Magisterarbeit, 2005
110 Seiten, Note: 2,0
0. VORWORT
TEIL I:
1. EINLEITUNG
2. VON NIZZA BIS ZUM VERFASSUNGSKONVENT – EIN KURZER ABRISS
3. FORSCHUNGSSTAND
3.1. ÜBERBLICK ÜBER DEN STAND DER FORSCHUNG ZUM THEMA
3.2 KONSEQUENZEN FÜR DIE EIGENE ARBEIT
4. DER LERNTHEORETISCHE ANSATZ
4.1. ANFORDERUNGEN DES ANALYTISCHEN ANSATZES ZUR BEARBEITUNG DER FORSCHUNGSFRAGE
4.2. EINE KURZE DISKUSSION DER EINZELNEN THEORIESTRÄNGE
4.2.1. Das ‚political learning’-Modell von Heclo
4.2.2. Das policy-orientierte Lernmodell von Sabatier
4.3. AUSWAHL DES LERNTHEORETISCHEN ANSATZES VON SABATIER
TEIL II: DER VERFASSUNGSGEBUNGSPROZESS DER EUROPÄISCHEN UNION - BESCHREIBUNG, ERKLÄRUNG UND ANALYSE -
5. DER EU-VERFASSUNGSGEBUNGSPROZESS – BESCHREIBUNG UND ERKLÄRUNG DER REALITÄT IM CHRONOLOGISCHEN ZEITABLAUF
5.1. DIE KONVENTSPHASE
5.1.1. Die Konventsebene
5.1.1.1. Der institutionelle Rahmen und das Mandat des Verfassungskonvents
5.1.1.2. Charakteristika der politischen Akteure und der Akteursbeziehungen
5.1.1.3. Dominante Politikfelder
5.1.1.4. Koalitionsbildung und wahrgenommene Rolle
5.1.2. Die Nationale Ebene
5.1.2.1. Wahrnehmung in der polnischen Öffentlichkeit
5.1.2.2. Nationale Debatte der politischen Eliten
5.1.3. Evaluation
5.2. DIE REGIERUNGSKONFERENZPHASE I – ITALIENISCHE EU-RATSPRÄSIDENTSCHAFT
5.2.1. Die Regierungskonferenzebene
5.2.1.1. Institutionelle Rahmen
5.2.1.2. Charakteristika der politischen Akteure und Akteursbeziehungen
5.2.1.3. Dominante Politikfelder
5.2.1.4. Koalitionsbildung
5.2.2. Nationale Ebene
5.2.2.1. Wahrnehmung in der polnischen Öffentlichkeit
5.2.2.2. Nationale Debatte der politischen Eliten
5.2.3. Evaluation der ersten Regierungskonferenzphase
5.3. DIE REGIERUNGSKONFERENZPHASE II – IRISCHE RATSPRÄSIDENTSCHAFT
5.3.1. Die Regierungskonferenzebene
5.3.1.1. Charakteristika der politischen Akteure und der Akteursbeziehungen
5.3.1.2. Dominante Politikfelder
5.3.1.3. Koalitionsbildung
5.3.2. Nationale Ebene
5.3.2.1. Wahrnehmung in der polnischen Öffentlichkeit
5.3.2.2. Nationale Debatte der politischen Eliten
5.3.3. Evaluation der zweiten Regierungskonferenzphase
6. LERNTHEORETISCHE ANALYSE
6.1. HYPOTHESENBILDUNG UND DEFINITIONENBILDUNG
6.2. ANWENDUNG DES LERNTHEORETISCHEN MODELLS VON SABATIER AUF DAS UNTERSUCHUNGSTHEMA
6.2.1. Einordnung in das Analyseraster
6.2.2. Die Regierungskonferenz unter der iatlienischen Ratspräsidentschaft
6.2.3. Die Regierungskonferenz unter der irischen Ratspräsidentschaft
7. FAZIT: LERNTHEORETISCHE ANALYSE DER ROLLE DER BEITRITTSKANDIDATEN IM EU – VERFASSUNGSGEBUNGSPROZESS AM BEISPIEL POLENS
7.1. ANWENDBARKEIT DES THEORIEANSATZES
7.2. ROLLE POLENS IM INTEGRATIONSPROZESS DER EUROPÄISCHEN UNION
7.3. BEDEUTUNG FÜR DEN ERWEITERUNGSPROZESS
Die Arbeit untersucht die Rolle Polens als Beitrittskandidat während des EU-Verfassungsgebungsprozesses unter Anwendung einer lerntheoretischen Analyse. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Polen im Verfassungsgebungsprozess agierte, welche politikorientierten Lernprozesse sich identifizieren lassen und welchen Einfluss diese auf die zukünftige Rolle Polens sowie auf weitere EU-Erweiterungsrunden haben könnten.
