Bachelorarbeit, 2011
31 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die gesellschaftliche Stellung und Rolle der Frau in der jüngeren Geschichte Portugals
2.1. Die gesellschaftliche Stellung und Rolle der Frau und feministische Bewegungen im Estado Novo (1928-1974)
3. Schlüsselthemen der Novas Cartas Portuguesas
3.1. Thematisierung der Rolle der Frau in den Novas Cartas Portuguesas
3.2. Die Novas Cartas Portuguesas als feministische Literatur?
4. Das Frauenbild und der Feminismus 40 Jahre später
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk Novas Cartas Portuguesas im Hinblick auf seine Bedeutung als feministisches Manifest und seine Auswirkungen auf die portugiesische Gesellschaft und Literatur. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwiefern das Werk zur kritischen Reflexion über Geschlechterrollen und die Unterdrückung der Frau unter dem Estado Novo beigetragen hat und wie diese Thematik im historischen sowie gegenwärtigen Kontext einzuordnen ist.
3.1.Thematisierung der Rolle der Frau in den Novas Cartas Portuguesas
Maria Isabel Barreno, Maria Teresa Horta und Maria Velho da Costa verfassten ein Werk, das ein Spiel mit der Tradition der Frau als Autorin treibt. Auf der einen Seite wird diese Tradition durch die aufgegriffene Liebesthematik und das Genre des Briefromans aufrechterhalten, aber gleichzeitig wird inhaltlich, jegliche geschichtliche Frauenunterdrückung oder ihre Limitation und Anpassung an eine bestimmte Rolle, an den Pranger gestellt. Durch diesen Diskurs wird die historisch-kulturelle Vorstellung eines vorbestimmten Schicksals und der limitierten weiblichen Lebenswelt infrage gestellt.
Am Deutlichsten wird diese Kritik und Befreiung aus dieser Rolle in der Behandlung von bis dato versteckten Themen deutlich. Sie schreiben über den Körper, die (weibliche) Sexualität und die sexuellen Wünsche der Frauen, aber auch ihre sexuellen Probleme und die Unterdrückung, zum Beispiel durch das Vorspielen der Lust oder der Befriedigung, als eine Form der Unterordnung und Selbstaufgabe dem Mann zuliebe und in Anerkennung dessen Machthabe. Auch noch schwerwiegendere Tabuthemen wie Ehebruch, Abtreibung, oder Inzest werden von ihnen ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.
Sie zeigen auf, wie die Frauen manipuliert werden, bis sie sich selbst als Täter anstatt als Opfer sehen, erwähnen aber auch das fehlende Bewusstsein der Männer. Die Unterdrückung ist dann perfekt, wenn sie nicht nur erduldet und als gegeben hingenommen wird, sondern derart in der Gesellschaft etabliert ist, dass sie Teil einer jeden Person wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Forschungsthema vor, beschreibt das soziale Umfeld der Werkentstehung und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich der Auswirkungen auf die portugiesische Gesellschaft.
2. Die gesellschaftliche Stellung und Rolle der Frau in der jüngeren Geschichte Portugals: Dieses Kapitel analysiert die historische Situation der Frau in Portugal, geprägt durch patriarchale Strukturen und den Einfluss des Katholizismus bis zur Ära des Estado Novo.
2.1. Die gesellschaftliche Stellung und Rolle der Frau und feministische Bewegungen im Estado Novo (1928-1974): Hier wird untersucht, wie die Diktatur unter Salazar die Rolle der Frau konservativ festschrieb und wie die gesellschaftliche Stagnation feministische Bestrebungen einschränkte.
3. Schlüsselthemen der Novas Cartas Portuguesas: Dieses Kapitel betrachtet die thematische Vielfalt des Werkes, insbesondere die Verknüpfung von privatem Leiden, politischer Unterdrückung und dem Akt des Schreibens als Mittel des Widerstands.
3.1. Thematisierung der Rolle der Frau in den Novas Cartas Portuguesas: Die Analyse konzentriert sich auf die gezielte Infragestellung der traditionellen Frauenrolle durch die Thematisierung von Sexualität, Körperlichkeit und Missbrauch.
3.2. Die Novas Cartas Portuguesas als feministische Literatur?: Es wird diskutiert, unter welchen Voraussetzungen das Werk als feministisch zu klassifizieren ist und wie es sich zu verschiedenen feministischen Strömungen verhält.
4. Das Frauenbild und der Feminismus 40 Jahre später: Dieses Kapitel beleuchtet, welche Veränderungen in der portugiesischen Geschlechterfrage seit der Veröffentlichung des Werkes stattgefunden haben und welche Rolle das Buch in diesem Wandel spielt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung des Werkes als literarischen Meilenstein und gesellschaftliches Symbol zusammen und reflektiert über die anhaltende Relevanz der behandelten Themen.
Novas Cartas Portuguesas, Feminismus, Frauenbild, Portugal, Estado Novo, Gesellschaftskritik, Literaturgeschichte, Geschlechterrollen, Maria Isabel Barreno, Maria Teresa Horta, Maria Velho da Costa, Unterdrückung, Emanzipation, Patriarchat, Mariana Alcoforado.
Die Arbeit untersucht das Werk Novas Cartas Portuguesas als ein literarisches und gesellschaftskritisches Dokument, das die Unterdrückung der Frau während des Estado Novo in Portugal thematisiert.
Die zentralen Themen sind die Rolle der Frau im historischen Portugal, die Kritik an patriarchalen Strukturen, sexuelle Selbstbestimmung, politischer Widerstand durch Literatur und die Entwicklung feministischer Bewegungen.
Das Ziel ist herauszufinden, inwiefern das Werk als feministisches Manifest zu verstehen ist und welche Auswirkungen es auf das Bewusstsein über Geschlechterrollen in der portugiesischen Gesellschaft hatte.
Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen und historischen Analyse, die das Werk in seinen zeitgenössischen Kontext einbettet und mit soziologischen Konzepten (z.B. Habitus nach Bourdieu) verbindet.
Der Hauptteil analysiert das geschichtliche Umfeld, die zentralen Motive des Buches – wie die Verbindung zur Nonne Mariana Alcoforado – sowie die theoretische Einordnung des Werkes als feministische Literatur.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Novas Cartas Portuguesas, Feminismus, Gesellschaftskritik, Estado Novo, Geschlechterrollen und literarischer Widerstand charakterisiert.
Die Autorinnen nutzen das Motiv, um Solidarität zwischen Frauen zu bekräftigen – seien es leibliche Schwestern, Ordensschwestern oder Schwestern im Geiste, die gegen ein totalitäres Regime kämpfen.
Der Rückgriff dient als historischer Referenzpunkt, um zu zeigen, wie sich die Lebensumstände der Frau seit dem 17. Jahrhundert trotz veränderter politischer Systeme nur wenig zum Besseren gewandelt haben.
Die Autorinnen äußerten, dass sie nicht explizit ein "feministisches Manifest" schreiben wollten, sondern eine literarische Arbeit, die erst durch die Rezeption feministischer Gruppen als solches definiert wurde.
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