Masterarbeit, 2011
59 Seiten, Note: 2,3
Die Masterarbeit untersucht die Voraussetzungen für die Reorganisation stationärer Unterstützungsangebote im Lebensbereich Wohnen für Menschen mit Behinderung im Kontext der Einführung des Persönlichen Budgets. Ziel ist es, die Chancen und Herausforderungen dieser neuen Leistungsform für stationäre Einrichtungen zu analysieren und zentrale Handlungsfelder für eine erfolgreiche Implementierung zu identifizieren.
Die Arbeit beginnt mit einer Skizzierung des Lebensbereichs Wohnen für Menschen mit Behinderung und beleuchtet die Entwicklung des Rehabilitationssystems in Deutschland im Kontext internationaler Vergleiche. Kapitel 2 fokussiert auf das Persönliche Budget als alternative Leistungsform zur Gewährung von Teilhabeleistungen, analysiert den Wandel von der Sachleistung zur Geldleistung und beleuchtet die Chancen und Grenzen des Persönlichen Budgets in stationären Einrichtungen. Kapitel 3 widmet sich der Reorganisation stationärer Unterstützungsangebote und legt den Fokus auf den Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich durch die Einführung des Persönlichen Budgets für die Organisationsstrukturen und -kultur ergeben. Kapitel 4 untersucht verschiedene Organisationsmodelle und analysiert die Bedeutung von organisationalem Lernen für die Implementierung des Persönlichen Budgets. Kapitel 5 beleuchtet die Notwendigkeit eines Bezugsrahmens für den Wandel und setzt sich mit den Herausforderungen der Wandlungsbereitschaft und -fähigkeit von Organisationen auseinander. Kapitel 6 präsentiert verschiedene Prozessrichtungen für die Einführung des Persönlichen Budgets, während Kapitel 7 ein Change-Konzept für die erfolgreiche Implementierung dieser neuen Leistungsform entwickelt. Kapitel 8 untersucht schließlich die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Reorganisation stationärer Unterstützungsangebote und identifiziert wichtige Handlungsfelder wie die Entschlossenheit der Führung, die Kommunikation und die Etablierung von Netzwerkstrukturen.
Persönliches Budget, Eingliederungshilfe, stationäre Einrichtungen, Reorganisation, Organisationsentwicklung, Change Management, Wandlungsprozesse, Deinstitutionalisierung, Normalisierungsprinzip, Inklusion, Empowerment
Es ist eine alternative Leistungsform im SGB IX, bei der Teilhabeleistungen nicht als Sachleistung, sondern als Geldleistung gewährt werden. Dies ermöglicht Betroffenen mehr Selbstbestimmung bei der Auswahl ihrer Unterstützungsangebote.
Während es ab 2001 zunächst eine Kannleistung war, besteht seit dem 1. Januar 2008 ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf diese Form der Unterstützung.
Ja, die Arbeit untersucht speziell die Voraussetzungen und Modellprojekte für die Umsetzung des Budgets in stationären Eingliederungshilfen und die damit verbundene Reorganisation dieser Einrichtungen.
Anbieter müssen ihr Portfolio flexibilisieren und ihre Organisationsstrukturen anpassen. Dies erfordert Change Management, eine klare Kommunikationsstrategie und die Bereitschaft zum kulturellen Wandel in der Einrichtung.
Die Entschlossenheit der Führung ist eine Bedingung für den Erfolg. Sie muss Visionen und Strategien entwickeln, um den Übergang vom Sachleistungs- zum Geldleistungsprinzip zu steuern.
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