Examensarbeit, 2010
85 Seiten, Note: 2,0
1. Musiksoftware im Musikunterricht
2. Softwaretypologie
2.1 Allgemeine Softwareübersicht nach Gerald Joswowitz
2.1.1 Notensatzprogramme
2.1.2 Recording und Editing
2.1.3 Sequenzer
2.1.4 Software zur Musikproduktion
2.1.5 Multimedia
2.2 Softwaretypologie nach Auerswald
2.3 Softwaretypologie nach Ahlers
2.4 Vergleich der Typologien
2.5 Typologie von Band-in-a-Box
3. Anwendung von Band-in-a-Box im Musikunterricht der Realschule
3.1 Vorausgehende Überlegungen
3.1.1 Technische Voraussetzungen
3.1.2 Methodische Voraussetzungen
3.1.3 Finanzierung
3.1.4 Zeitfaktor
3.2 Unterrichtsentwürfe mit Band-in-a-Box
3.2.1 Harmonielehre
3.2.2 Arbeiten mit Playbacks
3.2.2.1 Erklärung des Begriffs „Playback“
3.2.2.2 Vor- und Nachteile von Playbacks
3.2.2.3 Beispiel aus der Unterrichtspraxis
3.2.3 Vergleich von automatisierter Musik und Originalmusik
3.3 Einsatz in Schülerbands
4. Lehrgangsskript zu ausgewählten Themen
4.1 Intro erstellen
4.2 Arbeiten mit MIDI
4.2.1 Definition MIDI
4.2.2 Bearbeitung eines MIDI-Arrangements
4.2.2.1 Zuordnung von Instrumenten
4.2.2.2 Kanäle ein- und ausblenden
4.2.2.3 Piano Handsplit
4.2.3 Import einer einzelnen MIDI-Melodie
4.3 Arbeiten mit Karaoke
4.3.1 Dateiformat
4.3.2 Quellen
4.3.3 Öffnen einer Karaoke-Datei
4.3.4 Erstellen einer Karaoke-Datei
4.4 Der Audioakkord-Wizard
4.5 Melodist/ Solist
4.6 Erstellen eines Multistylesongs
4.7 Notation und Druck
4.7.1 Darstellungen
4.7.2 Bearbeiten einer vorhandenen Melodiestimme
4.7.3 Manuelle Eingabe einer Melodie
4.7.4 Druckoptionen
4.7.4.1 Einstellungen für einzelne Stimmen
4.7.4.2 Erstellung einer Partitur
5. Ausblick
Die Arbeit untersucht den pädagogisch-praktischen Einsatz der Musiksoftware Band-in-a-Box im Musikunterricht an Realschulen, um Schülern durch computergestützte Werkzeuge den Zugang zu musikalischer Gestaltung und Arrangement zu ermöglichen. Das primäre Ziel ist es, Lehrkräften methodische Ansätze und praktische Anleitungen für die Nutzung des Programms zur Verfügung zu stellen.
3.2.2.2 Vor- und Nachteile von Playbacks
In den folgenden Auflistungen soll zwischen Playbacks als Audiodatei und Playbacks als MIDI-Datei unterschieden werden, da jede der beiden Dateiformate ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringt.
Vorteile des Audioplaybacks:
– Klangqualität: die Qualität eines Audioplaybacks ist dem eines MIDI-Playbacks weit überlegen. Die Instrumente klingen wie eine Live-Band.
– Motivationsfaktor: Für die Schüler bietet ein Playback eine willkommene Abwechslung zur herkömmlichen Begleitung durch den Lehrer am Klavier oder der Gitarre. Die Schüler fühlen sich oft wie ein Star, da sie im Stande sind, professionell klingende Musik zu machen.
– Technik: eine Audio-CD hat nahezu keine Aussetzer und ist nicht unbedingt auf den Einsatz eines Computers angewiesen.
– Stimmen: Vokalbegleitung, wie „ah“ und „oh“ werden durch menschliche Stimmen gesungen und klingen sehr authentisch.
