Diplomarbeit, 2010
178 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Allgemeines
2.2 Geologische Grundlagen
2.2.1 Erdentstehung und –aufbau
2.2.2 Theorie der Plattentektonik
2.3 Geothermische Systeme
2.3.1 Oberflächennahe Geothermie
2.3.2 Tiefe Geothermie
2.3.2.1 Allgemeines
2.3.2.2 Hydrothermale Systeme
2.3.2.3 Petrologische Systeme
3 Erschließung und Nutzung hydrothermaler Geothermie
3.1 Allgemeines
3.2 Untersuchung der geothermischen Energie
3.2.1 Allgemeines
3.2.2 Geologische Untersuchungen
3.2.3 Hydrologische Untersuchungen
3.2.4 Geochemische Untersuchungen
3.2.4.1 Siliciumdioxid-Geothermometer
3.2.4.2 Kation-Geothermometer
3.2.4.3 Gas-Geothermometer
3.2.4.4 Isotope Geothermometer
3.2.5 Geophysikalische Untersuchung
3.3 Gewinnung der geothermischen Energie
3.3.1 Allgemeines
3.3.2 Bohrung
3.3.2.1 Baustelleneinrichtungen
3.3.2.2 Bohrtechnik
3.3.2.3 Bohrspülung
3.3.2.4 Verrohrung und Zementation
3.3.2.5 Komplettierung
3.3.2.6 Sicherheit
3.3.3 Förderung
3.3.3.1 Pumpen
3.3.3.2 Ablagerung und Korrosion
3.3.4 Wärmewandlung und -transport
3.3.4.1 Wärmeüberträger
3.3.4.2 Wärmepumpen
3.3.4.3 Rohrleitungen
3.4 Nutzung der geothermischen Energie
3.4.1 Allgemeines
3.4.2 Stromerzeugung
3.4.2.1 Allgemeines
3.4.2.2 Direkte Dampfnutzungsanlagen
3.4.2.3 Flash-Anlagen
3.4.2.4 Binäranlagen
3.4.3 Raumheizung und -kühlung
3.4.4 Agrikultur und Aquakultur
3.4.4.1 Allgemeines
3.4.4.2 Agrikultur
3.4.4.3 Aquakultur
3.4.5 Industrielle, balneologische und touristische Anwendungen
3.4.6 Umweltauswirkungen der Erdwärmenutzung
3.4.6.1 Allgemeines
3.4.6.2 Physikalische und soziale Auswirkungen
3.4.6.3 Wasser- und Luftverschmutzung
4 Tiefe hydrothermale Erdwärmenutzung in der Türkei
4.1 Allgemeines
4.2 Erdwärmenutzung in der Türkei
4.3 Erdwärme-Kraftwerk Dora-1
4.3.1 Das Salavatli-Sultanhisar Erdwärmesystem
4.3.2 Aufbau und Betrieb
4.3.2.1 Binärtechnologie
4.3.2.2 Kühlsystem
4.3.2.3 Rückinjektion
4.3.2.4 Korrosions- und Ablagerungsschutz
4.3.2.5 Anschluss an das Stromnetz
4.3.2.6 Das Pentan-Sicherheitssystem
4.3.2.7 CO2-Gewinnungsanlage
4.3.3 Erweiterungsprojekte
4.4 Nutzungsmöglichkeiten der Rest- und Abwärme
4.4.1 Restwärme
4.4.1.1 Allgemeines
4.4.1.2 Fernwärmeheizung
4.4.1.3 Gewächshausheizung
4.4.1.4 Balneologische und touristische Nutzung
4.4.2 Abwärme
5 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die technischen sowie wirtschaftlichen Aspekte der tiefen hydrothermalen Erdwärmenutzung. Ziel ist es, die Phasen von Untersuchung, Gewinnung und Nutzung zu analysieren und deren Schwachstellen wie Korrosion und Ablagerungen am Beispiel des türkischen Geothermiekraftwerks Dora-1 praxisorientiert zu beleuchten.
