Masterarbeit, 2011
104 Seiten, Note: 2
1. Das Problem der Mitarbeiterfluktuation im Tourismus
1.1 Fluktuationssituation
1.2 Die Einführungsphase neuer Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen im Tourismus
1.3 Persönliches Forschungsinteresse und Verwertungszusammenhang
1.4 Zusammenfassung
2. Interpersonelle Kommunikation
2.1 Uncertainty Reduction Theory (URT)
2.1.1 Die sieben Grundannahmen der URT
2.1.2 Drei Entwicklungsphasen in der Begegnung mit Fremden
2.1.3 Die sieben Axiome
2.2 Das Johari-Fenster
2.3 Zusammenfassung
3. Gruppendynamik
3.1 Anfangssituationen und Angst
3.2 Schwierigkeiten in Gruppen
3.3 Zugehörigkeitsgefühl
3.4 Phasen der Gruppenentwicklung
3.5 Zusammenfassung
4. Mitarbeitereinführung im Unternehmen
4.1 Die betriebliche Sozialisation
4.2 Der neue Mitarbeiter/die neue Mitarbeiterin und das bestehende Team
4.3 Einarbeitungsprobleme
4.3.1 Realitätsschock
4.3.2 Quantitative Rollenüberlastung
4.3.3 Qualitative Unterforderung
4.3.4 Rollenunklarheit
4.3.5 Führungsdefizite
4.3.6 Feedback-Defizit
4.4 Extremstrategien
4.5 Die Rolle der Führungskraft
4.5.1 Kommunikation als Führungsaufgabe
4.5.2 Der Stellenwert des Feedbacks
4.6 Phasen der Einarbeitung
4.7 Einführungsmaßnahmen und -hilfsmittel
4.8 Zusammenfassung:
5. Empirische Untersuchung
5.1 Untersuchungsmethode
5.2 Aufbau des Fragebogens
5.2.1 Pre-Test
5.2.2 Durchführung
5.2.3 Rücklauf der Online-Befragung
5.3 Auswertung und Ergebnisdarstellung
5.3.1 Beschreibung, Analyse und Interpretation
5.3.1.1 Persönliche Daten der Teilnehmer/Teilnehmerinnen
5.3.1.2 Betriebsdaten
5.3.1.3 Fragen zur Einstiegssituation
5.3.1.4 Fragen zur Persönlichkeit und den sozialisierten Glaubenssätzen
5.3.2 Beantwortung der Forschungsfragen
5.3.3 Bestätigung oder Schwächung der Hypothesen
5.4 Schlusszusammenfassung und Empfehlungen
6. Fazit
7. Quellennachweis
8. Anhang
8.1 Fragebogen
8.2 Beiblatt für „schwarzes Brett“
8.3 Newsletter hogastjob.com
8.4 Kennzahlenstatistik Rücklauf
8.5 Abbruch-Analyse laut www.onlineumfragen.com
Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Integration neuer Mitarbeiter im österreichischen Tourismus. Das primäre Ziel ist es, die Anfangssituation aus kommunikationswissenschaftlicher, gruppendynamischer und personalwirtschaftlicher Perspektive zu beleuchten und auf Basis einer empirischen Untersuchung (Online-Befragung von ca. 250 Tourismusbeschäftigten) Handlungsempfehlungen zur Erleichterung des Arbeitseinstiegs zu geben.
Axiom 1: "Man kann nicht nicht kommunizieren!"
