Forschungsarbeit, 1985
32 Seiten, Note: sehr gut
Wiederaufnahme dramatischer Produktion - Andere literarische und poetische Werke - Bewußtsein der Entwicklung - Abgrenzung von „Don Karlos“ - Wahrheit der Geschichte Bedeutung der Handlung - Zugeschicktes Schicksal - Handlungsverursacher fraglich - Struktur des tragisch-dramatischen Substrats - Gespräch und Verständigung - Intrige und Konkurrenz - Wallenstein als absolut Befehlender - Wallenstein als Partner - Interaktionsformen - Gehorsam und Freiheit - Bestimmung des Menschen und Realverhältnisse - Prognose geschichtlichen Wandels
Lust, Lärm und Leid: Zensur
„Wallensteins Lager“ als „Gemälde eines historischen Moments“ - „Lust- und Lärmspiel“ mit doppeltem Boden - Soziale Verhältnisse - Aufführung in Berlin nicht möglich - Iffland, Körner, Kotzebue: Zensur - Aktualpolitische Rezeption klassischautonomer Texte durch das zeitgenössische Publikum
Poetisches
Bilder - Rekurrenzen - Repliken - durchkomponierte Kleinsymbolik - Streckungen
Aufsteiger
Buttlers Verhalten: widersprüchlich oder konsequent? - Vom Reiter zum Generalmajor - Aufstieg, nicht Treue als Handlungsmaxime - Buttler als Doppelgänger Wallensteins
Schicksal und Rolle der Frau
Schicksal als Verhängnis, als selbst Machbares - Schicksal historisch-konkret - Rolle der Frau als Konkretion - Thekla als Produkt ihres Vaters: Ware - Schillers historische Parteinahme: Turandot - Schicksal als geschichtliche Konstellation - Differenz von subjektivem Wollen und objektivem Zwang
Erfahrung
Ausgang aus der beschränkenden Idylle - Liebe - Illusion - Transformation der Standesdifferenz - Verknüpfung von politischer und familiarer Thematik - Unterordnung der Frau - Wallensteins Pläne - Tragischer Konflikt - Erfahrung als Desillusionierung
„O! Du bist blind mit deinen sehenden Augen!“
Verblendung als Moment tragischen Handelns - Fehleinschätzungen durch Wallenstein als Leitmotiv - Einschätzungsirrtümer als Zentralfigur des Tragödienschemas - Individualfehler und gesellschaftliche Abläufe
Resignation und Enthusiasmus
Prameter menschlichen Handelns - „tückische Mächte“ vs. „Menschen Kunst“ - Ich und Nicht-Ich - Subjekt-Objekt-Differenz-Entsagung - Idylle der Arbeit - Faustisches Vertrauen und Verzweiflung - antithetische Momente in dialektischer Opposition - Formalstruktur der Replik - Maxens Idyllenentwurf - Realitätsbeschreibung durch die Gräfin Terzky
Rechnen, Astrologie, Zufall
Der „rechnende Geist des Jahrhunderts“ - Wallensteins Handel mit der eigenen Tochter - Thekla als Kapital, nicht Person - Abstand der Poesie von der Wirklichkeit - Distanzierung und Kritik - Astrologie-Motiv - Berechenbarkeit der Welt - Perspektivierung des Menschen zur Zahl - Zufall als nicht berechneter Rest - Ausdruck der nicht quantifizierbaren Qualität - Tragisches Handlungsmuster Wallenstein als aufklärerischer Charakter - Abfall vom Kaiser und Rückfall in den Naturzustand - Vertragsaufkündigung - Macht als geschichtliches Prinzip - Nutzen
Dieser Schluß!
Abfall der Regimenter - Organisation der Ermordung - Tod von Max, Verschwinden Theklas - Warnungen Wallensteins - Tragische Ironie - Verödetes Haus - Besiegung des Siegers
Die vorliegende Arbeit interpretiert Friedrich Schillers „Wallenstein“-Trilogie als ein komplexes Geflecht aus historischer Wirklichkeit und poetischer Gestaltung, wobei sie untersucht, wie das Drama menschliches Handeln in einer von Macht, Politik und gesellschaftlichen Sachzwängen geprägten Welt darstellt.
