Diplomarbeit, 2010
51 Seiten
1 Grundlegende Begriffe und Notationen
1.1 Einführung
1.2 Notation
2 Nash-Gleichgewichte als Fixpunkte von Abbildungen
2.1 Konstruktion der Abbildung
2.2 spezielle Strategiemengen
3 Bi-Matrix-Spiele
3.1 Symmetrische Bi-Matrix-Spiele
4 Evolutionsspiele
4.1 Einführung
4.2 Dynamische Behandlung
4.3 Evolutionsstabile Nash-Gleichgewichte
5 Appendix
5.1 Allgemeine Erläuterungen
5.2 Fixpunktsätze
5.3 Zur Stabilitätstheorie
5.4 Quellcode
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein dynamisches Iterationsverfahren zur Berechnung von Nash-Gleichgewichten in nicht-kooperativen n-Personenspielen zu entwickeln und zu untersuchen. Hierfür werden auf dem kartesischen Produkt der Strategiemengen stetige Abbildungen konstruiert, deren Fixpunkte den gesuchten Nash-Gleichgewichten entsprechen, wobei die Konvergenz der Iterationsmethode als zentrales Kriterium dient.
2. Nash-Gleichgewichte als Fixpunkte von Abbildungen
Im Folgenden wird versucht aus den Eigenschaften der Auszahlungsfunktion und der Strategiemengen und aus Fixpunktsätzen ein Iterationsverfahren zur Berechnung von Nash-Gleichgewichten zu konstruieren. Die Grundidee ist, eine Abbildung f: S → S zu finden, so dass f einen Fixpunkt besitzt, der gleichzeitig ein Nash-Gleichgewicht des Spiels ist. Hat man eine solche Funktion gefunden, kann man die Iteration s^{k+1} = f(s^k) starten.
Ist f stetig und konvergiert die aus der Iteration resultierende Folge (s^k)_{k \in N_0} gegen ein \hat{s} \in S so gilt: \hat{s} = \lim_{k \to \infty} s^{k+1} = \lim_{k \to \infty} f(s^k) = f(\hat{s}). Also ist \hat{s} ein Fixpunkt von f und somit nach Konstruktion ein Nash-Gleichgewicht.
Zur Konstruktion einer geeigneten Abbildung kann man die Definition des Nash-Gleichgewichtes betrachten. Zuerst gelte folgende Annahme: Zu jedem n-Tupel (s^*_1, ..., s^*_n) \in S_1 \times ... \times S_n und jedem i = 1, ..., n gibt es genau ein \tilde{s}_i \in S_i mit \Phi_i(s^*_1, ..., s^*_{i-1}, \tilde{s}_i, s^*_{i+1}, ..., s^*_n) \geq \Phi_i(s^*_1, ..., s^*_{i-1}, s_i, s^*_{i+1}, ..., s^*_n) für alle s_i \in S_i.
1 Grundlegende Begriffe und Notationen: Einführung in die spieltheoretischen Grundlagen, Definition von Nash-Gleichgewichten und Erläuterung der verwendeten mathematischen Notationen.
2 Nash-Gleichgewichte als Fixpunkte von Abbildungen: Entwicklung eines theoretischen Rahmens zur Berechnung von Nash-Gleichgewichten mittels Fixpunktiterationen und Nachweis der Stetigkeit dieser Abbildungen.
3 Bi-Matrix-Spiele: Anwendung der entwickelten iterativen Methode auf spezifische 2-Personen-Spiele mit endlichen Strategiemengen sowie Analyse von Beispielen.
4 Evolutionsspiele: Interpretation von Evolutionsspielen als 1-Personen-Spiele, Anwendung der Fixpunkttheorie auf Populationszustände und Untersuchung der Evolutionsstabilität.
5 Appendix: Zusammenstellung mathematischer Hilfsmittel, insbesondere Konvexitätsdefinitionen, Fixpunktsätze (Brouwer, Kakutani) und die Stabilitätstheorie inklusive Quellcode.
Nash-Gleichgewicht, Spieltheorie, Fixpunktiteration, Bi-Matrix-Spiele, Evolutionsspiele, Strategiemengen, Auszahlungsfunktion, Konvergenz, Stabilitätstheorie, Dynamische Systeme, Mathematische Optimierung, Brouwerscher Fixpunktsatz, Populationszustände.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Entwicklung eines Iterationsverfahrens zur Berechnung von Nash-Gleichgewichten in nicht-kooperativen n-Personenspielen.
Die zentralen Themen sind die Spieltheorie, Fixpunkt-Iteration, die Anwendung auf Bi-Matrix-Spiele und die evolutionäre Spieltheorie.
Das primäre Ziel ist es, Abbildungen auf Strategiemengen zu finden, deren Fixpunkte Nash-Gleichgewichte darstellen, um so eine numerisch umsetzbare Berechnungsmethode bereitzustellen.
Es werden Methoden aus der Topologie und Analysis verwendet, insbesondere der Brouwersche Fixpunktsatz, der Fixpunktsatz von Kakutani sowie Lyapunov-Funktionen zur Stabilitätsanalyse.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Konstruktion der Iterationsabbildung, deren Anwendung auf 2-Personen-Spiele und die Erweiterung auf Evolutionsspiele inklusive deren Stabilitätskriterien.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Nash-Gleichgewicht, Fixpunktiteration, Bi-Matrix-Spiele und Evolutionsstabilität.
Bei Bi-Matrix-Spielen werden die Auszahlungsfunktionen durch Matrizen dargestellt, was die Konstruktion der Iterationsabbildung durch explizite Hilfsfunktionen für die Spieler vereinfacht.
Die Stabilitätstheorie wird genutzt, um zu erklären, warum Populationen in einem Nash-Gleichgewicht verharren und ob dieses Gleichgewicht gegen kleine Störungen robust ist (Evolutionsstabilität).
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