Magisterarbeit, 2011
88 Seiten, Note: 2,7
1.Einleitung
2. Die Geschichte Puerto Ricos und die heutige Situation der Puerto Ricaner in den Vereinigten Staaten von Amerika
3. Die Film als Medium zur Analyse einer dominanten Gesellschaftsvorstellung
4. Der Film
4.1 Die Narrative
4.2 Die Fokalisierung
4.3 Die Kameraperspektive
5. Filmanalysen
5.1 West Side Story
5.1.1 Die Narrative in West Side Story
5.1.2 Die Fokalisierung in West Side Story
5.1.3 Die Kameraperspektive in West Side Story
5.1.4 Fazit West Side Story
5.2 Popi
5.2.1 Die Narrative in Popi
5.2.2 Die Fokalisierung in Popi
5.2.3 Die Kameraperspektive in Popi
5.2.4 Fazit Popi
5.3 Badge 373
5.3.1 Die Narrative in Badge 373
5.3.2 Die Fokalisierung in Badge 373
5.3.3 Die Kameraperspektive in Badge 373
5.3.4 Fazit Badge 373
5.4 Carlito's Way - Rise to Power
5.4.1 Die Narrative in Carlito's Way - Rise to Power
5.4.2 Die Fokalisierung in Carlito's Way - Rise to Power
5.4.3 Die Kameraperspektive in Carlito's Way - Rise to Power
5.4.4 Fazit Carlito's Way - Rise to Power
6. Gemeinsamkeiten und Unterschiede
7. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Repräsentation puerto-ricanischer Immigranten im US-amerikanischen Film. Hierbei wird der Frage nachgegangen, wie soziale Gruppen durch mediale Narrative, Fokalisierung und Kameraperspektiven konstruiert werden und ob sich diese Darstellungsmuster über verschiedene Jahrzehnte hinweg verändert haben oder konstant geblieben sind.
4.1 Die Narrative
Der Film als Medium selbst ist ein narratives Medium, das das Bedürfnis der Menschen nach Unterhaltung, Erklärungen und Sozialisierung stillt. Damit bietet er den Menschen eine Möglichkeit über sich selbst und ihre Umwelt zu reflektieren. Die Basis des Films bildet das Drehbuch. Es erzählt eine Geschichte von einer Szene zur nächsten. Diese Szenen werden durch ihre Verbindungen zu einer Erzählung. Diese Bestandteile der Narrative werden gewöhnlich durch das Prinzip der Ursache und Wirkung miteinander verknüpft. Damit diese kontinuierlichen Verbindungen geschaffen werden können, sind ständige Kommunikation oder visuelle Erklärungen notwendig, um den Zuschauer nicht im Dunkeln zu lassen. Neben der visuellen Darstellung der Geschichte trägt auch die linguistische Kommunikation dazu bei, den Zuschauern die notwendigen Informationen, die sie benötigen um der gezeigten Geschichte folgen zu können, zu vermitteln. Diese Kommunikation findet entweder in Form von Dialogen der Charaktere oder einem Voice Over statt. Sie vollzieht sich jedoch auch durch ins Bild gebrachte gedruckte Texte wie z.B. Zeitungen, Briefe und Bücher.
Das Publikum akzeptiert die ihm gezeigte Geschichte als wahr, obwohl es weiß, dass sie frei erfunden ist. Lediglich Geschichten, die deutlich als surreal gekennzeichnet sind (z.B. Sci-Fiction) werden als frei erfunden akzeptiert. Nur in diesem Fall wird der Regisseur nicht für die Wahrheitsdarstellung verantwortlich gemacht.
1.Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Films als Massenmedium und dessen Rolle bei der Konstruktion und Festigung ethnischer Stereotypen.
2. Die Geschichte Puerto Ricos und die heutige Situation der Puerto Ricaner in den Vereinigten Staaten von Amerika: Historischer Überblick über die Kooperation zwischen den USA und Puerto Rico sowie Analyse der aktuellen sozioökonomischen Lebensbedingungen der Immigranten.
3. Die Film als Medium zur Analyse einer dominanten Gesellschaftsvorstellung: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konzept der Repräsentation und dem Einfluss von Vorurteilen im Medium Film.
4. Der Film: Erläuterung der methodischen Analysekriterien: Narrative, Fokalisierung und Kameraperspektive.
5. Filmanalysen: Detaillierte Untersuchung von vier Spielfilmen hinsichtlich ihrer Darstellung von Puerto Ricanern unter Anwendung der zuvor definierten Kriterien.
6. Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Synthese der Einzelergebnisse und Diskussion der wiederkehrenden Muster in der filmischen Repräsentation über verschiedene Jahrzehnte hinweg.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur anhaltenden Stigmatisierung durch mediale Bilder.
Repräsentation, Puerto Ricaner, US-amerikanischer Film, Stereotype, Vorurteile, Narrative, Fokalisierung, Kameraperspektive, Immigration, soziale Identität, Kriminalisierung, Integration, Mainstream-Kultur, Medienrassismus, soziale Schicht.
Die Arbeit untersucht, wie puerto-ricanische Immigranten in US-amerikanischen Spielfilmen dargestellt werden und welche Auswirkungen diese mediale Repräsentation auf die gesellschaftliche Wahrnehmung dieser Gruppe hat.
Die zentralen Themen sind die historische Einwanderungssituation, soziologische Konzepte von Identität und Vorurteilen sowie die filmwissenschaftliche Analyse von Darstellungsmitteln.
Ziel ist es herauszufinden, ob die Darstellung puerto-ricanischer Charaktere in den analysierten Filmen auf bestehenden Stereotypen basiert und ob sich diese Darstellungsmuster über die Zeit verändert haben.
Die Autorin nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse, bei der vier Filme anhand der Ebenen Narrative, Fokalisierung und Kameraperspektive systematisch untersucht und miteinander verglichen werden.
Im Hauptteil erfolgen detaillierte Filmanalysen von "West Side Story", "Popi", "Badge 373" und "Carlito's Way – Rise to Power" sowie eine vergleichende Diskussion dieser Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Repräsentation, Stereotypen, soziale Schicht, Integration, Medienrassismus und die Analyse von Filmästhetik (Narrative, Fokalisierung, Perspektive).
Der Name Abraham verweist sowohl auf den Stammvater Israels als auch auf den US-Präsidenten Abraham Lincoln, was die Bemühungen der Figur zur Emanzipation und den Kampf gegen eigene Unterdrückung symbolisiert.
Die Vogelperspektive wird dazu verwendet, die soziale Unterlegenheit und Hilflosigkeit der puerto-ricanischen Charaktere innerhalb der US-amerikanischen Gesellschaft visuell zu unterstreichen.
Die Verwendung von "African American Vernacular English" (AAVE) dient im Film oft als Indikator für einen niedrigen Bildungsstand und die räumliche Nähe zu afroamerikanischen Bevölkerungsschichten.
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