Rechnen, Astrologie, Zufall
Der „rechnende Geist des Jahrhunderts“ - Wallensteins Handel mit der eigenen Tochter - Thekla als Kapital, nicht Person - Abstand der Poesie von der Wirklichkeit - Distanzierung und Kritik - Astrologie-Motiv - Berechenbarkeit der Welt - Perspektivierung des Menschen zur Zahl - Zufall als nicht berechneter Rest - Ausdruck der nicht quantifizierbaren Qualität - Tragisches Handlungsmuster Wallenstein als aufklärerischer Charakter - Abfall vom Kaiser und Rückfall in den Naturzustand - Vertragsaufkündigung - Macht als geschichtliches Prinzip - Nutzen
Der „rechnende Geist des Jahrhunderts“ - Wallensteins Handel mit der eigenen Tochter - Thekla als Kapital, nicht Person - Abstand der Poesie von der Wirklichkeit - Distanzierung und Kritik - Astrologie-Motiv - Berechenbarkeit der Welt - Perspektivierung des Menschen zur Zahl - Zufall als nicht berechneter Rest - Ausdruck der nicht quantifizierbaren Qualität - Tragisches Handlungsmuster Wallenstein als aufklärerischer Charakter - Abfall vom Kaiser und Rückfall in den Naturzustand - Vertragsaufkündigung - Macht als geschichtliches Prinzip - Nutzen
Der „rechnende Geist des Jahrhunderts“ - Wallensteins Handel mit der eigenen Tochter - Thekla als Kapital, nicht Person - Abstand der Poesie von der Wirklichkeit - Distanzierung und Kritik - Astrologie-Motiv - Berechenbarkeit der Welt - Perspektivierung des Menschen zur Zahl - Zufall als nicht berechneter Rest - Ausdruck der nicht quantifizierbaren Qualität - Tragisches Handlungsmuster Wallenstein als aufklärerischer Charakter - Abfall vom Kaiser und Rückfall in den Naturzustand - Vertragsaufkündigung - Macht als geschichtliches Prinzip - Nutzen
Wiederaufnahme dramatischer Produktion: Dieses Kapitel ordnet den Entstehungskontext des Wallenstein in Schillers Biografie ein und beleuchtet den Übergang vom sentimentalischen Idealismus zur Darstellung historischer Wirklichkeit.
Lust, Lärm und Leid: Zensur: Hier wird analysiert, wie das „Lager“-Vorspiel als soziales Panorama dient und mit zeitgenössischen Zensurbestrebungen kollidiert.
Poetisches: Dieser Abschnitt behandelt die formale Gestaltung, insbesondere durch Bilder, Symbole und Rekurrenzen als Mittel der Komposition.
Aufsteiger: Fokus auf die Figur des Buttlers, der als „Doppelgänger“ Wallensteins dessen Handlungsmaxime des Aufstiegs verkörpert.
Schicksal und Rolle der Frau: Analyse der gesellschaftlichen Funktionalisierung Theklas und des Begriffs des Schicksals als historisch-konkreter Zwang.
Erfahrung: Untersucht den Verlust der Idylle und die desillusionierende Erkenntnis der Figuren im Angesicht der politischen Realität.
„O! Du bist blind mit deinen sehenden Augen!“: Betrachtung des Verblendungsmotivs als zentrales Merkmal für das Scheitern des Protagonisten.
Resignation und Enthusiasmus: Diskussion der dialektischen Spannung zwischen den Lebensentwürfen von Max und Wallenstein.
Rechnen, Astrologie, Zufall: Analyse der Mathematisierung der Welt und des Versuchs, das Schicksal durch Astrologie berechenbar zu machen.
Dieser Schluß!: Zusammenfassung der letzten dramatischen Handlungsabläufe und des tragischen Untergangs.
Wallenstein, Friedrich Schiller, Dramenanalyse, Schicksal, Verblendung, Astrologie, Aufklärung, Macht, Politik, Rechnen, Historische Wirklichkeit, Tragödie, Idealismus, Gesellschaftliche Ordnung, Machtmensch
Die Arbeit analysiert Schillers „Wallenstein“ hinsichtlich seiner dramatischen Struktur, der poetischen Gestaltung historischer Stoffe und der darin verhandelten philosophischen Probleme von Macht und Moral.
Zentral sind der Konflikt zwischen Individuum und Macht, die Rolle der Berechenbarkeit im 17. Jahrhundert (und deren Relevanz für Schillers Zeit), sowie die Darstellung von Freiheit versus gesellschaftlichem Zwang.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schiller Geschichte als menschliches Handeln poetisiert und dabei die Grenzen von idealistischen Entwürfen im Angesicht einer „unheilen“ Welt aufdeckt.
Die Methode ist eine werkimmanente, literaturwissenschaftliche Interpretation, die textnahe Analysen (Zitate, Blankverse) mit geistesgeschichtlichen Kontexten und rezeptionsgeschichtlichen Ansätzen verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene motivische und strukturelle Analysen, angefangen bei der Zensurthematik des Lagers über das zentrale Motiv der Verblendung bis hin zur spezifischen Figurenzeichnung von Wallenstein, Max, Thekla und Buttler.
Neben dem Titelcharakter Wallenstein sind Begriffe wie Verblendung, Schicksal, Macht, Berechenbarkeit und der Gegensatz von Idealismus und Realität prägend.
Der Text begründet dies damit, dass Wallenstein (und sein Doppelgänger Buttler) nicht aus Treue oder moralischer Pflicht handelt, sondern dem Prinzip der Machterweiterung und des Erfolgs folgt.
Die Astrologie fungiert als irrationale, phantastische Form der Berechenbarkeit, die Wallensteins Wunsch nach Vorhersehbarkeit und Kontrolle in einer eigentlich unkontrollierbaren, geschichtlichen Welt spiegelt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