3.3.2.3 Bohrspülung
Die Spülflüssigkeit spielt eine sehr wichtige Rolle bei dem Rotary-Bohrverfahren, da sie drei grundsätzliche Aufgaben zu erfüllen hat; Abtrag der Formation und Bohrlochreinigung, Bohrlochstabilisierung und zusätzliche Aufgaben. Die Bohrspülung löst zuerst die Bodenformation, bindet sie an sich und trägt danach aus dem Bohrloch raus. Dadurch erfolgt der Abtrag der Formation und Bohrlochreinigung. Nachdem die Bohrspülung einen dünnwandigen Filterkuchen geringerer Durchlässigkeit gebildet hat, wird das Bohrloch stabilisiert und gegen Grundwasserzutritt geschützt. Als zusätzliche Aufgaben schmiert und kühlt die Bohrspülung das Bohrgerät und den Bohrkopf und schützt sie gegen Korrosion. (Wegener & Bayer, 2010)
Der Verfahrensablauf der Spülbohrung wird in der Abbildung 3-3 dargestellt. Die aus den Spültanks angesaugte Spülflüssigkeit wird mit hohem Druck durch die Bohrspitze gesprüht. Das Gemisch aus Bohrspülung und Bohrkleingut wird zwischen Bohrgestänge und Bohrlochwand an die Erdoberfläche gefördert, wo die Flüssigkeit von dem Bohrkleingut mit unterschiedlichen Methoden getrennt und wieder zurück in den Kreislauf gepumpt wird.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die wachsende Bedeutung regenerativer Energien und führt in die Grundlagen der Geothermie sowie das spezifische Fallbeispiel des Kraftwerks Dora-1 ein.
2 Grundlagen: Es werden die geologischen und geophysikalischen Voraussetzungen für geothermische Systeme erläutert, inklusive einer Klassifizierung nach Nutzungstiefen.
3 Erschließung und Nutzung hydrothermaler Geothermie: Dieses Kapitel behandelt detailliert die wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden, Bohrtechniken, Förderanlagen sowie die Herausforderungen durch Korrosion und Ablagerungen.
4 Tiefe hydrothermale Erdwärmenutzung in der Türkei: Hier erfolgt eine praxisbezogene Analyse des Status quo der Erdwärmenutzung in der Türkei mit Fokus auf dem Kraftwerk Dora-1 und zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten von Rest- und Abwärme.
5 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Erdwärme als Zukunftsenergie und benennt kritische Aufgaben wie die Materialforschung und Wirtschaftlichkeitsoptimierung.
Geothermie, Hydrothermale Systeme, Tiefbohrung, Bohrtechnik, Erdwärme-Kraftwerk, Türkei, Dora-1, Korrosion, Ablagerungen, Scaling, Stromerzeugung, Fernwärme, Gewächshausheizung, Restwärmenutzung, Rückinjektion
Die Arbeit befasst sich mit der Erschließung und Nutzung tiefer hydrothermaler Erdwärmesysteme, wobei das Potenzial und die technischen Hürden, insbesondere im türkischen Kontext, analysiert werden.
Zu den Schwerpunkten zählen die geologischen Grundlagen, Bohr- und Förderverfahren, der Schutz vor Korrosion und chemischen Ablagerungen sowie die Strom- und Wärmeversorgung durch Geothermie.
Ziel ist es, die Phasen der geothermischen Energiegewinnung detailliert darzustellen und anhand eines bestehenden Projekts in der Türkei Lösungsansätze für effizienteren Betrieb und Restwärmenutzung aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse technischer Grundlagen sowie auf einer praxisorientierten Fallstudie durch Anlagenbesuche und Experteninterviews.
Der Hauptteil analysiert Untersuchungsmethoden (Geochemie, Geophysik), Bohrtechnologien, Aspekte der Sicherheit, Korrosionsschutz sowie die direkte und indirekte Nutzung von Erdwärme.
Geothermie, hydrothermale Erdwärme, Kraftwerkstechnik, Korrosionsschutz, Restwärmenutzung und der türkische Energiemarkt.
Dora-1 dient als konkretes Fallbeispiel für eine kommerzielle Anlage, an der Aufbau, Betrieb sowie der Umgang mit technischen Herausforderungen wie Scaling und Restwärmeverwertung detailliert dokumentiert werden.
Es wird aufgezeigt, dass die Restwärmenutzung (z.B. für Gewächshäuser) zwar das Potenzial hat, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, jedoch durch Faktoren wie Silikat-Scaling und komplexe hydraulische Anforderungen technisch anspruchsvoll ist.
Die Rückinjektion ist entscheidend, um den Druck im Reservoir aufrechtzuerhalten, die thermische Nachhaltigkeit zu sichern und ökologische Risiken durch mineralhaltiges Wasser zu minimieren.
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