Examensarbeit, 2011
61 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Das kirchliche Hospital
2.1. Gestalt und Entwicklung
2.1.1. Das Franziskanerspital in Eisenach
2.2. Bruderschaftliche und klösterliche Spitäler jüngerer Ordnung
2.2.1. Ein bruderschaftliches Spital in Duderstadt
2.3. Hospitäler der Ordensgemeinschaften
2.3.1. Nichtritterliche Spitalorden
2.3.2. Ritterliche Spitalorden
2.3.2.1. Die Johanniter
2.3.2.2. Die Lazariten
2.3.2.3. Der Deutsche Orden
3. Vom kirchlichen zum bürgerlichen Hospital
4. Das bürgerliche Hospital
4.1. Gestalt und Entwicklung
4.2. Hospitäler der Gesamtgemeinde
4.2.1. Das innerstädtische Hospital am Beispiel der Städte Erfurt und Mühlhausen
4.2.1.1. Das Margarethenhospital
4.2.1.2. Das Antoniushospital
4.2.1.3. Das Jakobihospital
4.2.2. Die Zunft- und Universitätshospitäler
4.2.3. Irrenverwahrung und Pilgerspitäler
4.2.4. Isolierhäuser
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Entwicklung und Veränderung des spätmittelalterlichen Hospitals, mit einem besonderen Fokus auf den Thüringer Raum anhand ausgewählter regionaler Beispiele, um den Wandlungsprozess von kirchlich geführten zu städtisch kontrollierten Einrichtungen nachzuvollziehen.
2.3. Hospitäler der Ordensgemeinschaften
Ausgehend von den frühen Einrichtungen des Benediktinerordens, der Zisterzienser, Prämonstratenser und Franziskaner, soll nun auch die Spitaltätigkeit der anderen Ordensgemeinschaften des ausgehenden Mittelalters Beachtung finden. Die Forschung unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen Hospitälern der Ritterorden und Einrichtungen anderer Ordensgemeinschaften.
2.3.1. Nichtritterliche Spitalorden
Ein bedeutender Orden dieses Typs ist der Orden der Antoniter. Dieser im 11. Jahrhundert entstandene Orden breitete sich in Deutschland im 13. Jahrhundert aus und hatte auch in diesem Gebiet umfangreiche Niederlassungen vorzuweisen. Die Problematik besteht jedoch darin, dass zwar die Ansiedlungen des Ordens zahlreich belegt sind, aber relativ wenige Informationen zu dessen Spitaltätigkeit vorhanden sind. Bekannt ist in diesem Zusammenhang beispielweise die ausgeprägte Almosentätigkeit des Ordens. Die Spitaltätigkeit des Ordens blieb aber insgesamt so gering, dass die Spitäler der Antoniter bereits im ausgehenden 13. Jahrhundert verschwanden. Ein weiterer Typ ist der Heilig- Geist- Orden, der seinen Ursprung in Südfrankreich hatte. Neben Frankreich war Italien das Hauptland der Spitaltätigkeit, in Deutschland hingegen war die Tätigkeit des Ordens gering ausgeprägt. 37
Eine Thüringer Niederlassung des Ordens war in Frankenhausen im 13. Jahrhundert nachweisbar. Andere Zuordnungen zum Orden, wie in Jena, Sondershausen, Erfurt oder Eisenach können nicht eindeutig geklärt werden. Auch für andere Ordensgemeinschaften, wie die regulierten Augustiner Chorherren, lassen sich Thüringer Niederlassungen feststellen. So sind sich in Thüringen Einrichtungen in Erfurt mit dem Reglerhospital und Hl. Geist- Spital sowie in Altenburg mit dem Spital am Bergkloster nachweisen. Ein Leprosenspital in Weißensee unterhielt der Orden der Eremiten des heiligen Wilhelms.38
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der mittelalterlichen Hospitalgeschichte und Darlegung der Zielsetzung sowie des Forschungsstands.
2. Das kirchliche Hospital: Analyse der Ursprünge der Krankenpflege durch Klöster und Ordensgemeinschaften, insbesondere in Thüringen.
3. Vom kirchlichen zum bürgerlichen Hospital: Beschreibung des soziokulturellen und ökonomischen Wandlungsprozesses, der zur städtischen Übernahme führte.
4. Das bürgerliche Hospital: Detaillierte Untersuchung städtischer Hospitaltypen, inklusive Fallbeispielen aus Erfurt und Mühlhausen sowie Sonderformen.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklungslinien des mittelalterlichen Hospitalwesens als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen.
Hospital, Spätmittelalter, Thüringen, Krankenpflege, Armenversorgung, Bürgertum, Stadtgeschichte, Ordensgemeinschaften, Pfründneranstalt, Leprosenspital, Klöster, Mittelalterliche Medizin, Caritas, Hospitalgeschichte, Kommunalisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Organisation von Hospitälern im spätmittelalterlichen Thüringen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle der Kirche, den verschiedenen Ordensgemeinschaften, dem Wandel zum städtischen Hospitalwesen und der sozialen Funktion der Einrichtungen.
Das Ziel ist es, den Wandlungsprozess vom kirchlich geprägten Hospital hin zu städtisch verwalteten und kontrollierten Institutionen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung anhand von ausgewählten regionalen Beispielen und der Auswertung von Urkunden und Sekundärliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung kirchlicher Spitäler, der Übergangsphase sowie der verschiedenen Typen bürgerlicher Hospitäler, ergänzt durch spezifische Fallstudien aus Erfurt und Mühlhausen.
Kernbegriffe sind Hospitalwesen, Verbürgerlichung, Pfründner, Ordensgeschichte und mittelalterliche Sozialfürsorge.
Es dient als exemplarische Fallstudie für das städtisch verwaltete Hospital, bei dem die Kontrolle der Finanzen und der geistlichen Versorgung durch den Rat der Stadt deutlich wird.
Isolierhäuser (z.B. Leprosen- oder Pestkrankenhäuser) wurden aufgrund der Ansteckungsgefahr meist außerhalb der Stadtmauern errichtet, um die städtische Bevölkerung zu schützen.
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