Diplomarbeit, 2011
131 Seiten, Note: 1,0
1 EINFÜHRUNG IN DIE PROBLEMSTELLUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND FORSCHUNGSFRAGE
1.2 ZIEL DER ARBEIT
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2 DEFINITIONEN
2.1 FAMILIENUNTERNEHMEN
2.2 UNTERNEHMENSNACHFOLGE
2.2.1 Familieninterne Unternehmensnachfolge
2.2.1.1 Schenkung
2.2.1.2 Vererbung
2.2.2 Familienexterne Unternehmensnachfolge
2.2.2.1 Management-Buy-Out (MBO)
2.2.2.2 Management-Buy-In (MBI)
2.2.2.3 Buy-In-Management-Buy-Out (BIMBO)
2.2.2.4 Owner-Buy-Out (OBO)
2.2.2.5 Employee-Buy-Out (EBO)
2.2.2.6 Institutioneller Buy-Out (IBO)
2.2.2.7 Leveraged-Buy-Out (LBO)
2.2.2.8 Unternehmensverkauf an Dritte
2.2.2.9 Sonstige Formen der Unternehmensnachfolge
2.2.2.9.1 Liquidation
2.2.2.9.2 Reines Fremdmanagement
2.2.2.9.3 Going Public
2.2.2.9.4 Laissez-Faire
2.2.2.9.5 Stiftung
2.2.2.9.6 Verpachtung
3 FAMILIENINTERNE UND FAMILIENEXTERNE UNTERNEHMENSNACHFOLGE
3.1 MOTIVE FÜR DIE ÜBERGABE AN EINEN NACHFOLGER
3.1.1 Geplante vs. ungeplante Unternehmensnachfolge
3.1.2 Ziele der Nachfolgeregelung
3.1.3 Gründe für einen familienexternen Nachfolger
3.1.4 Gründe für einen familieninternen Nachfolger
3.2 PHASENMODELLE DER NACHFOLGE
3.2.1 Phasen der Unternehmensnachfolge nach Kary und Dittmers
3.2.2 Phasen der Unternehmernachfolge nach Viehl
3.2.3 St. Galler Nachfolgemodell nach Halter und Frey
3.2.4 Bezugsrahmen der Übergabe- und Übernahmekompetenz nach Kailer
3.2.5 Matchingphase nach Schlömer und Kay
3.3 WERTEORIENTIERUNG IN FAMILIENUNTERNEHMEN ALS WESENTLICHER ASPEKT BEI DER NACHFOLGERWAHL
3.3.1 Werte und Traditionen in Familienunternehmen
3.3.2 Emotionale Aspekte in der Familie bei der Übergabe
3.3.3 Der Weg zu einem familieninternen Nachfolger
3.4 UNTERSTÜTZUNGEN BEI DER UNTERNEHMENSNACHFOLGE
3.4.1 Förderungen
3.4.1.1 Österreich
3.4.1.2 Deutschland
3.4.1.3 Schweiz
3.4.2 Beirat
3.4.3 Externe Berater
3.4.4 Interimsmanager
3.4.5 Suche von Nachfolgern
3.5 ALTERNATIVEN BEI DER WAHL EINES NACHFOLGERS
3.5.1 Frauen als familieninterne Nachfolgerinnen
3.5.2 Existenzgründung durch Übernahme
3.5.3 Änderung der Rechtsform nach der Übergabe
3.6 UNTERNEHMENSNACHFOLGE ALS STRATEGISCHE HERAUSFORDERUNG
3.6.1 Planung der Nachfolge
3.6.2 Die Problematik des Loslassens durch den Alteigentümer
3.6.3 Informationsasymmetrien bei der Unternehmensnachfolge
3.6.4 Prinzipal-Agenten-Theorie
3.7 ÜBERNAHMEFINANZIERUNG
3.7.1 Beteiligungsfinanzierung
3.7.1.1 Eigenkapital des Übernehmers
3.7.1.2 Beteiligungsgesellschaften
3.7.1.3 Business Angels
3.7.2 Fremdfinanzierung
3.7.2.1 Bankkredite
3.7.2.2 Kredit durch den Seniorunternehmer
3.8 WERT DES FAMILIENUNTERNEHMENS
3.8.1 Bewertungsverfahren
3.8.1.1 Auswahl des geeigneten Verfahrens
3.8.1.2 Ertragswertverfahren
3.8.1.3 Discounted-Cashflow-Verfahren
