Bachelorarbeit, 2010
58 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung
2 Kennzahlen und ihre Unterteilungen
2.1 Investitionskennzahlen
2.1.1 Anlagenintensität (Anlagequote)
2.1.2 Investitionsquote
2.1.3 Nettoinvestitionsdeckung
2.1.4 Abschreibungsquote
2.2 Finanzierungskennzahlen
2.2.1 Eigenkapitalquote
2.2.2 Anlagendeckung ersten und zweiten Grades
2.2.3 Working Capital
2.2.4 Debitorenziel-, Kreditorenziel- und Lagerdauer in Tagen
2.3 Liquiditätskennzahlen
2.3.1 Liquidität ersten Grades
2.3.2 Liquidität zweiten Grades
2.3.3 Liquidität dritten Grades
2.3.4 Schuldtilgungsdauer in Jahren
2.4 Rentabilitätskennzahlen
2.4.1 Umsatzrentabilität
2.4.2 Eigenkapitalrentabilität
2.4.3 Gesamtkapitalrentabilität
2.4.4 Return on Investment (ROI)
2.4.5 Return on Capital Employed (ROCE)
2.5 Erfolgskennzahlen
2.5.1 Materialintensität, Warenintensität und Personalintensität
2.5.2 Fremdkapitalzinsen in Prozent der Betriebsleistung
2.5.3 Abschreibung in Prozent der Betriebsleistung
2.5.4 Cash-Flow in Prozent der Betriebsleistung
2.5.5 Deckungsbeitragsrate (DBU), Break-Even-Point (BEP),
2.5.6 Cash-Flow-Point (CFP), Zielumsatz (ZU)
2.6 Quicktest
3 Kennzahlensysteme
3.1 Das DU PONT-Kennzahlensystem
3.2 Das ZVEI-Kennzahlensystem
3.3 Das RL-Kennzahlensystem
3.4 Das PIMS- Kennzahlensystem
4 Multiple Diskriminanzanalyse
4.1 Multiple Diskriminanzanalyse, vereinfachte Methode
4.2 Multiple Diskriminanzanalyse, nach Beermann
4.3 Multiple Diskriminanzanalyse, nach Bleier
4.4 Die Faktorenanalyse von Weinrich
4.5 Das RISK-Früherkennungssystem
5 Zusammenfassung und Entwicklungstendenzen
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, ein fundiertes Verständnis für die gängigsten wirtschaftlichen Kennzahlen zu entwickeln und deren Aussagefähigkeit für die Unternehmensführung zu bewerten. Dabei wird untersucht, wie Kennzahlen und Kennzahlensysteme zur Strategiefindung, zur Absicherung von Entscheidungen sowie zur Überwachung der unternehmerischen Leistung beitragen können.
2.6 Quicktest
Der Quicktest ist ein Schnelltest, der von Peter Kralicek aus Österreich entwickelt wurde. Darin wird lediglich mit folgenden vier Kennzahlen gearbeitet.
• Eigenkapitalquote (s. Kapitel 2.2.1 auf Seite 6)
• Schuldtilgungsdauer (s. Kapitel 2.3.4 auf Seite 10)
• Gesamtkapitalrentabilität (s. Kapitel 2.4.3 auf Seite 11)
• Cash-Flow in Prozent der Betriebsleistung (s. Kapitel 2.5.4 auf Seite 15)
Diese vier Kennzahlen decken folgende Bereiche ab.
• Finanzierung
• Liquidität
• Rentabilität und
• Erfolg
Diese Kennzahlen wurden von Kralicek gewählt, da sie das gesamte Informationspotential der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung weitestgehend abdecken. Die ersten beiden Kennzahlen, Eigenkapitalquote und Schuldtilgungsdauer zeigen auf, ob das Unternehmen gemessen an der Bilanzsumme zu viel Fremdkapital aufweist oder nicht. Die Gesamtkapitalrentabilität zeigt die Verzinsung des eingesetzten Gesamtkapitals. Der Cash-Flow in Prozent der Betriebsleistung ist aufgrund der Eliminierung der Abschreibungen weniger störanfällig als bspw. die Umsatzrendite. Die Höhe der Abschreibungen hängt insbesondere von steuer- und/oder finanztaktischen Maßnahmen ab, welche die Aussagekraft des Gewinnes beeinflussen können.
1 Problemstellung: Diese Einleitung beleuchtet den wachsenden Druck auf Unternehmen durch globalen Wettbewerb und die damit verbundene Notwendigkeit, Kennzahlen als Instrumente der Entscheidungsfindung zu nutzen.
2 Kennzahlen und ihre Unterteilungen: Dieses Kapitel definiert Kennzahlen als quantitative Informationen und unterteilt sie in die Bereiche Investition, Finanzierung, Liquidität, Rentabilität und Erfolg, wobei für jede Kennzahl Formeln und Interpretationen geliefert werden.
3 Kennzahlensysteme: Hier werden komplexe Systeme vorgestellt, die Kennzahlen sachlogisch verbinden, um die begrenzte Aussagekraft einzelner Werte zu überwinden und eine ganzheitliche Unternehmenssteuerung zu ermöglichen.
4 Multiple Diskriminanzanalyse: Dieser Abschnitt erläutert mathematisch-statistische Verfahren zur Insolvenzfrüherkennung, bei denen durch die Kombination mehrerer Kennzahlen Unternehmen in Risikoklassen eingeteilt werden können.
5 Zusammenfassung und Entwicklungstendenzen: Das Fazit fasst die Relevanz von Kennzahlen für die Ressourcenoptimierung zusammen und gibt einen Ausblick auf die Integration moderner IT-Systeme und die zunehmende Bedeutung weicher Faktoren im Controlling.
Kennzahlen, Kennzahlencontrolling, Unternehmensführung, Bilanzanalyse, Liquidität, Rentabilität, Erfolgsrechnung, Return on Investment, DU PONT, ZVEI, Diskriminanzanalyse, Insolvenzprognose, Quicktest, Cash-Flow, Unternehmenssteuerung
Die Arbeit behandelt die Methodik und Aussagefähigkeit von Kennzahlen sowie Kennzahlensystemen als zentrale Werkzeuge für die Geschäftsführung zur Optimierung der Unternehmensleistung.
Die zentralen Themenfelder umfassen die operative Kennzahlenanalyse, komplexe Kennzahlensysteme wie PIMS und ZVEI sowie statistische Methoden zur Insolvenzfrüherkennung.
Ziel ist es, ein Verständnis für gängige Kennzahlen zu schaffen und darzulegen, wie diese Instrumente bei der Strategiefindung und Absicherung unternehmerischer Entscheidungen unterstützen können.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Methodik, um betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Kennzahlensysteme zu systematisieren, ergänzt durch mathematische Verfahren wie die multiple Diskriminanzanalyse zur Insolvenzbewertung.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung einzelner Kennzahlen, die Analyse von Kennzahlensystemen zur ganzheitlichen Steuerung und die Erläuterung statistischer Früherkennungsmethoden.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Kennzahlen, Controlling, Bilanzanalyse, Insolvenzfrüherkennung und Unternehmenssteuerung.
Der Quicktest dient als Schnelltest, um dem Management eine erste, grobe Übersicht über die finanzielle Situation eines Unternehmens zu verschaffen, indem vier ausgewählte Kennzahlen bewertet werden.
Diese Methode ist für Kreditinstitute wertvoll, da sie es ermöglicht, die Insolvenzwahrscheinlichkeit eines Unternehmens mit relativ hoher Genauigkeit (75–80 %) wissenschaftlich zu prognostizieren.
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