Fachbuch, 2011
125 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Selbstkonzept
2.1.1 Forschungsstand
2.1.2 Definition
2.1.3 Strukturierung
2.1.3.1 Modell nach Shavelson et al.
2.1.4 Entwicklung und Beeinflussung
2.1.5 Diagnostik
2.1.6 Selbstkonzept und Persönlichkeit
2.1.7 Selbstkonzept und Identität
2.1.8 Selbstkonzept und Gesundheit
2.1.9 Geschlechtsspezifität
2.2 Körperkonzept als Teil des Selbstkonzeptes
2.3 Fokus: Selbstkonzept und Sport
2.3.1 Forschungsstand
2.3.2 Diagnostik
2.3.3 Sport und Selbstkonzeptentwicklung
2.3.3.1 Sonstroems & Morgans EXSEM-Modell
2.3.4 Sport und Persönlichkeit
2.3.5 Resümee
2.4 Fokus: Selbstkonzept im Kindesalter
2.4.1 Forschungsstand
2.4.2 Diagnostik
2.4.3 Resümee
2.5 Fokus: Selbstkonzept und Sport im Kindesalter
2.5.1 Exkurs: Sport im Kindesalter
2.5.2 Forschungsstand
2.5.3 Diagnostik
2.5.4 Resümee
3 Zusammenfassung Theoretischer Teil und Ausblick
3.1 Zusammenfassung Theoretischer Teil
3.2 Ziel der vorliegenden Arbeit
4 Empirische Untersuchung
4.1 Untersuchungsziel
4.2 Hypothesen
4.3 Methodik
4.3.1 Beschreibung der Stichprobe
4.3.2 Untersuchungsdesign
4.3.3 Profilbeschreibung der Sportarten
4.3.4 Beschreibung der Intervention
4.3.5 Wahl des diagnostischen Mittels
4.3.5.1 Frankfurter Kinder-Selbstkonzept-Inventar
4.3.5.1.1 Gütekriterien
4.3.5.1.2 Bisherige Untersuchungen
4.4 Durchführung und Wahl des statistischen Tests
5 Ergebnisse
5.1 Deskriptive Daten
5.2 Korrelative Daten
6 Methodenkritik
7 Diskussion
7.1 Hypothese 1
7.2 Hypothese 2
7.3 Hypothese 3
7.4 Zusammenfassung und Einordnung in die Forschungslandschaft
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von sportlicher Betätigung auf die Selbstkonzeptentwicklung bei Kindern im Alter von vier bis sieben Jahren, wobei insbesondere die Unterschiede zwischen Individual- und Mannschaftssportarten analysiert werden.
1 Einleitung
Die heutige Gesellschaft scheint sich, begünstigt durch Technisierung und Globalisierung, schneller zu entwickeln und den Menschen mehr Möglichkeiten zu geben ihren Lebensraum zu gestalten, als in den Jahren zuvor (siehe auch Wehrmann, 2010, S.44f). Dies zieht aufgrund des Überangebots an Möglichkeiten auch die Suche nach Erfahrungsräumen nach sich: Der Mensch muss sich ausprobieren können.
Nach Stelter (1996) ist „...in diesem Zusammenhang [...] zu vermuten, dass der Sport – wie auch andere nicht-sportliche Freizeitaktivitäten, Mode oder Wohnungsinterieur – zu einem Lebensraum wird, in dem die Person ihre Identität neu erlangen kann“ (S. 12).
Der Autor spricht von Identität und geht in seinem Buch an späterer Stelle noch sehr ausführlich darauf ein, dass dieser Begriff mit dem Selbstkonzept sowie der Persönlichkeit sehr eng verbunden ist.