5.1.1.1. Der institutionelle Rahmen und das Mandat des Verfassungskonvents
Die institutionellen Rahmenbedingungen und das Mandat des Verfassungskonvents wurden auf der Regierungskonferenz in Laeken am 14./15. Dezember 2001 vorgelegt, durch die Verabschiedung der Erklärung zur Zukunft der Europäischen Union. In dieser heißt es, die Europäische Union, die als Erfolgskonzept gesehen wird, befindet sich fünfzig Jahre nach seiner Gründung an einem Scheideweg, der nicht nur das Ende der Teilung des Nachkriegseuropas bedeutet, sondern eine Neuordnung des seit fünfzig Jahren verfolgten Konzeptes: Die Erweiterung der Europäische Union um 10 bis 13 weitere Staaten. Um der Herausforderung einer erweiterten Union gerecht zu werden wird eine bessere Verteilung und Abgrenzung der Zuständigkeiten, eine Vereinfachung der Instrumente der Union, mehr Demokratie, Transparenz und Effizienz, als auch eine Verfassung für die europäischen Bürger gefordert, die eine Vereinfachung und somit Revision der zur Zeit vier geltenden Verträge der Europäischen Union. In einem offenem Fragekatalog, wird das Mandat für den Verfassungskonvent festgeschrieben. Im dritten Teil der Erklärung wird ein Konvent zur Zukunft Europas einberufen, mit der Aufgabe, ‚die wesentlichen Fragen zu prüfen, welche die künftige Entwicklung der Union aufwirft, und sich um verschiedene mögliche Arbeiten zu bemühen.’
1. EINLEITUNG: Einführung in den historischen Kontext der EU-Erweiterung und die erstmalige Einbeziehung der Beitrittskandidatenländer in den EU-Verfassungsgebungsprozess.
2. VON NIZZA BIS ZUM VERFASSUNGSKONVENT – EIN KURZER ABRISS: Darstellung der Bemühungen zur institutionellen Reform der EU nach dem Vertrag von Nizza zur Vorbereitung auf die Osterweiterung.
3. FORSCHUNGSSTAND: Analyse der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur zum Thema und Ableitung der Konsequenzen für die eigene Forschungsarbeit.
4. DER LERNTHEORETISCHE ANSATZ: Theoretische Herleitung und Begründung der Wahl des politikorientierten Lernmodells von Paul A. Sabatier für die Analyse.
5. DER EU-VERFASSUNGSGEBUNGSPROZESS – BESCHREIBUNG UND ERKLÄRUNG DER REALITÄT IM CHRONOLOGISCHEN ZEITABLAUF: Detaillierte empirische Aufarbeitung der Konventsphase sowie der beiden Regierungskonferenzphasen unter italienischer und irischer Präsidentschaft.
6. LERNTHEORETISCHE ANALYSE: Anwendung des gewählten Modells auf die empirischen Daten zur Bewertung der Lernprozesse der polnischen Delegation.
7. FAZIT: LERNTHEORETISCHE ANALYSE DER ROLLE DER BEITRITTSKANDIDATEN IM EU – VERFASSUNGSGEBUNGSPROZESS AM BEISPIEL POLENS: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit des Theorieansatzes und Ausblick auf die Rolle Polens und die Erweiterungspolitik.
Polen, EU-Verfassungsgebungsprozess, Verfassungskonvent, Beitrittskandidaten, Nizza-Vertrag, qualifizierte Mehrheit, Regierungskonferenz, EU-Erweiterung, Sabatier, politikorientiertes Lernen, politische Souveränität, Institutionenreform, EU-Ratspräsidentschaft, Integrationsprozess, politische Eliten.
Die Magisterarbeit untersucht die aktive Rolle Polens während des Prozesses zur Erarbeitung einer europäischen Verfassung, insbesondere die Teilnahme polnischer Akteure am Konvent und den Regierungskonferenzen.
Zentral sind die institutionellen Reformen der EU, die Debatten um Abstimmungsmechanismen (Stichwort: Nizza versus doppelte Mehrheit) und die Wahrnehmung nationaler Souveränität.
Das Ziel ist es, durch die Brille der lerntheoretischen Analyse zu verstehen, wie Polen als neuer Akteur agierte und ob sich bei den polnischen politischen Eliten Lernprozesse hinsichtlich ihrer europäischen Integrationspolitik nachweisen lassen.
Die Arbeit stützt sich auf ein lerntheoretisches Analyseraster, basierend auf dem Modell von Paul A. Sabatier (Advocacy-Coalition-Framework), um Politikwandel und Lernprozesse zu untersuchen.
Der Hauptteil liefert eine detaillierte chronologische Rekonstruktion der Ereignisse vom Konvent über die italienische bis hin zur irischen Ratspräsidentschaft, ergänzt durch Analysen der polnischen öffentlichen Meinung und politischen Debatte.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "EU-Verfassungsgebung", "Polen", "Nizza-Vertrag", "Politikwandel" und "Lernprozesse" definiert.
Der Vertrag von Nizza wird als das Symbol der polnischen Verhandlungsmacht und Souveränität betrachtet; seine potenzielle Änderung war der Hauptauslöser für die harte Konfrontationshaltung Polens.
Die Arbeit zeigt einen Wandel von einer blockierenden Position (unter Miller) hin zu einer kooperativeren, kompromissorientierten Haltung (unter Belka) auf, was als ein Indikator für einen politikorientierten Lernprozess gewertet wird.
Während die italienische Präsidentschaft durch ein Konfrontationsklima gekennzeichnet war, begünstigte die irische Präsidentschaft durch eine auf bilateralem Dialog basierende Vermittlungsstrategie die Einigungsfähigkeit.
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