Bachelorarbeit, 2010
66 Seiten, Note: 1,7
1. Hinweise zu dieser Arbeit
1.1 Abgrenzung zur Filmanalyse
1.2 Stil der Arbeit
1.3 Kreative Beteiligung Dritter
1.4 Aufbau und Gewichtung der einzelnen Bereiche
1.5 Navigation innerhalb des Films
1.6 Vorbereitung zur Lektüre
1.7 Warnung
2. Einführung
2.1 Die Handlung von Torn
2.2 Die Idee hinter Torn
2.3 Der Symbolismus in Torn
3. Symbolismus durch Montage: Assoziations- und Kontrastmontage
3.1 Assoziative Montage
3.1.1 Darstellung der beiden Protagonisten innerhalb der Traumwelt
3.1.2 Darstellung der Umgebung innerhalb der Traumwelt
3.1.3 Der Übergang – Intention der Montagesequenz
3.2 Kontrastmontage – Unsichtbarer Schnitt vs. Sichtbarer Schnitt
3.2.1 Schuss-Gegenschuss-Verfahren
3.2.2 Schnitt in der Bewegung
3.2.3 Keine leeren Bilder
3.2.4 Keine Achsensprünge
3.2.4.1 Falsche Bewegungsrichtung
3.2.4.2 Die 180 Grad Regel
3.2.5 Keine Bildsprünge
3.2.5.1 Verstoß gegen die 30 Grad Regel
3.2.5.2 Das Prinzip von Schnittbildern
3.2.5.2.1 Der richtige Gebrauch von Schnittbildern
3.2.5.2.2 Der Verzicht auf Schnittbilder
3.3 Wiederholungen in Torn
4. Symbolismus durch Licht, Farbe und Ton
4.1 Die Beleuchtung
4.2 Die Farbgestaltung
4.3 Der Ton
4.3.1 O-Töne
4.3.2 Ton Effekte
4.3.3 Musik
5. Kalkulierter Symbolismus – Einschränkung und Fazit
5.1 Einschränkung
5.2 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung symbolischer Gestaltungsmöglichkeiten in der Filmproduktion anhand des Kurzfilms "Torn", wobei insbesondere der Einfluss von Montagetechniken auf die Wahrnehmung des Zuschauers analysiert und kritisch hinterfragt wird.
3.1.2 Darstellung der Umgebung innerhalb der Traumwelt
Gleich im ersten Bild, dem Kugelstoßpendel (00:05 – 00:14 – Abbildung 12), finden sich verschiedene symbolische Bedeutungen. Im letzten Unterpunkt habe ich bereits erklärt, dass die Inszenierung der ersten zwei Minuten das Hinübergleiten von Robert in die Hypnose verdeutlichen soll. Als Werkzeug diente dem Arzt dabei ein Kugelstoßpendel (schön am Ende des Films bei 12:04 zu erkennen).
Roberts Blick ist starr auf das Pendel gerichtet, während ihn die ruhige Stimme des Psychiaters in Schlaf versetzte. Und das Pendel ist auch das erste was er dort angekommen wahrnimmt, damit auch das erste was der Zuschauer zu sehen bekommt. Das Pendel kann aber gleichermaßen als Spiegelbild von Robert selbst gesehen werden. Unermüdlich schlagen die Kugeln gegeneinander ohne aus dem Takt zu geraten. So lebt auch Robert sein angepasstes Leben. Tag ein, Tag aus, dem immergleichen Ablauf folgend. Wie ein Rädchen im System, wie der Arzt später im Film anmerkt. Erst gegen Ende, als Robert endlich auszubrechen versucht, gerät das Pendel aus dem Takt und verdeutlicht damit Roberts geistige Wandlung.
Nachdem der Prozess dieses Hinübergleitens abgeschlossen ist, hat Roberts Unterbewusstsein nicht nur den Psychiater reproduziert sondern auch die Praxis von ihm, jenes Set das ich als Raum 1 bezeichne. Nun erst arbeitet der Film mit einer Totalen, die die Umgebung der beiden zeigt (ein so genannter „establishing shot“). Die Umgebung ist jetzt erst von Bedeutung, da das Unterbewusstsein sie jetzt erst erzeugt hat. Ähnlich wie Roberts angepasstes Selbst ist diese Praxis sehr bieder, farblos und unpersönlich.
1. Hinweise zu dieser Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise, die Ich-Form als Stilmittel sowie die kreative Einbindung Dritter in die Produktion.
2. Einführung: Hier erfolgt eine detaillierte Inhaltsangabe des Films "Torn", die Herleitung der Filmidee sowie eine theoretische Einordnung des Symbolismus.
3. Symbolismus durch Montage: Assoziations- und Kontrastmontage: Dieses zentrale Kapitel analysiert Montagetechniken im Vergleich zum Continuity Editing und verdeutlicht diese anhand der filmischen Struktur von "Torn".
4. Symbolismus durch Licht, Farbe und Ton: Das Kapitel befasst sich mit der atmosphärischen Gestaltung durch ästhetische Mittel wie Low-Key-Beleuchtung, gezielte Farbfilter und ein durchdachtes Sounddesign.
5. Kalkulierter Symbolismus – Einschränkung und Fazit: Eine kritische Reflexion des Autors über die bewusste Manipulation durch symbolische Überinterpretation und eine abschließende Zusammenfassung des Projekts.
Torn, Filmmontage, Symbolismus, Continuity Editing, Kontrastmontage, Assoziationsmontage, Continuity-rules, Jump Cuts, Filmgestaltung, Psyche, Traumwelt, Hypnose, Tonmontage, Bildsprung, Regie
Die Arbeit analysiert die symbolische Gestaltung des Kurzfilms "Torn", wobei der Fokus primär auf den verwendeten Montagetechniken und deren Wirkung auf den Zuschauer liegt.
Zentrale Themen sind die Anwendung und bewusste Brechung von Schnittregeln (Continuity Editing), der Einsatz von Assoziations- und Kontrastmontage sowie die Bedeutung von Licht, Farbe und Ton für die filmische Erzählung.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte filmische Formensprache über das reine Drehbuch hinaus psychologische Zustände wie Zerrissenheit und Manipulation vermittelt werden können.
Der Autor nutzt eine praxisorientierte Filmanalyse, bei der er seine eigene Regiearbeit und Montageentscheidungen anhand filmtheoretischer Fachliteratur reflektiert und kontextualisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Montageprinzipien, die Untersuchung der Licht- und Farbgestaltung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Tonmontage, immer bezogen auf spezifische Filmszenen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Filmmontage, Symbolismus, Continuity Editing, Kontrastmontage, Bildsprung und Filmgestaltung definiert.
Es ist essenziell, da der Autor hier offenlegt, dass ein Teil der symbolischen Interpretationen erst nachträglich entstand und die Zuschauer bewusst manipuliert wurden, um einen Sinn in das Werk hineinzuprojizieren.
Das Pendel dient als akustische und visuelle Klammer, die den psychischen Zustand Roberts und den Übergang zwischen Hypnose und Realität symbolisiert.
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