Examensarbeit, 2012
99 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Böse – Philosophische Betrachtungen zum Versuch einer Begriffsfindung
2.1. Das Böse in vorneuzeitlicher Deutung
2.2. Das Böse in neuzeitlicher Deutung
2.3. Zwischenfazit
3. Das Böse in One Flew Over the Cuckoo’s Nest
3.1. Präliminare Gedanken zur Erzählperspektive
3.2. Die Wärter – Handlanger des Bösen
3.2.1. Darstellung im Roman und Drama – Sadismus und Vergeltung
3.2.2. Darstellung im Film – Eine hölzerne Dichotomie
3.2.3. Deutung auf philosophischer Basis
3.2.4. Täter oder Opfer?
3.3. The Big Nurse – Das personifizierte Böse?
3.3.1. Darstellung im Roman und Drama – Mensch, Maschine, Kontrolle
3.3.2. Darstellung im Film – Ein menschlicher Antlitz des Bösen?
3.3.3. Emaskulation als Prinzip – Frauen als „ball cutter“?
3.3.4. Deutung auf philosophischer Basis
3.4. Die Klinik und The Combine – Apparatur und Kollektivismus
3.4.1. Darstellung im Roman – Ein gesellschaftlicher Mikrokosmos
3.4.2. Darstellung im Drama und Film – reductio ad concretum
3.4.3. Der Leviathan gegen den noble savage – Der Konflikt zwischen Technik und Natur
3.4.4. Deutung auf philosophischer Basis
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Bösen in Ken Keseys Roman "One Flew Over the Cuckoo’s Nest" sowie dessen Adaptionen als Theaterstück durch Dale Wasserman und als Film durch Milos Forman. Das primäre Ziel ist es, die Erscheinungsformen und Ursprünge des Bösen in diesen Werken herauszuarbeiten, theoretisch-philosophisch zu fundieren und medienübergreifend zu vergleichen.
3.1. Präliminare Gedanken zur Erzählperspektive
Um das Sujet des Bösen in seinen mannigfaltigen Aspekten analysieren und vergleichen zu können, ist es zuvor notwendig, auf die Spezifikation der der Untersuchung zugrunde liegenden narrativen und dramaturgischen Texte, sowie die Besonderheiten des Mediums Film zu berücksichtigen. Da die Literaturgattungen Epik und Drama beziehungsweise das Medium Film in ihren Erzählweisen signifikante Unterschiede aufweisen, ist es folgerichtig anzunehmen, dass die Darstellungen des Bösen, obschon aus der Geschichte des Romans entnommen, im Bühnenstück sowie in der Verfilmung besondere Charakteristika aufweisen.
Ohne bereits die Ausprägungen des Bösen en detail zu analysieren, sollen hierbei zunächst noch einmal die Möglichkeiten und Restriktionen dieser Gattungen/des Mediums in abstracto, sowie die allgemein-narratologische Umsetzung des Stoffes durch Kesey, Wassermann und Forman betrachtet werden.
Der Roman wird vage als eine „form of story or prose narrative containing characters, action and incident, and … plot” bezeichnet. Während die Elemente „characters, action, incident and plot“ auch für das Drama Gültigkeit finden könnten, besteht die Besonderheit eines narrative texts in einer weiteren Ebene narrativer Übermittlung, auf welcher der Erzähler zu verorten ist. Dieses zusätzliche Element des Erzählers ermöglicht es dem Roman – über den Aspekt des Dialoges hinaus – über das Beschreiben von räumlichen Situationen oder individuellen Emotionen weitere Potentiale zur Sinndeutung zu erschließen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Bösen als literarisches Motiv ein und skizziert das methodische Vorgehen der vergleichenden Analyse von Roman, Drama und Film.
2. Das Böse – Philosophische Betrachtungen zum Versuch einer Begriffsfindung: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, indem verschiedene philosophische Ansätze zum Bösen von der Antike bis zur Moderne chronologisch dargestellt werden.
3. Das Böse in One Flew Over the Cuckoo’s Nest: Der Hauptteil analysiert spezifische Verkörperungen des Bösen im Werk, unterteilt in die Rolle der Wärter, der Oberschwester sowie der institutionellen Macht der Klinik und der "Combine".
4. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und stellt die medienübergreifenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung des Bösen gegenüber.
Das Böse, One Flew Over the Cuckoo’s Nest, Roman, Film, Drama, Ken Kesey, Milos Forman, The Combine, Nurse Ratched, Philosophische Ethik, Repression, Macht, Totalitarismus, Triebstruktur, Individuum.
Die Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen des Bösen in den drei Versionen von "One Flew Over the Cuckoo’s Nest" und vergleicht diese hinsichtlich ihrer narrativen Umsetzung.
Im Zentrum stehen die philosophische Definition des Bösen, die Analyse von Unterdrückungsmechanismen in totalitären Strukturen sowie der Vergleich verschiedener Medien (Buch, Theater, Film).
Die zentrale Frage ist, wie sich die Elemente des Bösen in Roman, Drama und Film manifestieren und inwieweit diese Darstellungen auf philosophische Theorien zur menschlichen Natur und Gesellschaft zurückzuführen sind.
Es wird eine literaturwissenschaftliche und intermediale Analyse durchgeführt, die durch den Einbezug philosophischer und psychologischer Diskurse (von Sokrates bis Hannah Arendt) theoretisch fundiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der "Handlanger" (Wärter), der "Big Nurse" als zentraler Antagonistin und der "Combine" als abstraktes Machtsystem, wobei jeweils auf philosophischer Ebene gedeutet wird.
Wichtige Begriffe sind unter anderem das Böse, Macht, Repression, Totalitarismus, Triebstruktur sowie der intermediale Vergleich zwischen verschiedenen künstlerischen Umsetzungen.
Der Ich-Erzähler Chief Bromden fungiert als Filter, dessen individuelle Wahrnehmung und unzuverlässige Perspektive eine surreale Darstellung des Bösen ermöglicht, die im Film zugunsten eines stärkeren Realismus teilweise weicht.
Während Ratched im Roman oft als absolutistische Instanz des Bösen erscheint, verleiht ihr die filmische Interpretation durch Mimik und Kontext eine stärkere, teils "menschlichere" Komplexität, die ihre Rolle kritischer hinterfragbar macht.
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