Bachelorarbeit, 2011
118 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Sustainability
2.1 Historische Entwicklung der Nachhaltigkeit
2.2 Weitere Modelle unternehmerischer Verantwortung
2.3 Modell der Nachhaltigkeit im Unternehmenskontext
2.3.1 Grundgedanke der Nachhaltigkeit
2.3.2. Weiterentwicklung des Drei-Säulen-Modells
2.3.3 Bedeutung der Kernbereiche der Nachhaltigkeit
2.4. Zwischenfazit zur Nachhaltigkeit
3 Branche der Energieversorgungsunternehmen
3.1. Energiewirtschaft und Energieversorgung
3.2. Energieversorgung in Zahlen
3.3. Verantwortung und Herausforderungen von Energieversorgern
4 Sustainability Reporting
4.1. Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
4.2. Ursachen und Wirkungen des Sustainabiltiy Reportings
4.3. Gegenwärtige und zukünftige Anwendung von Sustainability Reporting
4.4. Richtlinien der GRI zum Sustainability Reporting
4.4.1. Praxisrelevanz der GRI
4.4.2. Berichtserstattungsgrundsätze der GRI
4.4.3. GRI- Standardangaben
4.4.4. Electric Utilities Sector Supplement
5. Analytische Vorgehensweise
5.1. Datengrundlage der Analyse
5.2. Auswahl der berichtenden Unternehmen
5.3. Analyse der Nachhaltigkeitsberichte
5.3.1 Indikatoren zur Unternehmensdarstellung und formalen Aspekten
5.3.2 Ökonomische Indikatoren
5.3.3 Ökologische Indikatoren
5.3.4 Soziale Indikatoren
5.4 Bewertung und Gewichtung
6. Ergebnisse der Analyse
6.1 Häufigkeit der Berichte
6.2. Auswertung der Printberichte
6.2.1. Printberichte der großen Unternehmen
6.2.2. Printberichte der mittelgroßen Unternehmen
6.2.3. Weitere Ergebnisse
6.3. Auswertung der Onlineberichte
7. Fazit
Die Arbeit analysiert kritisch das Nachhaltigkeitsreporting von Energieversorgungsunternehmen auf dem deutschen Markt, um den Umfang und die Qualität der Berichterstattung zu untersuchen und Empfehlungen für eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie abzuleiten.
3.1. Energiewirtschaft und Energieversorgung
Der Begriff der Energiewirtschaft (EW), also die Branche in der sich die Energieversorgungsunternehmen bewegen, umfasst im weitesten Sinne alle Unternehmen, welche im Bereich der Energie tätig sind. Allen voran stellen die Energieversorger den größten Teil der EW dar. Sehr abstrakt formuliert, sorgen die Energieversorger für die Umwandlung von Primärenergie (z.B. Öl, Gas, Kernenergie) in Sekundär- bzw. End- und Nutzenergie (Strom und Wärme) und stellen die Zustellung dieser sicher. Der Rest der Branche setzt sich zu wesentlichen Teilen aus Zulieferunternehmen zusammen, welche aber keinen direkten Einfluss auf die Energieversorgung besitzen.
Eine allgemeingültige Definition der Energieversorger ist nicht existent. Der Begriff wurde erstmalig im Jahre 1935 durch die Reichsregierung im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) definiert und umfasst die Elektrizitäts- und Gasversorgung, die unter Aufsicht des deutschen Reiches steht. Diese Definition ist im Kern auch in der Überarbeitung des EnWG im Jahre 2011 enthalten. Das Verständnis des Gesetzes wird jedoch um den Zweck der Energieversorgung erweitert, d.h. der Energieversorger steht in der Verantwortung die Energie kostengünstig, sicher, effektiv, verbraucherfreundlich und umweltfreundlich zur Verfügung zu stellen. Das Statistische Bundesamt erweitert diese Definition um die Wärme- und Kälteversorger.
Alternativ hierzu kann die EW in Angebots- und Nachfrageseite aufgeteilt werden. Auf der Angebotsseite die Förderung bzw. der Import und die Umwandlung von Energieträgern sowie die Lagerung und der Transport. Die Nachfrageseite umfasst die Bereitstellung nutzbarer Energie, wie z.B. Strom und Gas, für Haushalte, Gewerbe und Industrie.
