Examensarbeit, 2003
77 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung – zur Vorgehensweise
1. Rhythmus
1.1 Mensch und Rhythmus
1.1.1 Der natürliche Rhythmus
1.1.2 Der gesellschaftsbedingte Rhythmus
1.2 Etymologische Bedeutung des Rhythmus und seine Merkmale
1.3 Der musikalische Rhythmus
1.4 Rhythmus in der Pädagogik
2. Grundlagen zum Unterricht für das Musizieren auf Rhythmusinstrumenten an der Geistigbehindertenschule
2.1 Anriss der geschichtlichen Entwicklung
2.2 Personenkreis
2.2.1 Menschen mit geistiger Behinderung – ein Beschreibungsversuch
2.2.2 Der Begriff ´Geistige Behinderung`
2.3 Grundlegendes zum Unterricht
2.3.1 Unterrichtsform
2.3.2 Einordnung in den Stundenplan
2.3.3 Allgemeine Prinzipien des Unterrichtes
2.3.4 Didaktische Prinzipien nach Speck
2.4 Musikunterricht in der Geistigbehindertenschule
2.4.1 Musikalität
2.4.2 Einordnung des Musikunterrichtes in die Geistigbehindertenschule
2.4.3 Erziehung durch Musik – Erziehung zur Musik
2.4.4 Lage des Musikunterrichtes in der Geistigbehindertenschule
3. Rhythmusinstrumente
3.1 Eignung der Rhythmusinstrumente
3.2 Einteilung
3.3 Rhythmusinstrumentarien
3.3.1 Orff´sches Schulwerk
3.3.2 Afrikanische Rhythmusinstrumente
3.3.3 Vorschlag für eine mögliche Zusammensetzung
3.4 Die Conga
4. Förderbereiche – Heilpädagogische Wirkung des Trommelns
4.1 Sensomotorik
4.2 Körperliche Aspekte
4.3 Eigenwahrnehmung
4.4 Wahrnehmung des Instrumentes
4.5 Ausdruck
4.6 Wahrnehmung der anderen Gruppenmitglieder / Soziales Handeln
4.7 Selbstbestimmung
5. Trommeln im Unterricht
5.1 Rhythmusspiel
5.2 Vorgegebene Rhythmen
5.2.1 Erlernen des Rhythmus mit Notationen
5.2.3 Sprechsilben als Hilfe zum ´Erlernen` des Rhythmus
5.3 Improvisation
5.3.1 Improvisation als elementare Erfahrung
5.3.2 Improvisation beim Rhythmusspiel
5.4 Didaktische Prinzipien beim Umgang mit Rhythmusinstrumenten
5.4.1 Polarität als didaktisches Prinzip ?
5.4.2 Erfüllung der didaktischen Prinzipien nach Speck ?
6. Zusammenfassung und Ausblick im Gedankenstrom
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Musizierens auf Rhythmusinstrumenten – mit einem Fokus auf der Conga – als heilpädagogisches Mittel im Unterricht an der Geistigbehindertenschule, um durch ganzheitliche Ansätze persönliche und soziale Entwicklungsprozesse der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Die Conga
Die Conga wurde in Kapitel 3.3.2 zu den afrikanischen Trommeln gezählt. Sie hat ihre Ursprünge auch in Afrika, gelangte aber über den Sklavenhandel in der Kolonialzeit nach Kuba, verlagerte sich von dort aus auf den gesamten lateinamerikanischen Raum, in dem die Conga einen sehr hohen Stellenwert hat. Die Conga ist also ein sehr weit verbreitetes Rhythmusinstrument.
Zum bisher Gesagten fasse ich noch einmal zusammen: Die gesamten Ausführungen zur Eignung von Rhythmus instrumenten treffen vollständig auf die Conga zu.