3.8.1.4 Substanzwertverfahren
3.8.1.5 Multiplikatorverfahren
3.8.2 Der emotionale Wert des Unternehmens
4 EMPIRIE
4.1 ZIEL UND DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
4.2 ALLGEMEINE EMPIRISCHE ERGEBNISSE RUND UM FAMILIENUNTERNEHMEN
4.2.1 Bedeutung von Familienunternehmen
4.2.2 Jährliche Übergaben
4.2.3 Formen der Übergabe
4.2.4 Trend
4.3 MODELL DER UNTERNEHMENSNACHFOLGE IN FAMILIENUNTERNEHMEN
4.3.1 Vorbereitungsphase
4.3.1.1 Vorbereitung durch den Alteigentümer
4.3.1.2 Beratung bei einer Nachfolge allgemein
4.3.1.3 Übergabearten
4.3.1.4 Berufserfahrung des Nachfolgers
4.3.1.5 Bildung des Nachfolgers
4.3.1.6 Frauen als Nachfolgerinnen
4.3.2 Übergabe/ Übernahme
4.3.2.1 Beratung des Nachfolgers
4.3.2.2 Übernahmefinanzierung
4.3.2.3 Verkaufserlös
4.3.3 Nachbereitungsphase
4.3.3.1 Unerwarteter Finanzierungsbedarf nach der Übernahme
4.3.3.2 Die Rolle des Alteigentümers danach
4.3.3.3 Strukturänderungen
4.3.3.4 Performance des Nachfolgers
4.3.4 Sonstige Aspekte der Unternehmensnachfolge
4.3.4.1 Anzahl der Beschäftigten im Unternehmen
4.3.4.2 Präferenz der Mitarbeiter
4.3.4.3 Ziele der Alteigentümer
4.3.4.4 Motive der Übernehmer
4.3.4.5 Problembereiche bei der Nachfolge
5 DISKUSSION UND REFLEXION
Die Diplomarbeit untersucht die Problematik der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen im deutschsprachigen Raum. Ziel ist es, Unterschiede zwischen einer familieninternen und einer familienexternen Nachfolge auf Basis theoretischer Grundlagen und empirischer Analysen herauszuarbeiten, um Unternehmern als Entscheidungshilfe zu dienen und Anhaltspunkte für die Unternehmenspraxis zu liefern.
3.6.2 Die Problematik des Loslassens durch den Alteigentümer
Baumgartner stellt bei seiner Forschung fest, dass bei der Übergabe von Familienunternehmen Übergeber in sechs verschiedene Typen aufgeteilt werden können, welche sich beim Loslassen bzw. bei der Übergabe unterschiedlich verhalten, wie in Abbildung 15 veranschaulicht wird. Dabei werden die Typen des Erfinders, des Übergabekünstlers, des Generals, des Gouverneurs, des Monarchen und des Diplomaten voneinander unterschieden. Diese sechs Typen sind in einem Koordinatensystem angeordnet, wobei die X-Achse für das Loslassen können des Unternehmers steht und die Y-Achse für die Planung des Nachfolgeprozesses. Laut diesem Modell gehen die sechs Typen ganz unterschiedlich mit dem Loslassen sowie mit der Gestaltung des Nachfolgeprozesses um, wobei sich drei Typen herauskristallisieren, die erhebliche Schwierigkeiten mit dem Loslassen haben, nämlich der Monarch, der General und der Erfinder:
Der Monarch denkt über eine Unternehmensnachfolge bzw. über sein fortgeschrittenes Alter gar nicht nach, da kein Nachfolger in den Augen des Monarchen geeignet sein kann.