Dieses Axiom besagt, dass alles Verhalten – also auch Handeln oder Nichthandeln und Sprechen oder Schweigen – Mitteilungscharakter hat und andere beeinflusst. Kommunikation findet nicht nur bewusst und absichtlich statt, sondern auch und ganz besonders unbewusst. Wenn ein Vorgesetzter/eine Vorgesetzte aus welchen Gründen auch immer keine Zeit hat den neuen Mitarbeiter/die neue Mitarbeiterin in Empfang zu nehmen, persönlich zu begrüßen und dem Team vorzustellen, so kann diese Handlung oder Nichthandlung vom neuen Mitarbeiter/der neuen Mitarbeiterin als Desinteresse interpretiert werden, das wiederum auf die Motivation und die weiteren Handlungen wirkt. In meinen Seminaren spreche ich hier vom Wirkungsbewusstsein der Führungskräfte, die angehalten sind, ihr Handeln und Nichthandeln auf die Auswirkung auf ihre Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen zu reflektieren. (Vgl. Watzlawick/Beavin/Jackson 2000: 50 - 53)
1. Das Problem der Mitarbeiterfluktuation im Tourismus: Beleuchtung der hohen Fluktuation im Tourismus als strukturelles Problem und Einführung in die spezifische Herausforderung des Saisonstarts.
2. Interpersonelle Kommunikation: Analyse von Kommunikationsprozessen in Anfangssituationen anhand der Uncertainty Reduction Theory und des Johari-Fensters.
3. Gruppendynamik: Untersuchung der Ängste und Gruppenentwicklungsphasen, die bei der Integration neuer Mitglieder in bestehende Teams auftreten.
4. Mitarbeitereinführung im Unternehmen: Darstellung der betrieblichen Sozialisation und praktischer Einarbeitungsprobleme sowie der zentralen Rolle der Führungskraft.
5. Empirische Untersuchung: Detaillierte Auswertung und Interpretation der durchgeführten Online-Befragung zur Einstiegssituation von Tourismusmitarbeitern.
6. Fazit: Zusammenfassende persönliche Erkenntnisse der Autorin und Ableitung zukünftiger beraterischer Aktivitäten.
Tourismus, Mitarbeiterfluktuation, Arbeitseinstieg, Integration, Interpersonelle Kommunikation, Uncertainty Reduction Theory, Johari-Fenster, Gruppendynamik, Personalmanagement, Führungskraft, Mitarbeiterführung, Feedback, Einarbeitung, Sozialisation, Online-Befragung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der hohen Mitarbeiterfluktuation im österreichischen Tourismus und sucht nach Wegen, den Arbeitseinstieg für neue Mitarbeiter durch bessere Kommunikation und Integration zu erleichtern.
Es werden drei Hauptfelder kombiniert: interpersonelle Kommunikation (Theorien zur Reduzierung von Ungewissheit), Gruppendynamik (Phasen der Teambildung) sowie Personalmanagement (betriebliche Sozialisation und Integrationsstrategien).
Ziel ist es, die subjektiven Einschätzungen der Autorin zu validieren und objektive Daten darüber zu erhalten, welche Maßnahmen neue Mitarbeiter bei ihrem Jobeinstieg tatsächlich als hilfreich empfinden.
Die Autorin führte eine quantitative Online-Befragung unter ca. 250 im Tourismus beschäftigten Personen durch, um ihre Hypothesen zum Arbeitseinstieg zu überprüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der kommunikations- und gruppendynamische Grundlagen legt, sowie einen empirischen Block, der die Umfrageergebnisse zur Einstiegssituation analysiert und daraus Handlungsempfehlungen ableitet.
Wichtige Begriffe sind Fluktuationsrate, Integration, Einarbeitung, Führungskompetenz, Feedback-Kultur und die Anwendung des Johari-Fensters im beruflichen Kontext.
Die Autorin untersucht, wie implizite, in der Kindheit gelernte Regeln (z.B. "Sei nicht so neugierig") die Wahl der Strategie beeinflussen, mit der neue Mitarbeiter Informationen über ihre neue Umgebung einholen.
Die Führungskraft wird als zentraler Gestalter des Integrationsprozesses identifiziert, der durch Kommunikation, Feedback und die gezielte Steuerung von Einarbeitungsphasen maßgeblich den Erfolg der Mitarbeiterbindung beeinflusst.
Es handelt sich um eine weit verbreitete, aber problematische Extremstrategie im Tourismus, bei der neue Mitarbeiter ohne ausreichende Informationen und Unterstützung sofort mit schwierigen Aufgaben konfrontiert werden.
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