Bachelorarbeit, 2009
43 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Ausgangslage
3. Semiotik
3.1 Grundlagen
3.2 Marken als Zeichen
4. Kommunikation
4.1 Kommunikationsmodelle
5. Kultur
5.1 Der Kulturbegriff
6. Markenkommunikation
6.1 Marketing und Werbung
6.2 Herausforderungen des internationalen Marktes und Besonderheiten interkultureller Markenkommunikation
7. Walmart
7.1 Geschichte
7.2 Unternehmensprofil
7.3 Elemente der Marke Walmart
7.3.1 Logo und Slogan
7.3.2 Märkte und Mitarbeiter
7.3.3 Inhaltsanalyse Walmart-Werbespots
8. Metro Cash & Carry
8.1 Geschichte
8.2 Unternehmensprofil
8.3 Elemente der Marke METRO/makro
8.3.1 Logo und Slogan
8.3.2 Märkte und Mitarbeiter
8.3.3 Inhaltsanalyse METRO „Corporate Movie“
9. Schluss
9.1 Fazit: Semiotik und Markenführung
9.2 Ausblick
10. Verzeichnisse
Diese Bachelorarbeit untersucht die interkulturelle Markenkommunikation aus einer semiotischen Perspektive, mit dem Ziel zu analysieren, wie Unternehmen in verschiedenen Kulturräumen agieren und welche Rolle kulturelle Sensibilität bei der erfolgreichen Markenführung spielt.
3.2 Marken als Zeichen
Es gibt zwei grundlegende Auffassungen darüber, was Zeichen sind: die repräsentationistische und die instrumentalistische Zeichenauffassung. Die repräsentationistische Auffassung gründet sich auf Aristoteles und geht davon aus, ein Zeichen „stehe“ für etwas, habe also einen festen Bezug oder sei ein Abbild eines realen Dinges oder einer Idee. Die in 4.1 diskutierte These des „für etwas Stehens“ erweist sich bei genauerer Betrachtung allerdings als für die Untersuchung von Kommunikation unbefriedigend. Die instrumentalistische Zeichenauffassung nach Platon (und später auch Wittgenstein) hingegen vertritt die Ansicht, Zeichen dienen als Mittel der Beeinflussung, als Werkzeuge zur Kommunikation. Entscheidend ist, wie ein Zeichen verwendet wird. Auch laut Saussure ist ein Zeichen „etwas im Geist tatsächlich vorhandenes, (…) die Verbindung der Vorstellung mit dem Lautbild“, und somit arbiträr, was die Fülle an verschiedenen Sprachen beweise. Keller drückt es so aus: „Zeichen sind, unter ihrem kommunikativen Aspekt betrachtet, Hilfsmittel, um von unmittelbar Wahrnehmbaren auf nicht unmittelbar Wahrnehmbares zu schließen.“ Um zu erkennen, was der Urheber eines Zeichens mit eben diesem Ausdrücken will, benötigt es einer interpretatorischen Leistung des Adressaten (der folglich als Interpret bezeichnet werden kann). Diese kann laut Keller auf drei Arten erfolgen: mittels kausaler, assoziativer oder regelbasierter Schlüsse, welche drei unterschiedliche Arten von Zeichen mit sich bringen.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die globalen Herausforderungen an Markenkommunikation und stellt das Ziel der Arbeit vor, das Anpassungsverhalten von Marken in verschiedenen Kulturen zu beleuchten.
2. Ausgangslage: Dieses Kapitel erläutert die interdisziplinäre Herangehensweise der Arbeit und begründet, warum Marken als komplexe, semiotisch bedeutsame Einheiten ganzheitlich betrachtet werden müssen.
3. Semiotik: Es werden semiotische Grundlagen vermittelt, wobei insbesondere die Definition von Marken als Zeichen und die interpretatorischen Prozesse der Rezipienten im Mittelpunkt stehen.
4. Kommunikation: Dieses Kapitel setzt sich mit verschiedenen Kommunikationsmodellen auseinander und unterstreicht die Notwendigkeit von „semiotischer Kompetenz“ bei der Decodierung von Botschaften.
5. Kultur: Der Kulturbegriff wird semiotisch als „Bedeutungsgewebe“ oder System von Codes definiert, das das Verhalten und die Wahrnehmung innerhalb einer sozialen Gruppe strukturiert.
6. Markenkommunikation: Hier wird der theoretische Rahmen für die Markenführung gesteckt, inklusive der Abgrenzung von Marketing und Werbung sowie der spezifischen Schwierigkeiten im internationalen Kontext.
7. Walmart: Anhand von Walmart wird das Konzept der internationalen Expansion analysiert, wobei das Scheitern des Unternehmens in Deutschland als Beispiel für mangelnde kulturelle Sensibilität dient.
8. Metro Cash & Carry: Dieses Kapitel untersucht die Markenidentität und das internationale Agieren von METRO, wobei insbesondere die Anpassung an lokale Besonderheiten hervorgehoben wird.
9. Schluss: Im Fazit werden die Untersuchungsergebnisse zusammengeführt, wobei METRO eine höhere interkulturelle Sensibilität als Walmart bescheinigt wird.
10. Verzeichnisse: Dieser Abschnitt enthält das vollständige Literaturverzeichnis sowie die Auflistung der Quellen für die Internet- und Medienrecherchen.
Semiotik, Markenkommunikation, Interkulturelle Kompetenz, Globalisierung, Zeichentheorie, Marketing, Markenführung, Corporate Identity, Unternehmenskommunikation, Kulturanpassung, Walmart, METRO Cash & Carry, Werbeanalyse, Kommunikationsmodelle, Symbolik.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen in unterschiedlichen Kulturen kommunizieren und welche Rolle semiotische Aspekte bei der Markenführung spielen.
Die zentralen Themen sind Semiotik, Markenkommunikation, Unternehmenskultur und die spezifischen Herausforderungen bei der Globalisierung von Handelsmarken.
Die Arbeit möchte herausfinden, wie Unternehmen in verschiedenen Kulturen Markenkommunikation betreiben, wie anpassungsfähig sie in der Praxis sind und warum kulturelle Sensibilität ein Erfolgsfaktor ist.
Es wird eine interdisziplinäre Herangehensweise gewählt, die auf einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert, um TV-Werbespots und Kommunikationsstrategien semiotisch zu untersuchen.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen und vergleicht exemplarisch die Handelsketten Walmart und METRO hinsichtlich ihrer Kommunikationsstrategien und ihrer Anpassung an lokale Gegebenheiten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Semiotik, interkulturelle Markenkommunikation, Globalisierung und Markenanpassung charakterisiert.
Das Scheitern dient als Beispiel für eine misslungene Markenkommunikation, da Walmart versuchte, eine rein amerikanische Unternehmenskultur ohne Rücksicht auf lokale Werte durchzusetzen.
METRO verfolgt eine Strategie der moderaten Anpassung und integriert lokale Gegebenheiten stärker in die Unternehmensstruktur, was laut Autorin zu höherer Akzeptanz führt.
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