Bachelorarbeit, 2009
93 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Was ist ein Trend?
3. Systematisierung von Methoden
4. Methoden
4.1 Bibliometrie
4.1.1 Begriffliche Abgrenzung
4.1.2 Die bibliometrische Analyse
4.1.3 Die Zitationsrate und der Impact-Factor (IF)
4.1.4 Möglichkeiten der Bibliometrie
4.1.4.1 Beispiel: Kohlenstoffröhren
4.1.4.2 Exkurs
4.1.4.3 Beispiel: „Schneller Brüter“ und Bibliometrie
4.1.5 Eignung der Bibliometrie
4.2 Patentanalyse
4.2.1 Patente
4.2.2 Einführung in die Patentanalyse
4.2.2.1 Die qualitative Patentanalyse
4.2.2.2 Die quantitative Patentanalyse
4.2.3 Patentdatenbanken
4.2.4 Eignung der Patentanalyse
4.2.4.1 Eignung der qualitativen Patentanalyse
4.2.4.2 Eignung der quantitativen Patentanalyse
4.2.5 Beispiel: Patentanalyse in der Nanotechnologie
4.3 Technologielebenszyklusanalyse
4.3.1 Überblick
4.3.1.1 Modell von Ford und Ryan
4.3.1.2 Hype Cycle Modell von Gartner
4.3.1.3 S-Kurven-Konzept von McKinsey
4.3.1.4 Weitere Technologielebenszyklusmodelle
4.3.2 Eignung der Technologielebenszyklusanalyse
4.4 Delphi-Methode
4.4.1 Von der Expertenbefragung zur Delphi-Methode
4.4.2 Einführung in die Delphi-Methode
4.4.3 Die klassische Delphi-Befragung
4.4.4 Eignung der Delphi-Befragung
4.5 Szenariotechnik
4.5.1 Begrifflichkeit und Historie
4.5.2 Systematische entwickeln von Szenarien
4.5.3 Eignung der Szenariotechnik
5. Kategorisierung der Methoden
5.1 Eignung der Methoden zur Identifikation und Bewertung von Trends
5.2 Höhe der Ressourcenintensität der Methoden
5.2.1 Personelle Ressourcen
5.2.2 Zeitliche Ressourcen
5.2.3 Möglichkeiten der Durchführung
5.3 Perspektive der Methoden
5.4 Evaluationsmöglichkeit der Methoden
5.5 Breite des Anwendungsspektrums
5.6 Technologien
6. Aktuelle Entwicklungen
7. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Überblick über verschiedene Methoden zur Identifikation und Bewertung von Trends zu geben und diese anhand ihrer Ressourcenintensität, Eignung und Anwendbarkeit zu kategorisieren, um Unternehmen eine praktische Entscheidungshilfe für die Zukunftsforschung zu bieten.
4.1.4.1 Beispiel: Kohlenstoffröhren
Mittermaier et al. haben das Forschungsthema Kohlenstoffröhren auf der Datenbasis der SCI-Datenbank einer bibliometrischen Analyse unterzogen. Anhand der Abbildung 4 ist gut zu erkennen, dass es Anfang der 90er Jahre zu einem starken Anstieg von Publikationen zum Thema Fullerene kam. Die Anzahl der Veröffentlichungen erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 1997 und pendelte sich im Bereich von 1900 Publikationen weltweit ein. Nach der Entdeckung der Kohlenstoffröhrchen (CNT), die die Fullerenforschung erst ermöglicht hatte, nahm auch die Anzahl der Publikation in diesem Bereich ab 1994 stetig zu. Der Fokus verschob sich im Bereich der Nanotechnologie und Nanoelektronik von der Grundlagenforschung in Richtung der Anwendungsforschung. Die Grafik zeigt, dass die absolute Anzahl der Veröffentlichungen wesentlich größer ist, sobald die Forschung anwendungsbezogener wird.
