Doktorarbeit / Dissertation, 2011
177 Seiten, Note: 1,0
Die Dissertation befasst sich mit der Frage, inwieweit der postsäkulare Mensch Rituale wahrnimmt und diesen eine Funktion zuordnet. Sie untersucht am Beispiel des Bistums Erfurt, ob Rituale auch in einer Gesellschaft empfangen werden können, die kaum mit kirchlicher Sozialisation in Berührung gekommen ist. Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Ritualen in der Postmoderne und stellt Anbieter von säkularen Ritualen vor. Sie untersucht die Funktion von Ritualen in der heutigen Gesellschaft und beleuchtet die Rolle von öffentlichen Trauerriten.
Das erste Kapitel beleuchtet die Geschichte und die gegenwärtige Situation des Bistums Erfurt. Es untersucht die geistige Leitung im Bistum und analysiert die konzeptionellen Vorüberlegungen zum Ritualempfinden. Das Kapitel beleuchtet lokale Veränderungen im religiösen Wissen und stellt Angebote auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt sowie weitere innovative Projekte vor.
Das zweite Kapitel befasst sich mit neuen Gottesdienstformen in Erfurt. Es analysiert das nächtliche Weihnachtslob im Erfurter Dom, die Feier der Lebenswende, den ökumenischen Segnungsgottesdienst am Valentinstag, das monatliche Totengedenken für Christen und Nicht-Christen, den Kosmas und Damian - Gottesdienst sowie die Urnenbegräbnisstätte für Christen und Nicht-Christen.
Das dritte Kapitel widmet sich dem Thema der säkularen Rituale. Es untersucht die Bedeutung von Ritualen in der Postmoderne und stellt Anbieter von säkularen Ritualen vor. Das Kapitel analysiert die Funktion von Ritualen in der heutigen Gesellschaft und beleuchtet die Rolle von öffentlichen Trauerriten.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Rituale, Postmoderne, Säkularisierung, Bistum Erfurt, Gottesdienstformen, öffentliche Trauerrituale, homo religiosus, Ritualempfänglichkeit, religiöse Sozialisation, säkulare Rituale.
Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der heutige Mensch zwar ohne Religion leben kann, aber nicht ohne Rituale, da diese Halt, Sicherheit und Orientierung geben.
Rituale ohne direkten religiösen Bezug, wie z.B. weltliche Trauerfeiern, Namensgebungsfeste oder die "Feier der Lebenswende" als Ersatz für die Konfirmation/Firmung.
Es bietet innovative Formen an, wie das nächtliche Weihnachtslob oder Segnungsgottesdienste für Valentinstag, die auch kirchenferne Menschen ansprechen sollen.
Sie dienen der kollektiven Bewältigung von Verlust und schaffen einen Raum für Trauer in einer Gesellschaft, die religiöse Traditionen oft verloren hat.
Die Ritualforschung bejaht eine allgemeine "Ritualempfänglichkeit", auch wenn die traditionelle kirchliche Sozialisation abnimmt.
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