Das psychologische/philosophische Konstrukt Selbstkonzept wird unter anderem als Abbild und Erklärungsansatz der individuellen Persönlichkeit gesehen, welches letztendlich die Identität eines Menschen ausmacht. Jedoch wird schnell eine viel zitierte (Shavelson, 1976; Mummendey, 1987 & 1995; Conzelmann, 2001) „Unübersichtlichkeit“, auch im Zusammenhang mit dem Begriff Identität, in der Literatur ersichtlich. Aus diesem Grunde sollen in dieser Arbeit in gesonderten Punkten auf die Trias Selbstkonzept-Persönlichkeit-Identität eingegangen werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Selbstkonzepts in der modernen Gesellschaft ein und begründet die Notwendigkeit der Untersuchung bei Kindern.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Konstrukte Selbstkonzept, Persönlichkeit und Identität sowie deren wechselseitige Bedeutung im Kontext von Sport und kindlicher Entwicklung.
3 Zusammenfassung Theoretischer Teil und Ausblick: Hier wird der theoretische Forschungsstand zusammengefasst und das explizite Ziel der vorliegenden Studie abgeleitet.
4 Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe sowie die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung und -auswertung.
5 Ergebnisse: Die deskriptiven und korrelativen Daten der einjährigen Längsschnittstudie werden hier detailliert präsentiert.
6 Methodenkritik: Eine kritische Reflexion des Studiendesigns, der Stichprobe und der diagnostischen Instrumente unter Berücksichtigung des Alters der Probanden.
7 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, mit den Hypothesen abgeglichen und in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs eingeordnet.
Selbstkonzept, Kindersport, Identität, Persönlichkeitsentwicklung, Individualsport, Mannschaftssport, Sportpädagogik, Längsschnittstudie, Frankfurter Kinder-Selbstkonzept-Inventar, Körperkonzept, Sportpsychologie, Kindesalter, Salutogenese.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Ausübung verschiedener Sportarten – unterteilt in Individual- und Mannschaftssport – auf die Entwicklung des Selbstkonzepts bei Kindern im Vorschul- und frühen Grundschulalter auswirkt.
Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretische Einordnung des Selbstkonzepts, die Auswirkungen körperlicher Aktivität auf die psychische Gesundheit und Identitätsentwicklung sowie die sportpädagogische Relevanz von Sport im Kindesalter.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer einjährigen Längsschnittstudie zu analysieren, ob und wie sportliche Interventionen bei vier- bis siebenjährigen Kindern das Selbstkonzept verändern und ob Unterschiede zwischen Individual- und Mannschaftssport existieren.
Die Arbeit nutzt ein quasi-experimentelles Längsschnittdesign, bei dem 33 Kinder über einen Zeitraum von einem Jahr befragt wurden. Als diagnostisches Mittel wurde das Frankfurter Kinder-Selbstkonzept-Inventar eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfangreichen theoretischen Teil, der das Selbstkonzept fundiert, und einen empirischen Teil, der das methodische Vorgehen, die statistische Auswertung und die kritische Diskussion der Ergebnisse beinhaltet.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Selbstkonzept, Kindersport, Identität, Persönlichkeitsentwicklung, Sportpsychologie und die spezifische Untersuchung von Individual- im Vergleich zu Mannschaftssport.
Das Inventar ermöglicht eine differenzierte Erfassung des Selbstkonzepts bei jüngeren Kindern. Da Kinder in diesem Alter noch nicht über eine voll ausgereifte Metakognition verfügen, dient das Instrument als strukturierte Möglichkeit zur subjektiven Selbsteinschätzung.
Der Autor diskutiert den Fischteicheffekt im Zusammenhang mit der sportlichen Leistung und der sozialen Vergleichsgruppe, wobei die Stabilität dieser Effekte bei Kindern als pädagogisch bedeutsam für die Gestaltung des Kindersports hervorgehoben wird.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kinder, die Mannschaftssport betreiben, über den Untersuchungszeitraum eher positive Entwicklungen in verschiedenen Subskalen des Selbstkonzepts zeigten, während im Individualsport teilweise eine Stagnation oder Rückgänge zu verzeichnen waren.
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