Es kann festgehalten werden, dass der Trend im Bereich der Grundlagenforschung Fullerene eher stagnierend ist, solange es nicht zu fundamentalen neueren Forschungsergebnissen kommt. Es ist anzunehmen, dass der Trend im Bereich der Kohlenstoffröhrchen anhält, sodass zunächst noch eine Steigerung der Veröffentlichungen zu erwarten ist, bis die wissenschaftliche Entwicklung ausgereizt ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Relevanz der Trendforschung für Unternehmen im Zeitalter des Wissens und postuliert, dass die Identifikation schwacher Signale für den langfristigen Erfolg entscheidend ist.
2. Was ist ein Trend?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Trend durch verschiedene Verständnisbilder (mathematisch, sozioökonomisch, phänomenal, populär) und grenzt die Begriffe Identifizierung und Bewertung von Trends voneinander ab.
3. Systematisierung von Methoden: Das Kapitel führt in die Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen Methoden der Zukunftsforschung ein und begründet die methodische Auswahl für die Arbeit.
4. Methoden: Hier werden ausgewählte Methoden (Bibliometrie, Patentanalyse, Technologielebenszyklen, Delphi-Methode, Szenariotechnik) detailliert vorgestellt, erläutert und jeweils hinsichtlich ihrer Eignung für die Trendforschung analysiert.
5. Kategorisierung der Methoden: In diesem Teil werden die vorgestellten Methoden systematisch in Bezug auf ihre Eignung, Ressourcenintensität, zeitliche Perspektive und Anwendungsbreite bewertet und miteinander verglichen.
6. Aktuelle Entwicklungen: Das Kapitel beleuchtet den wachsenden Markt für Think-Tanks und Zukunftsforschung in Deutschland und zeigt den Stellenwert dieser Forschung in großen Konzernen auf.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass sich Zukunfts- und Trendforschung dauerhaft etablieren, wobei eine Kombination verschiedener Methoden für eine präzise Trendbeurteilung empfohlen wird.
Trendforschung, Zukunftsforschung, Bibliometrie, Patentanalyse, Technologielebenszyklus, Delphi-Methode, Szenariotechnik, Schwache Signale, Unternehmensplanung, Innovationsmanagement, Wettbewerbsvorteil, Trendidentifikation, Trendbewertung, Quantitative Methoden, Qualitative Methoden
Die Arbeit befasst sich mit Methoden zur Identifikation und Bewertung von technologischen und gesellschaftlichen Trends für den Einsatz in Unternehmen.
Die zentralen Felder umfassen bibliometrische Analysen, Patentanalysen, Modelle der Technologielebenszyklen sowie die Delphi-Methode und Szenariotechnik.
Das Ziel ist es, einen Überblick über Methoden zu geben und diese so zu kategorisieren, dass sie Unternehmen als praktische Entscheidungshilfe bei der Strategieplanung dienen können.
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, kombiniert mit einer systematischen Kategorisierung und dem Vergleich der Methoden anhand definierter Kriterien wie Kosten, Zeitaufwand und Eignung.
Der Hauptteil beschreibt die einzelnen Methoden, deren historische Entwicklung, Funktionsweise sowie deren spezifische Vor- und Nachteile in Bezug auf die Trendidentifikation.
Wichtige Begriffe sind Trendforschung, Bibliometrie, Patentanalyse, Szenariotechnik und Technologielebenszyklen.
Die Patentanalyse gilt als sehr wertvoller Indikator, da sie frühzeitig Hinweise auf technische Entwicklungen gibt, die erst Jahre später Marktreife erlangen, sofern man die branchenspezifischen Schutzstrategien berücksichtigt.
Da jede Methode spezifische Schwächen hat (z.B. bibliometrische Daten sind vergangenheitsorientiert, Szenarien sind subjektiv), führt die Kombination (z.B. Bibliometrie plus Expertenbefragung) zu einer robusteren und objektiveren Einschätzung der Zukunft.
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