarbeit / Dissertation, 2011
192 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Kritischer Überblick über die Forschungslage
1.2 Problemstellungen und Forschungsfragen
2 Aufbau und Methodik der Arbeit
3 Grundlagen für Patentanalysen
3.1 Was ist ein Patent?
3.2 Wie wird ein Patent angemeldet?
3.3 Wann wird ein Patent veröffentlicht bzw. erteilt?
3.4 Was beinhaltet eine Patentschrift?
3.5 Welche Motive liegen Patenten zu Grunde?
3.6 Patente als einziger Schutz vor Imitation?
4 Eignung von Patentdaten für informetrische Analysen
4.1 Indikatorfunktion von Patenten - Störfaktoren
4.2 Einfluss der Störfaktoren auf die Ergebnisse der Patentanalysen
5 Der deutsche Patentatlas
5.1 Allgemeines
5.2 Kriterien und Methodik
5.3 Auswertungen und Erkenntnisse
6 Literaturanalyse von Studien auf Basis des deutschen Patentatlanten
6.1 Problemformulierung
6.2 Literatursuche
6.3 Literaturauswertung
6.4 Analyse und Interpretation der Literatur
6.4.1 Patentdaten als Outputfaktor
6.4.2 Patentdaten als Inputfaktor
6.4.3 Weitere Anwendungsgebiete
6.5 Präsentation der ausgewählten Literatur
7 Konzeptionelle Überlegungen zu einem österreichischen Patentatlanten
7.1 Grundlagen
7.1.1 Zeitraum
7.1.2 Datumskriterium
7.1.3 Patentstatus
7.1.4 Patentfamilien
7.1.5 Quelldaten
7.1.6 Prinzipien der Zuteilung der Patentanmeldungen
7.1.7 Geografische Differenzierung
7.1.8 Anmelderkategorien
7.1.9 Technische Inhalte
7.2 Datenbereinigung
7.3 Übersicht und Evaluierung der Konzepte
8 Datenbeschaffung und –aufbereitung
8.1 Auswahl der Daten
8.2 Bereinigung und Aufbereitung der Daten
8.3 Zuordnung zu geografischen Einheiten
8.4 Identifizierung von Patentfamilien und Optimierung der Datenzuordnung
8.5 Zuordnung der technischen Kategorie
8.6 Bewertung der Anmeldungen
8.7 Anwendung der Kriterien anhand konkreter Beispiele
9 Datenauswertung – Ein österreichischer Patentatlas
9.1 Allgemeines zum Patentatlas
9.2 Geografische Einheiten
9.3 Technische Bereiche
9.4 Zeitliche Entwicklungen
9.5 Weitere Auswertungen
10 Analysen zu den Auswertungen des Patentatlanten
10.1 Unternehmen im Hintergrund
10.2 Anwendung der Erkenntnisse für F&E-Förderungen
10.3 Einfluss der Universitäten auf die Innovationsleistung
10.4 Vergleich mit den Daten des österreichischen Patentblattes
10.5 Vergleich mit den Daten des deutschen Patentatlanten
10.6 Vergleiche mit internationalen Patentdaten
11 Resümee und Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Konzeption und Erstellung eines Prototyps eines österreichischen Patentatlanten, um eine fundierte Datenbasis für nationale Innovationsanalysen zu schaffen und die Vergleichbarkeit sowie Transparenz im Bereich der Patentdatenaufbereitung zu erhöhen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern Patentdaten als Datengrundlage für informetrische Analysen geeignet sind und welche methodischen Herausforderungen bei deren Aufbereitung bestehen.
3.1 Was ist ein Patent?
Ein Patent stellt ein Monopolrecht für den oder die Anmelder dar, das zeitlich begrenzt ist. Damit werden Dritte von der Nutzung und Verwertung der Erfindung ausgeschlossen. Als Voraussetzung für die Erteilung eines Patentes müssen drei Faktoren erfüllt sein:
Neuheit: Darunter versteht man nicht nur, dass die Erfindung für das jeweilige Land oder Patentamt neu sein muss, vielmehr darf die Innovation weltweit noch nirgendwo in dieser oder ähnlicher Form vorgekommen bzw. angemeldet worden sein.
