Bachelorarbeit, 2011
73 Seiten
1 Einleitung
2 Rahmenbedingungen der gesetzlichen Quotenregelung
2.1 Gesetz der Allgemeinen Gleichbehandlung
2.2 Gesetzliche Quotenregelung
2.3 Stereotypische Besonderheiten einer Frau gegenüber einem Mann in Führungspositionen
3 Ursachen des zu geringen Frauenanteils in Führungspositionen
3.1 Rolle in der Familie
3.2 Organisationsstrukturen
3.3 Maskulin geprägte Unternehmenskultur
4 Vorteile einer Quotenregelung in Führungsposition
4.1 Wirkungslosigkeit der freiwilligen Selbstverpflichtungen
4.2 Benachteiligungen abbauen im Sinne des AGG
4.3 Frauen in Führungsposition als Erfolgsfaktor
5 Nachteile einer Quotenregelung in Führungsposition
5.1 Anspruchsdenken der Quotenfrau
5.2 Beeinträchtigung der leistungsorientierten Auswahlverfahren für Führungspositionen
5.3 Vereinbarkeit von Familie und Karriere
6 Alternative Möglichkeiten zur Erhöhung der Frauenquote in Führungspositionen
6.1 Möglichkeiten zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Karriere
6.2 Förderprogramme für Frauen in Führungspositionen
6.3 Qualitäts- und Gütesiegel zur Erhöhung der Frauenquote in Führungspositionen
7 Ausblick und Fazit
7.1 Demografischer Wandel
7.2 Europäische Vorbilder
7.3 Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Notwendigkeit und Wirksamkeit einer gesetzlichen Frauenquote in Führungspositionen deutscher Unternehmen. Dabei wird analysiert, inwieweit bestehende Instrumente wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz oder freiwillige Selbstverpflichtungen zur Erhöhung des Frauenanteils beitragen können und ob eine gesetzliche Vorgabe die effizienteste Lösung zur Beseitigung struktureller Barrieren darstellt.
2.3 Stereotypische Besonderheiten einer Frau gegenüber einem Mann in Führungspositionen
Es lassen sich einige geschlechterspezifische Merkmale den Frauen zuordnen, die sie vorteilhaft von den Männern abgrenzen. In Bezug auf Frauen in Führungspositionen sind besonders „Teamfähigkeit, Zielerreichung als Priorität, Kommunikation und Motivation“ zu nennen. Ein ausgeprägtes Machtstreben ist eher bei Männern anzutreffen und fehlt vielen Frauen. Zu erkennen ist auch, dass Frauen in Konfliktsituationen eine Position zwischen Härte und Vermittlung einnehmen, welche motivierende, sachorientierte Konfliktlösungen im Team ermöglichen. Teamfähigkeit wird nach Zuverlässigkeit an zweiter Stelle als herausragende Stärke von Frauen betrachtet.
Folgende Tabelle zeigt einen kleinen Überblick über die unterschiedlichen Fähigkeiten und Orientierungen zwischen Männern und Frauen, wenngleich das Ausmaß der Geschlechterdifferenzen in Wahrheit moderat ist, kann es weit reichende Konsequenzen haben.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen trotz ihrer hohen Bildungsabschlüsse und führt die Problematik der gesetzlichen Frauenquote ein.
2 Rahmenbedingungen der gesetzlichen Quotenregelung: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Basis durch das Grundgesetz und das AGG sowie die Definition und den Hintergrund von Quotenmodellen.
3 Ursachen des zu geringen Frauenanteils in Führungspositionen: Die Arbeit analysiert hier die familiären, organisatorischen und kulturellen Barrieren, die Frauen am Aufstieg in Managementpositionen hindern.
4 Vorteile einer Quotenregelung in Führungsposition: Hier werden die proaktiven Aspekte einer Quote, wie der Abbau von Benachteiligungen und die Nutzung von Frauen als Erfolgsfaktor, dargelegt.
5 Nachteile einer Quotenregelung in Führungsposition: Dieses Kapitel beleuchtet kritische Aspekte wie das Stigma der "Quotenfrau" und die mögliche Beeinträchtigung leistungsorientierter Auswahlprozesse.
6 Alternative Möglichkeiten zur Erhöhung der Frauenquote in Führungspositionen: Es werden alternative Instrumente wie familienorientierte Personalpolitik, Coaching, Mentoring und Gütesiegel vorgestellt.
7 Ausblick und Fazit: Das abschließende Kapitel bewertet die Gesamtsituation, zieht Lehren aus europäischen Vorbildern und fasst die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung zusammen.
Frauenquote, Führungspositionen, Gleichstellung, Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit von Familie und Karriere, Mentoring, Coaching, AGG, Unternehmenskultur, Diversity Management, Geschlechtervielfalt, Personalpolitik, Karriereplanung, Managementstil, Top-Management
Die Arbeit analysiert die Problematik des geringen Frauenanteils in Führungspositionen deutscher Unternehmen und untersucht die gesetzliche Frauenquote als mögliches Steuerungsinstrument.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen, die Vor- und Nachteile einer verbindlichen Quote sowie alternative Fördermaßnahmen.
Ziel ist es zu klären, ob eine gesetzliche Frauenquote ein wirksames und effizientes Instrument ist, um den Frauenanteil in Führungsebenen nachhaltig zu erhöhen.
Es handelt sich um eine analytische Untersuchung, die auf Basis bestehender Studien, statistischer Daten sowie aktueller politischer und rechtlicher Diskurse eine Abwägung von Argumenten vornimmt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse, eine Bewertung der Vor- und Nachteile der Quotenregelung sowie die Darstellung alternativer Maßnahmen zur Karriereförderung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Frauenquote", "Führungspositionen", "Gleichstellung" und "Vereinbarkeit von Familie und Karriere" geprägt.
Norwegen dient als europäisches Vorbild, da dort bereits seit 2003 eine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte existiert und wertvolle Erkenntnisse über die Umsetzung geliefert hat.
Die gläserne Decke beschreibt die unsichtbare Barriere, die Frauen trotz vorhandener Qualifikationen daran hindert, in die obersten Managementebenen aufzusteigen.
Als Alternativen werden unter anderem Mentoring-Programme, Coaching, flexible Arbeitszeitmodelle und Qualitätssiegel wie das "Audit berufundfamilie" diskutiert.
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