Der General übergibt zwar das Unternehmen an den Nachfolger, wartet jedoch auf eine Chance in das Unternehmen zurückzukehren und das Ruder wieder in die Hand zu nehmen. Der Prozess des Loslassens fällt ihm ebenso schwer wie dem Monarchen.
Der Erfinder übergibt das Unternehmen an den Nachfolger und gründet ein neues Unternehmen, damit er weiterhin am Geschehen teilhaben kann. Dadurch kann der Übergeber ein Konkurrent des neuen Besitzers werden, da er in der Regel ähnliche Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringt, wie das zuvor geführte Familienunternehmen.
1 EINFÜHRUNG IN DIE PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen und definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.
2 DEFINITIONEN: Dieses Kapitel definiert und grenzt die zentralen Begriffe Familienunternehmen und Unternehmensnachfolge sowie deren verschiedene Formen (intern vs. extern) voneinander ab.
3 FAMILIENINTERNE UND FAMILIENEXTERNE UNTERNEHMENSNACHFOLGE: Hier werden Motive, Phasenmodelle, Werteorientierung, Unterstützungsmaßnahmen und strategische Herausforderungen im Kontext der Nachfolge detailliert beleuchtet.
4 EMPIRIE: Dieser Hauptteil analysiert empirisch die Unterschiede zwischen internen und externen Nachfolgelösungen anhand von 13 Kriterien und entwickelt ein entsprechendes Modell.
5 DISKUSSION UND REFLEXION: Das Abschlusskapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen, reflektiert kritisch über die Limitationen der Untersuchung und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.
Familienunternehmen, Unternehmensnachfolge, Familieninterne Nachfolge, Familienexterne Nachfolge, Nachfolgeplanung, Nachfolgerwahl, Management-Buy-Out, Unternehmensbewertung, Erbfolge, Werteorientierung, Krisenmanagement, Berater, Strategische Herausforderung, Empirie, Mittelstand.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Thematik der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen und den damit verbundenen Herausforderungen bei der Wahl eines Nachfolgers.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition und Abgrenzung der Nachfolgeformen, die Motive für die Übergabe, theoretische Phasenmodelle, verschiedene Bewertungsverfahren und die Rolle externer Unterstützung.
Das Hauptziel besteht darin, die Unterschiede zwischen einer familieninternen und einer familienexternen Nachfolge im deutschsprachigen Raum aufzuzeigen und ein Modell als Entscheidungshilfe für die Unternehmenspraxis zu entwickeln.
Es werden eine Literaturrecherche zu den theoretischen Grundlagen sowie eine empirische Auswertung vorhandener Studien durchgeführt, um die Unterschiede zwischen den Nachfolgeformen systematisch in einem Modell darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Übersicht zu Motiven, Modellen und Unterstützungsformen (Kapitel 3) sowie eine empirische Analyse, die Unterschiede in drei Prozessphasen (Vorbereitung, Übergabe/Übernahme, Nachbereitung) modelliert (Kapitel 4).
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Familienunternehmen, Unternehmensnachfolge, Nachfolgeplanung, familieninterne/externe Nachfolge und Unternehmensempirie geprägt.
Das Dokument beleuchtet die Schwierigkeit des "Loslassens" durch den Alteigentümer und klassifiziert hierzu verschiedene Übergeber-Typen, wie den Monarchen oder den General, deren Verhalten den Übergabeprozess maßgeblich beeinflusst.
Die Wahl ist komplex, da sie sowohl emotionale Aspekte (Familientradition, Erwartungen) als auch betriebswirtschaftliche Kriterien (Qualifikation, Finanzierung, strategische Neuausrichtung) vereint und oft unter hohem Erfolgsdruck steht.
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