Bachelorarbeit, 2011
55 Seiten
1 Einleitung
2 Normalarbeitsverhältnis, atypische Beschäftigung und der Prekaritätsbegriff
2.1 Formen und Ausmaß atypischer Beschäftigungsverhältnisse
2.2 Der Prekaritätsbegriff und seine Bedeutung für die Arbeitswelt
3 Empirische Analysen
3.1 Stand der Forschung und Kategorisierung der ausgewählten Studien
3.2 Studie 1: Empirische Analyse der Prekaritätsrisiken von Zeitarbeitskräften
3.2.1 Datengrundlage und statistische Verfahren
3.2.2 Empirische Ergebnisse
3.3 Studie 2: Empirische Analyse über die Prekaritätsrisiken der Kernformen atypischer Beschäftigung
3.3.1 Datengrundlage und statistische Verfahren
3.3.2 Empirische Ergebnisse
3.4 Studie 3: Empirische Analyse über die sozioökonomischen Risiken von befristeter Beschäftigung, Zeitarbeit und Teilzeitarbeit
3.4.1 Datengrundlage und statistische Verfahren
3.4.2 Empirische Ergebnisse
3.5 Studie 4: Empirische Analyse zur Entlohnung befristeter Beschäftigungsverhältnisse
3.5.1 Datengrundlage und statistische Verfahren
3.5.2 Empirische Ergebnisse
4 Kritischer Vergleich der ausgewählten Studien
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwiefern atypische Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland als prekär einzustufen sind, indem sie aktuelle empirische Studien analysiert und deren Ergebnisse hinsichtlich verschiedener Prekaritätsindikatoren kritisch vergleicht.
3.2 Studie 1: Empirische Analyse der Prekaritätsrisiken von Zeitarbeitskräften
Die folgende Studie befasst sich mit einer empirischen Überprüfung des Prekaritätsrisikos von Zeitarbeitskräften mit Hilfe des Propensity-Score-Matching-Verfahrens. Dabei werden sieben Prekaritätsdimensionen definiert, anhand derer die Beschäftigungssituation von Zeitarbeitskräften und Normalbeschäftigten verglichen werden.
Die Datengrundlage der Studie bildet das deutsche sozioökonomische Panel (SOEP). Im Rahmen des auf Dauer angelegten SOEP werden jährlich, seit 1984, Daten zu soziologischen und ökonomischen Individuallebensbedingungen, wie z.B. individuelle Zufriedenheit oder Erwerbsstatus, anhand einer repräsentativen Stichprobe aus der deutschen Wohnbevölkerung erfasst. Seit den Haushaltsbefragungen in 2001 gibt das SOEP Auskunft darüber, ob eine Person in der Zeitarbeitsbranche tätig ist. Im Rahmen der empirischen Analyse werden Datensätze aus den Jahren 2006 und 2007 herangezogen. Des Weiteren werden nur Erwerbstätige aus Privathaushalten im Alter von 18-65 Jahren, die einer abhängigen Vollzeitbeschäftigung nachgingen, in die Analyse aufgenommen. Personen in beruflicher oder schulischer Ausbildung werden von der empirischen Überprüfung ausgeschlossen.
Auf Basis dieser Datengrundlage erfolgt unter Verwendung des Propensity Score Matching eine Analyse, ob Zeitarbeiter im Vergleich zu Normalbeschäftigten einem erhöhten Prekaritätsrisiko ausgesetzt sind. Ziel des Propensity Score Matching ist es, Selektionsverzerrungen zu verringern. Das Problem der Selektionsverzerrungen fußt dabei auf dem grundlegenden Evaluierungsproblem von Studien, nämlich der Unmöglichkeit ein und dieselbe Person (Person A) in zwei unterschiedlichen Zuständen (Person A als Zeitarbeiter oder Person A als Normalbeschäftigter) zu beobachten. Dieses Problem einer Unbeobachtbarkeit von zwei unterschiedlichen Zuständen kann bedingt durch die Bildung einer Teilnehmer- (Zeitarbeiter) und einer Kontrollgruppe (Normalbeschäftigte) gelöst werden.
1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung atypischer Beschäftigung und Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur Prekarität.
2 Normalarbeitsverhältnis, atypische Beschäftigung und der Prekaritätsbegriff: Definition der Kernformen atypischer Erwerbsarbeit und theoretische Herleitung des Prekaritätsbegriffs.
3 Empirische Analysen: Detaillierte Vorstellung vier verschiedener empirischer Studien, die unterschiedliche Aspekte von Prekaritätsrisiken anhand des SOEP untersuchen.
4 Kritischer Vergleich der ausgewählten Studien: Systematische Gegenüberstellung der methodischen Ansätze, Datenbasen und Ergebnisse der vorgestellten Studien.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Schwierigkeit, eine eindeutige Prekarität atypischer Erwerbsformen wissenschaftlich nachzuweisen.
Atypische Beschäftigung, Prekarität, Normalarbeitsverhältnis, Zeitarbeit, Teilzeitbeschäftigung, Befristete Beschäftigung, SOEP, Propensity Score Matching, Bruttostundenlohn, Beschäftigungsstabilität, Niedriglohn, Lohngerechtigkeit, Arbeitsmarkt Deutschland, Erwerbsbiographie, Sozioökonomische Risiken.
Die Arbeit untersucht, ob atypische Beschäftigungsverhältnisse – wie Zeitarbeit, Teilzeit oder Befristung – auf dem deutschen Arbeitsmarkt als prekär einzustufen sind, indem sie empirische Evidenz aus bestehenden Studien zusammenführt.
Die zentralen Felder sind die Definition von atypischer Beschäftigung, die theoretische Operationalisierung von Prekarität sowie die empirische Analyse von Einkommensnachteilen, Beschäftigungsstabilität und Aufstiegschancen.
Das Ziel ist es, auf Basis einer Literaturanalyse zu prüfen, ob ein systematischer Zusammenhang zwischen atypischen Erwerbsformen und Prekaritätsrisiken besteht.
Die Arbeit basiert auf einem Literaturüberblick über verschiedene empirische Studien, die überwiegend Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) verwenden und statistische Verfahren wie Propensity Score Matching sowie Fixed-Effects-Regressionen anwenden.
Im Hauptteil werden vier spezifische empirische Studien vorgestellt, die unterschiedliche Dimensionen von Prekarität (Lohn, Stabilität, Weiterbildung) bei verschiedenen atypischen Beschäftigtengruppen analysieren.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Atypische Beschäftigung, Prekarität, Niedriglohn, Beschäftigungsstabilität und das SOEP-Panel.
Die Analyse zeigt, dass Zeitarbeit zwar oft mit Benachteiligungen bei Lohn und Stabilität verbunden ist, eine pauschale Einstufung als "prekär" jedoch aufgrund fehlender allgemeingültiger Kriterien wissenschaftlich schwer zu belegen ist.
Ja, die Studien zeigen, dass Männer und Frauen je nach Beschäftigungsform unterschiedliche Lohnabschläge und Instabilitätsrisiken erfahren, wobei die Befunde durch verschiedene Kontrollvariablen wie Bildungsabschluss und Wirtschaftszweig beeinflusst werden.
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