Bachelorarbeit, 2011
54 Seiten, Note: 1,3
0. Einleitung
1. Musik in unterschiedlichen politischen Systemen
1.1. Beziehungskomplex Musik – Politik
1.2 Musik im politischen System der DDR und der BRD
2. Skizze der Geschichte der Musikschulen und der Musikalischen Früherziehung
2.1 Entwicklung der öffentlichen Musikschulen in Deutschland
2.2 Entwicklung der Musikalischen Früherziehung
3. Exemplarische Gegenüberstellung und Vergleich des „Curriculums Musikalische Früherziehung: Musikschulfassung“ und des „Rahmenprogramms für die musikalische Bildung und Erziehung im Vorschulalter an den Musikschulen der DDR“
3.1 Exemplarische Gegenüberstellung
3.1.1 Rahmenprogramm für die musikalische Bildung und Erziehung im Vorschulalter an den Musikschulen der DDR
3.1.2 Curriculum Musikalische Früherziehung: Musikschulfassung
3.2 Exemplarischer Vergleich der Lehrprogramme unter dem Gesichtspunkt ideologischer Einflüsse
4. Fazit
5. Literatur- und Quellenverzeichnis
Diese Arbeit untersucht den Einfluss ideologischer sowie politisch-ideologischer Faktoren auf die musikalische Früherziehung an öffentlichen Musikschulen in der BRD und der DDR während der 1970er Jahre durch einen qualitativen Vergleich der jeweiligen Lehrprogramme.
1.1. Beziehungskomplex Musik – Politik
Unbestritten ist die Wirkung der Musik auf die Psyche und Physis des Menschen. Zu allen Zeiten haben sich Menschen in den unterschiedlichsten Kulturen und Gesellschaftsformen der Musik zum Ausdruck von Trauer und Freude, Äußerung und Vermittlung von Gefühlen, Unterhaltung sowie Förderung der Gemeinschaft bedient. Genauso aber kann sie öffentlich zu repräsentativen Zwecken verwendet werden. Die Wirkungsmacht von Musik bezieht sich damit nicht allein auf emotionale und emphatische Momente, sondern auch bzw. darüber auf den öffentlichen und repräsentativen Raum. In dieser Funktion kann sie gleichermaßen kulturelle Identität stiften, Macht- und Staatssystem unterstützen oder untergraben sowie der politischen Positionierung und Artikulierung dienen.
Spätestens an dieser Stelle muss das Verhältnis zwischen Musik und Politik näher spezifiziert werden. Im Hinblick auf den politischen Gebrauch von Musik in Deutschland, speziell der Gattung des Liedes lassen sich geschichtlich unter anderem die Beispiele des „Palästinaliedes“ (Walter von der Vogelweide), des Reformationsliedes „Eine feste Burg ist unser Gott“, der deutschen Nationalhymne sowie der Kampflieder von Hans Eisler aus den 1920er Jahren, deren Texte auf eine direkte politische Wirkung zielen1, nennen.
Der politische Gehalt dieser Lieder wird also vom Text getragen bzw. die politische Botschaft durch ihn vermittelt. Dies wiederum lässt vermuten, dass die Musik als reine musikalische Struktur betrachtet und völlig losgelöst vom Text politisch neutral ist. Da aber Musik, in welcher Form auch immer, das Produkt ihres Schöpfers ist, kann sie, ungeachtet ihrer politischen oder nichtpolitischen Intention, nie völlig neutral sein.
0. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Zielsetzung, den Vergleich von Lehrprogrammen auf ideologische Einflüsse zu untersuchen, und beschreibt das methodische Vorgehen.
1. Musik in unterschiedlichen politischen Systemen: Dieses Kapitel erörtert das grundlegende Verhältnis zwischen Musik und Politik und beleuchtet die Rolle von Musik in verschiedenen Gesellschaftssystemen.
2. Skizze der Geschichte der Musikschulen und der Musikalischen Früherziehung: Es wird ein Überblick über die historische Entwicklung der Musikschulen sowie die Genese der musikalischen Früherziehung bis in die 1970er Jahre gegeben.
3. Exemplarische Gegenüberstellung und Vergleich des „Curriculums Musikalische Früherziehung: Musikschulfassung“ und des „Rahmenprogramms für die musikalische Bildung und Erziehung im Vorschulalter an den Musikschulen der DDR“: Die zentralen Lehrprogramme werden detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer ideologischen Prägung verglichen.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Bestätigung der Hypothese, dass das DDR-Rahmenprogramm eine deutlich stärkere ideologische Durchdringung aufweist als das westdeutsche Curriculum.
5. Literatur- und Quellenverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Literaturangaben dokumentiert.
Musikalische Früherziehung, Musikschulen, DDR, BRD, 70er Jahre, Lehrprogramme, Ideologie, Kulturpolitik, Musikpädagogik, Sozialistische Persönlichkeit, Begabtenförderung, Musik und Politik, Vergleich, Erziehung, Systemvergleich
Die Bachelorarbeit untersucht, inwiefern ideologische Einflüsse die musikalische Früherziehung in den Musikschulen der BRD und der DDR während der 1970er Jahre geprägt haben.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Musik und Politik, die Geschichte der öffentlichen Musikschulen sowie die ideologische Analyse spezifischer Lehrprogramme in beiden deutschen Staaten.
Das Ziel ist der Nachweis, ob das sozialistische Erziehungssystem der DDR eine stärkere ideologische Durchdringung der Musikalischen Früherziehung aufwies als das System der BRD.
Der Autor führt einen exemplarischen, qualitativen Vergleich der jeweiligen Lehrprogramme durch, ergänzt durch die Analyse geschichtlich-politischer Hintergründe.
Der Hauptteil befasst sich mit der geschichtlichen Einordnung, der detaillierten Gegenüberstellung der Lehrwerke und dem ideologiekritischen Vergleich der Konzepte.
Wichtige Schlüsselwörter sind Musikalische Früherziehung, DDR, BRD, Ideologie, Musikpädagogik und Begabtenförderung.
Sie dient als erzieherisches Idealbild, dem sich alle Bildungsmaßnahmen, einschließlich der Musik, unterzuordnen haben, um ein kollektives Bewusstsein zu schaffen.
Während die DDR Musik nach ideologischen und parteilichen Kriterien (ostblock-gebunden) wählte, war die BRD-Auswahl offener für westliche Popkultur, Jazz und Neue Musik.
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