Forschungsarbeit, 1985
23 Seiten, Note: sehr gut
Die vorliegende Arbeit analysiert Schillers Drama "Die Jungfrau von Orleans" und untersucht die Rolle der Geschichte und die Darstellung der Heldin Johanna von Orleans. Die Analyse beleuchtet die komplexen Themen der historischen Notwendigkeit, der inneren Askese und der tragischen Strukturierung des menschlichen Schicksals.
Das erste Kapitel beleuchtet die zentrale Thematik der Geschichte in Schillers Dramen und stellt die Interpretation von Johanna von Orleans als ideale Gestalt in Frage. Es wird argumentiert, dass Johanna durch die historische Notwendigkeit zu grausamer Kriegsführung gezwungen wird und ihre Hingabe an die Idee der Freiheit durch die brutale Realität des Krieges deformiert wird.
Der Prolog des Dramas wird im zweiten Kapitel analysiert. Es wird die Idylle des Anfangs beschrieben, die durch den Krieg zerstört wird. Johanna wird als Außenseiterin dargestellt, die sich für ihre Aufgabe, das Vaterland zu retten, opfert. Die Erweckung der Heldin durch den Helm wird mit der des Demetrius in Schillers "Don Karlos" verglichen.
Die folgenden Kapitel analysieren die einzelnen Akte des Dramas und beleuchten die Entwicklung von Johannas Charakter, die Konflikte zwischen Krieg und Liebe, die Bedeutung der Gestik und die tragische Strukturierung des Stückes.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die dichterische Behandlung der Geschichte, die Darstellung von Johanna von Orleans als ideale Gestalt oder als von Notwendigkeiten deformierter Mensch, die innere Askese, die tragische Strukturierung des menschlichen Schicksals, die Verbindung von Geschichte und Mythos, die historische Notwendigkeit, die Rolle der Liebe und des Krieges, die Bedeutung der Gestik und die poetische Struktur des Schlusses.
Das zentrale Thema ist die Erfahrung von Geschichte und das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und historischer Notwendigkeit.
Sie wird als eine Figur analysiert, deren Hingabe an eine göttliche/politische Idee durch die Grausamkeit des Krieges deformiert wird.
Es beschreibt ihre radikale Abkehr von persönlichen Bedürfnissen und Gefühlen (wie der Liebe), um ihre missionarische Aufgabe im Krieg zu erfüllen.
Wegen der Verbindung von historischen Fakten mit mythischen Elementen, Wundern und der Betonung des Gefühls und der individuellen Bestimmung.
Der Helm dient als Symbol für Johannas Berufung und den Übergang von der ländlichen Idylle in die kriegerische historische Realität.
Sie hinterfragt, ob Johanna wirklich ein reines Ideal ist oder ob sie durch den Zwang zur Gewalt ihre Menschlichkeit einbüßt.
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