Nachteile des Audioplaybacks:
– Festgelegte musikalische Parameter: Tempo und Tonhöhe sind bei einer Audiodatei festgelegt und können nicht ohne Qualitätsminderung verlangsamt oder in der Tonhöhe verändert werden.
– Über schwierige Passagen wird hinweg gesungen, die Treffsicherheit und rhythmische Genauigkeit nehmen mit jedem Durchlauf ab.
– Audioplaybacks sind meistens sehr teuer in der Anschaffung
– Dateigröße: Audiodateien sind wesentlich größer als MIDI-Dateien.
Vorteile des MIDI-Playbacks:
– Veränderbarkeit: die musikalischen Parameter lassen sich leicht verändern. So kann man z.B. das Tempo und die Tonart in jedem beliebigen Sequenzer verändern.
1. Musiksoftware im Musikunterricht: Einführung in die Thematik und Diskussion der Möglichkeiten, jeden Computer mittels Software in ein Musikinstrument zu verwandeln, um Schülermotivation zu fördern.
2. Softwaretypologie: Detaillierte Einordnung von Musiksoftware in Kategorien nach verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen und spezifische Typisierung von Band-in-a-Box.
3. Anwendung von Band-in-a-Box im Musikunterricht der Realschule: Analyse technischer und methodischer Voraussetzungen sowie Vorstellung konkreter Unterrichtskonzepte und Beispiele aus der Praxis.
4. Lehrgangsskript zu ausgewählten Themen: Anleitungen zur Bedienung spezifischer Funktionen wie MIDI-Bearbeitung, Karaoke-Erstellung und Notation.
5. Ausblick: Kurzer Rückblick auf die behandelten Inhalte und Hinweis auf weiterführende Funktionen wie Realtracks oder professionelle Audiobearbeitung.
Band-in-a-Box, Musikunterricht, Realschule, Musiksoftware, MIDI, Playback, Notation, Sequenzer, Musikproduktion, Medienkompetenz, Schulpraxis, Arrangerprogramm, Computer, Notensatz, Unterrichtsentwurf
Die Arbeit behandelt den Einsatz von Musiksoftware, konkret Band-in-a-Box, im Musikunterricht an Realschulen zur Förderung musikalischer Gestaltungsprozesse.
Neben einer theoretischen Einordnung von Softwaretypen liegt der Schwerpunkt auf praktischen Voraussetzungen für den Unterricht und detaillierten Anleitungen zur Bedienung des Programms.
Das Ziel ist die Erstellung eines praxisnahen Leitfadens, der Lehrern hilft, das Potenzial computergestützter Musikarbeit methodisch sinnvoll in den Schulalltag zu integrieren.
Die Arbeit basiert auf Literaturanalysen zur Softwaretypologie sowie der Darstellung didaktischer Grundsätze und empirisch fundierter Unterrichtserfahrungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Voraussetzungen für den Einsatz, die Vorstellung konkreter Unterrichtsentwürfe und ein detailliertes Lehrgangsskript für die Softwareanwendung.
Zentrale Begriffe sind Musiksoftware, MIDI-Arrangement, Playback-Nutzung, Notation und die schulpraktische Anwendung innerhalb von Schülerbands.
Die Arbeit unterscheidet zwischen verschiedenen Lehrergenerationen und stellt fest, dass jüngere Lehrkräfte oft einen intuitiveren und flexibleren Zugang zur Mediennutzung haben.
Da das Programm zahlreiche Funktionen wie Sequenzer, Notensatz und Recording unter einer Oberfläche vereint, wird es als vielseitiges Werkzeug für die Arrangement-Erstellung klassifiziert.
Sie dienen als direkt einsetzbare Unterrichtsmaterialien für Schüler, um die in der Arbeit beschriebenen technischen Schritte eigenständig am Computer zu erproben.
Die Karaoke-Funktion wird als hilfreich eingestuft, um insbesondere bei fremdsprachigen Liedern durch Textmitlauf und optische Unterstützung der Rhythmik das Singen zu fördern.
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