Bachelorarbeit, 2011
62 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Kreislaufwirtschaft
2.1 Grundlagen der Kreislaufwirtschaft
2.1.1 Entwicklung und Konzept der Kreislaufwirtschaft
2.1.2 Recyclinggedanke
2.1.3 Kreislaufwirtschafts-/Abfallgesetz
2.1.3.1 Einführung
2.1.3.2 Definition des Abfalls
2.1.3.3 Grundsätze der Kreislaufwirtschaft
2.1.3.4 Produktverantwortung
2.1.3.5 Entsorgung
2.2 Entsorgungslogistik
2.2.1 Einordnung in die Unternehmenslogistik und Entsorgung
2.2.2 Closed-Loop Supply Chain
2.2.3 Interne und externe Entsorgungslogistik
2.2.4 Entsorgungskosten und Ökobilanzierung
3 Aspekte des Elektro- und Elektronikschrotts
3.1 Definition
3.2 Menge, Klassifizierung und Zusammensetzung von Elektronikschrott
3.2.1 Mengenaufkommen und Zusammensetzung
3.2.2 Stoffliche Zusammensetzung und Toxizität
3.3 Elektro- und Elektronikgesetz
3.3.1 Einführung und Ziele
3.3.2 Recyclinggerechte Produktgestaltung und Stoffverbote
3.3.3 Herstellerpflichten und gemeinsame Stelle
3.3.4 Verwertungsmengen
3.3.5 Kritische Betrachtung des ElektroG
4 Prozesse der Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten
4.1 Einführung
4.2 Sammlung und Rücknahmemöglichkeiten
4.2.1 Sammlungssysteme
4.2.2 Sammlung durch öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger
4.2.3 Freiwillige Rücknahme durch Hersteller und Händler
4.3 Konzepte der Abholung
4.3.1 Allgemeine Pflichten bei der Abholung
4.3.2 Organisatorische Möglichkeiten der Abholung und Behandlung
4.3.3 Netzwerk der Recyclingdienstleister
4.4 Behandlung und Verwertung
4.4.1 Gesetzliche Grundlagen und Vorbehandlung
4.4.2 Demontage
4.4.3 Remanufacturing
4.4.4 Verwertung und Wiedereinsteuerung
4.5 Zusammenfassende Übersicht
5 Zusammenfassung und Bewertung
Die Arbeit untersucht das Kreislaufwirtschaftssystem für Elektro- und Elektronikaltgeräte in Deutschland unter Berücksichtigung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG), um die logistischen Prozesse und Rückführungsmöglichkeiten effizient darzustellen.
3.3.1 Einführung und Ziele
Bereits im Jahre 1991 war der Gesetzgebung die Problematik der Entsorgung von Elektro(nik)geräten bekannt. Erste Entwürfe einer Elektronikschrott-Verordnung wurden in den 90er Jahren entwickelt, erweitert und verändert und schließlich wieder verworfen, da viele Punkte – darunter vor allem die Einbeziehung gleichartiger Elektro(nik)altgeräte in die Rücknahmepflicht der Hersteller – umstritten waren und keine Einigung auf nationaler Ebene erzielt werden konnte. Einige Entwürfe, wie z. B. die IT-Altgeräte-Verordnung von 1998, zeigten bereits viele Parallelen zum heutigen ElektroG. Um jedoch eine akzeptable Lösung zu finden, entschied man sich letztendlich dazu, sich gesetzlich an zwei Richtlinien der Europäischen Kommission zu orientieren.
Diese beiden Richtlinien wurden 2003 eingeführt. Zum einen die Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS), zum anderen die Richtlinie über Elektro- und Elektronikaltgeräte (WEEE), in der die drei Hierarchiestufen der Abfallwirtschaft für die Elektro(nik)industrie übernommen werden. Mit dem ElektroG wurden schließlich beide EU-Richtlinien in deutsches Recht umgesetzt.
Das seit Ende 2006 vollständig gültige ElektroG setzt die individuelle Produktverantwortung der Hersteller aus § 22 KrW-/AbfG für Elektro(nik)geräte um. Außerdem sollen im Rahmen von RoHS Schadstoffe in Elektro(nik)altgeräten verringert bzw. verboten werden und durchschnittlich mindestens vier Kilogramm Altgeräte aus privaten Haushalten pro Einwohner und Jahr gesammelt werden. Die oben genannte Rücknahmepflicht der Hersteller für gleichartige Elektro(nik)altgeräte wurde ebenfalls übernommen. Damit müssen Hersteller auch fremde gleichartige Altgeräte zurücknehmen.
Bei den Altgeräten wird eine gesetzliche Trennung zwischen Geräten veranlasst, die vor sowie nach dem 23.11.2005 in Verkehr gebracht wurden. Diese Geräte werden als historische bzw. neue Altgeräte betrachtet. Aus Vereinfachungsgründen wird dieser Aspekt jedoch nicht weiter betrachtet.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit im Kontext des ElektroG.
2 Kreislaufwirtschaft: Erläuterung der Grundlagen der Kreislaufwirtschaft, der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der Entsorgungslogistik.
3 Aspekte des Elektro- und Elektronikschrotts: Analyse der Definition, Zusammensetzung von Elektroschrott sowie der gesetzlichen Vorgaben durch das ElektroG.
4 Prozesse der Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten: Detaillierte Darstellung der Sammel-, Abhol-, Behandlungs- und Verwertungsprozesse im Rahmen von Redistributionssystemen.
5 Zusammenfassung und Bewertung: Fazit zur Effizienz der bestehenden Kreislaufwirtschaftsprozesse und Bewertung der aktuellen gesetzlichen Regelungen.
Elektroaltgeräte, Kreislaufwirtschaft, Entsorgungslogistik, ElektroG, Recycling, Produktverantwortung, WEEE, RoHS, Redistributionssystem, Stoffkreislauf, Abfallentsorgung, Sammlungssysteme, Behandlungsnetzwerke, Materialrecycling, Elektronikschrott.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Kreislaufwirtschaftssystem von Elektro- und Elektronikaltgeräten und analysiert die dabei anfallenden logistischen und entsorgungstechnischen Prozesse.
Die zentralen Felder umfassen die gesetzlichen Rahmenbedingungen durch das ElektroG, die logistischen Herausforderungen der Entsorgung sowie die technischen Verfahren bei der Behandlung und Verwertung von Altgeräten.
Ziel ist die Darstellung der Prozesse und Rückführungsmöglichkeiten bei der Entsorgung von Altgeräten im Kreislaufwirtschaftssystem der Elektro- und Elektronikindustrie.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Gesetzesvorgaben, um die Prozesse der Entsorgungslogistik fundiert zu beschreiben.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Kreislaufwirtschaft, die stoffliche Analyse von Elektronikschrott, die rechtliche Einordnung durch das ElektroG sowie die detaillierte Prozesskette von der Sammlung bis zur Verwertung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Elektroaltgeräte, Entsorgungslogistik, Produktverantwortung und Recyclingnetzwerke definiert.
Der Autor kritisiert die gesetzliche Vorgabe von vier Kilogramm pro Einwohner und Jahr als zu gering, da in der Praxis bereits deutlich höhere Sammelmengen erreicht wurden.
Ein kritisches Problem ist die "geteilte Produktverantwortung", da Hersteller in kollektiven Systemen den Anteil eigener Altgeräte nicht beeinflussen können und auch fremde Geräte mitentsorgen müssen.
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