Wenn Meyberg schreibt, dass Trommeln „wie eine Massage, die über die Hände den ganzen Körper und die Psyche des Menschen anspricht“ (MEYBERG 1984a, S.259) sei, dann betont er den Kontakt „der Haut zum Fell“ (MEYBERG 1990, S.201). Durch die Möglichkeit, die Trommel auf einem Ständer zu positionieren, entfallen Probleme einer Haltetechnik; außerdem kommt durch den offenen und großen Resonanzraum sehr schnell ein intensiver Klang zustande. Somit ist die Conga für den elementaren Umgang mit Rhythmusinstrumenten geeignet. Die einzige Einschränkung hierfür ist die Größe der Conga im Ständer, da die Conga auf Bauchnabelhöhe gespielt und somit eine bestimmte Körpergröße des Kindes vorausgesetzt werden muss.
0. Einleitung – zur Vorgehensweise: Der Autor erläutert die Relevanz des Themas für die Geistigbehindertenpädagogik und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
1. Rhythmus: Es werden die biologischen, gesellschaftlichen und musikalischen Aspekte des Phänomens Rhythmus sowie dessen pädagogische Bedeutung analysiert.
2. Grundlagen zum Unterricht für das Musizieren auf Rhythmusinstrumenten an der Geistigbehindertenschule: Dieses Kapitel beleuchtet den Personenkreis, die geschichtliche Entwicklung der Schulform und leitet grundlegende, auf Otto Speck basierende Unterrichtsprinzipien ab.
3. Rhythmusinstrumente: Der Autor untersucht die Eignung verschiedener Instrumente, differenziert zwischen Orff-Instrumentarium und afrikanischen Instrumenten und stellt einen Auswahlvorschlag für den Schulgebrauch zusammen.
4. Förderbereiche – Heilpädagogische Wirkung des Trommelns: Hier werden die Transfereffekte des Trommelns auf Sensomotorik, Eigenwahrnehmung, Ausdruck und das soziale Handeln der Schülerinnen und Schüler dargestellt.
5. Trommeln im Unterricht: Der Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung, insbesondere dem Einsatz von Sprechsilben, Notationen und der Bedeutung der Improvisation für den Unterrichtsprozess.
6. Zusammenfassung und Ausblick im Gedankenstrom: Der Autor resümiert die wesentlichen Erkenntnisse und formuliert eine hoffnungsvolle Perspektive für die Etablierung des Musikunterrichts im Schulalltag.
Rhythmus, Geistigbehindertenschule, Trommeln, Conga, Rhythmusinstrumente, Heilpädagogik, Sonderpädagogische Musikerziehung, Sensomotorik, Improvisation, Ganzheitlichkeit, Selbstbestimmung, Soziales Handeln, Musiktherapie.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Rhythmusinstrumenten, insbesondere der Conga, als musikpädagogisches und heilpädagogisches Medium im Unterricht mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Rhythmus, didaktische Grundlagen der Geistigbehindertenpädagogik, die heilpädagogische Wirkung des Trommelns und die praktische Gestaltung von Rhythmusunterricht.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Musizieren auf Rhythmusinstrumenten zur Persönlichkeitsstärkung, Wahrnehmungsförderung und sozialen Integration beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Anwendung sonderpädagogischer sowie musikpädagogischer Prinzipien, um didaktische Handlungsansätze für die Praxis herzuleiten.
Der Hauptteil behandelt die Eignung von Instrumenten, die heilpädagogischen Wirkungsbereiche des Trommelns und methodische Aspekte wie das Erlernen von Rhythmen durch Sprechsilben sowie die Bedeutung der Improvisation.
Kernbegriffe sind Rhythmus, Geistigbehindertenschule, Trommeln, Heilpädagogik, Ganzheitlichkeit und Selbstbestimmung.
Die Conga eignet sich aufgrund ihrer robusten Bauweise, der direkten Hand-Fell-Verbindung ohne Hilfsmittel und der Möglichkeit zur Ständerfixierung besonders gut für den elementaren Gebrauch in der Geistigbehindertenschule.
Aufgrund der heterogenen Voraussetzungen der Schülerschaft und des Bedarfs an Handlungsoffenheit und spontanen Reaktionen auf individuelle Lernprozesse erfordert der Musikunterricht eine flexible Rollengestaltung statt starrer, frontaler Planung.
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