Fachbuch, 2011
72 Seiten
Vorwort
Rätselhafter Fluss
Neues vom Ur-Rhein
Interview mit dem Geologen und Paläontologen Dr. Jens Sommer
Liste der bei Eppelsheim entdeckten Tierten
Der Autor Ernst Probst
Bildquellen
Bücher von Ernst Probst
Die vorliegende Arbeit in Form eines Interviews beleuchtet die geologischen und paläontologischen Besonderheiten der "Dinotheriensande" bei Eppelsheim. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Aufarbeitung der Funde durch Dr. Jens Sommer sowie die historische Einordnung der Fundstelle des Ur-Rheins vor etwa zehn Millionen Jahren.
Neues vom Ur-Rhein
Frage: Hat man bei den Grabungen in Eppelsheim neue Erkenntnisse über den Ur-Rhein gewonnen?
Antwort: Bisher hatte man immer spekuliert, wie es zu dieser Anhäufung von Wirbeltierresten kam. Bei meinen Forschungen zeigte sich, dass die fossilen Skelettreste größtenteils zerbrochen waren. Da sie in einem Flusslauf abgelagert wurden, habe ich sie auf Abrollungsspuren untersucht. Auch dies bestätigte sich. Bedingt durch meine praktische Grabungsarbeit bei Eppelsheim in den Jahren 2000 bis 2005 hatte sich gezeigt, dass alle Funde in den Dinotheriensanden nicht im Skelettverband gemacht wurden. Überwiegend waren die Funde einzeln abgelagert worden, ausgenommen im Strömungsschatten größerer Objekte, wie der große Kalkklotz im Grabungsbereich von Eppelsheim, wo die Wirbeltierreste gehäuft und durchmischt, aber nicht im Skelettverband abgelagert wurden. Auch habe ich alle Funde aus allen bekannten Fundlokalitäten in Rheinhessen in den historischen Sammlungen verglichen und herausgefunden, dass sie vom Erhaltungszustand (Bruchmuster, Abrollungsgrad, Farbe) fast identisch sind. So zeigte sich mir im Grabungsbereich bei Eppelsheim, dass die Wirbeltierreste schwerpunktmäßig in drei Fossilhorizonten abgelagert wurden.
Vorwort: Einführung in das Thema und Kurzvorstellung des Interviewpartners Dr. Jens Sommer sowie des Autors Ernst Probst.
Neues vom Ur-Rhein: Ein ausführliches Interview, das Fragen zur Entstehung, Geologie und Paläontologie der Eppelsheimer Formation sowie zur Grabungspraxis und Öffentlichkeitsarbeit behandelt.
Liste der bei Eppelsheim entdeckten Tierten: Eine tabellarische Übersicht der nachgewiesenen fossilen Fauna unterteilt in systematische Gruppen.
Der Autor Ernst Probst: Biografie des Autors und Einordnung seines wissenschaftsjournalistischen Wirkens.
Bildquellen: Nachweis der verwendeten Grafiken und Fotografien.
Bücher von Ernst Probst: Auswahlverzeichnis weiterer Publikationen des Autors.
Ur-Rhein, Eppelsheim, Dinotheriensande, Paläontologie, Geologie, Wirbeltierfossilien, Rheinhessen, Deinotherium giganteum, Fossilhorizonte, Grabungsarbeit, Kleinsäuger, Erdgeschichte, Sedimentologie, Taphonomie, Paläoökologie
Die Publikation dokumentiert ein Experteninterview mit Dr. Jens Sommer über die geologischen und paläontologischen Zusammenhänge der sogenannten Dinotheriensande in Rheinhessen.
Die Themen umfassen die Geschichte des Ur-Rheins, die wissenschaftliche Auswertung von Wirbeltierfossilien und die Bedeutung der Fundstelle Eppelsheim für die internationale Forschung.
Das primäre Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand über die Dinotheriensande und die dortigen Grabungsergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Es wird insbesondere auf die Sedimentologie, Taphonomie und Profilaufnahme sowie die statistische Auswertung von zehntausenden Funddaten eingegangen.
Im Hauptteil werden Fragen zum Arbeitsaufwand, zur Entstehung der Fossilfundstellen, zu klimatischen Bedingungen vor zehn Millionen Jahren und zur lokalen Bedeutung der Forschung diskutiert.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Ur-Rhein, Eppelsheim, Paläontologie, Dinotheriensande und Fossilien beschreiben.
Dr. Jens Sommer schätzt die Chancen für weitere Funde, insbesondere im Bereich der Kleinsäuger, als sehr hoch ein, da die Eppelsheimer Formation in Rheinhessen weit verbreitet ist.
Zwar ist der Begriff historisch gewachsen, heute werden die Ablagerungen jedoch fachlich präziser als "Eppelsheimer Formation" deklariert.
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