Gesamtwirtschaftlich gesehen sind die Energieversorger von entscheidender Bedeutung. HUHN und HARTMANN stellen in ihrer Studie im Jahr 2009 fest, dass knapp 40% der Weltwirtschaft von der EW abhängig ist. Branchen, für die Energie zu den strategisch wichtigen Wettbewerbsfaktoren zählt, sind laut ihren Ergebnissen:
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Nachhaltigkeit für Energieversorger und stellt das Ziel der Arbeit vor, den Umfang der Nachhaltigkeitsberichterstattung in Deutschland zu untersuchen.
2 Sustainability: Dieses Kapitel definiert den Nachhaltigkeitsbegriff und erläutert verschiedene Modelle unternehmerischer Verantwortung sowie deren Anwendung im Unternehmenskontext.
3 Branche der Energieversorgungsunternehmen: Hier werden die Energiewirtschaft, die Struktur der Energieversorgung in Deutschland und die spezifischen Herausforderungen für Versorger im Markt und durch gesetzliche Rahmenbedingungen beschrieben.
4 Sustainability Reporting: Das Kapitel bietet einen Einblick in die Methoden, Ursachen und Wirkungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung unter besonderer Berücksichtigung der GRI-Richtlinien.
5. Analytische Vorgehensweise: Es wird die Methodik der Untersuchung dargelegt, die auf einer Stichprobe von 70 Unternehmen und der Analyse von Print- und Online-Berichten anhand spezifischer Indikatoren basiert.
6. Ergebnisse der Analyse: In diesem Teil werden die Daten der Berichterstattung ausgewertet und unter anderem Einflüsse von GRI-Richtlinien sowie die Qualität der Print- und Online-Berichte verglichen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Defizite in der aktuellen Berichterstattung zusammen und leitet Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten und eine verbesserte Unternehmenskommunikation ab.
Nachhaltigkeit, Sustainability Reporting, Energieversorgungsunternehmen, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Global Reporting Initiative, Energiewirtschaft, Unternehmensverantwortung, Stakeholder-Value, Tripple Bottom Line, CSR, Nachhaltigkeitsdreieck, Energieversorgung, Umweltmanagement, Klimaschutz, Berichtsqualität.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Nachhaltigkeitsberichterstattung deutscher Energieversorgungsunternehmen, um den Status quo der Branche in Bezug auf Transparenz und Qualität ihrer Nachhaltigkeitskommunikation zu evaluieren.
Die zentralen Themen sind Nachhaltigkeitsmodelle, die Spezifika der Energiewirtschaft, Anforderungen an ein professionelles Sustainability Reporting und die Anwendung internationaler Standards wie der GRI-Leitlinien.
Die Hauptforschungsfrage zielt darauf ab, inwieweit deutsche Energieversorger über ihre Nachhaltigkeitsleistungen berichten und in welchem Umfang diese Berichterstattung tatsächlich stattfindet.
Der Autor führt eine deduktive Analyse durch. Dazu wurden 70 Energieversorger ausgewählt, deren Print- und Online-Berichte mittels eines Kriterienkatalogs (115 Indikatoren) auf Qualität, Umfang und Vollständigkeit hin untersucht und bewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Nachhaltigkeitskonzepten, eine Beschreibung der Branche, eine detaillierte Erläuterung der Reporting-Methodik sowie die Auswertung der Analyseergebnisse für Print- und Online-Berichte.
Die wichtigsten Begriffe sind Nachhaltigkeitsbericht, Energieversorger, GRI-Richtlinien, Corporate Social Responsibility und die ganzheitliche Messung von Nachhaltigkeitsleistungen im Unternehmenskontext.
Die Analyse zeigt, dass Online-Berichte oft umfangreicher sind und Unternehmen, die bereits in Printform gut berichten, auch im Internet eine detailliertere Darstellung wählen, was die verbesserte Punktzahl erklärt.
Bei kleinen Energieversorgern ist die Berichtsquote extrem gering bis nicht vorhanden, was auf eine Konzentration des Nachhaltigkeitsreportings auf große Marktakteure hindeutet.
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