Erfinderische Tätigkeit: Damit ist in erster Linie gemeint, dass die Erfindung nicht trivial sein darf. Die Bedingung ist dann erfüllt, wenn neue, nicht augenscheinliche Elemente gegeben sind. Diese Voraussetzung erscheint auf den ersten Blick überflüssig, hat aber durchaus eine fachliche Daseinsberechtigung. Hintergrund ist der, dass etwas Neues hervorgebracht werden muss, dass über das Auffinden von etwas Gegebenem hinausgeht. Es ist dabei häufig die Erklärung „die Lösung darf nicht nahe liegend sein“ zu finden.
Gewerbliche Anwendbarkeit: Schließlich muss die Erfindung so anwendbar sein, dass damit ein wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist. Ob mit der Innovation ein Prozess beschleunigt wird oder ein neues Spielzeug gebaut werden kann, spielt dabei keine Rolle.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz von Patentanalysen und Definition der zentralen Forschungslücke in Österreich.
2 Aufbau und Methodik der Arbeit: Darstellung der verwendeten Forschungsmethoden Prototyping und Review bei Literaturanalyse zur wissenschaftlichen Fundierung.
3 Grundlagen für Patentanalysen: Vermittlung essenzieller Kenntnisse über das Patentsystem und die Definition von Patenten als Basis für weitere Ausführungen.
4 Eignung von Patentdaten für informetrische Analysen: Kritische Untersuchung von Störfaktoren bei der Verwendung von Patentdaten als Innovationsindikator.
5 Der deutsche Patentatlas: Vorstellung des deutschen Patentatlanten als Referenz für Methodik und Aufbau.
6 Literaturanalyse von Studien auf Basis des deutschen Patentatlanten: Systematische Aufarbeitung existierender Studien, um Erkenntnisse für den österreichischen Prototypen zu gewinnen.
7 Konzeptionelle Überlegungen zu einem österreichischen Patentatlanten: Detaillierte Definition der Kriterien und Prinzipien für die Erstellung des österreichischen Patentatlanten.
8 Datenbeschaffung und –aufbereitung: Dokumentation der technischen Prozesse zur Erstellung der Datenbasis unter Anwendung der zuvor definierten Kriterien.
9 Datenauswertung – Ein österreichischer Patentatlas: Präsentation der Ergebnisse der Datenauswertung nach geografischen und technischen Dimensionen.
10 Analysen zu den Auswertungen des Patentatlanten: Vertiefende Analysen zu Unternehmen, Universitäten und internationalen Vergleichen auf Basis der gewonnenen Daten.
11 Resümee und Ausblick: Zusammenfassende kritische Betrachtung der Ergebnisse und Ideen für zukünftige Weiterentwicklungen.
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Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Erstellung eines Prototyps für einen österreichischen Patentatlanten, um die Innovationsleistung des Landes auf Basis von Patentdaten messbar zu machen.
Zentrale Themen sind die Eignung von Patenten als Innovationsindikator, die methodische Datenaufbereitung sowie die Analyse der regionalen und technischen Verteilung von Innovationen in Österreich.
Das Hauptziel ist die Schaffung einer fundierten Datenbasis, die als einheitliches Instrument für zukünftige struktur- oder technologiepolitische Analysen und Entscheidungen dienen kann.
Die Arbeit verwendet das Prototyping als Kernmethode der Wirtschaftsinformatik sowie eine Literaturanalyse in Form eines Reviews nach Fettke.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Literaturanalyse des deutschen Modells, eine detaillierte Konzeption für Österreich, die praktische Datenaufbereitung und die konkrete statistische Datenauswertung.
Charakterisierende Begriffe sind Patentdaten, Innovation, Patentatlas, Erfindersitzprinzip, Innovationsindikatoren und Technologieklassifikation.
Im Gegensatz zum deutschen Modell, das auf dem Veröffentlichungsdatum basiert, nutzt der österreichische Ansatz das Prioritätsdatum, um der tatsächlichen Erfindungsleistung näherzukommen.
Störfaktoren wie unterschiedliche Patentierstrategien, Branchenbesonderheiten oder zeitliche Verzögerungen müssen bei der Interpretation beachtet werden, um Fehlinterpretationen der Innovationskraft zu vermeiden.
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