Diplomarbeit, 2010
110 Seiten
1 Einleitung
2 Das Konzept der bewegten Schule – Modifikation für Berufsschule und Betrieb
2.1 Das Konzept der bewegten Schule an allgemeinbildenden Schulen
2.2 Das Konzept der bewegten Schule an berufsbildenden Schulen
2.2.1 Grundlagen
2.2.2 Das Konzept der bewegten Berufsschule
2.2.3 Die aktuelle Situation von Sport und Bewegung in berufsbildenden Schulen
2.3 Das Konzept der bewegten Schule – übertragen auf den Betrieb
2.3.1 Grundlagen
2.3.2 Das Konzept des bewegten Betriebes
2.3.3 Die aktuelle Situation von Sport und Bewegung in Betrieben
3 Zielgruppenanalyse
3.1 Berufsschüler
3.1.1 Spätes Jugendalter
3.1.2 Frühes Erwachsenenalter
3.2 Arbeitnehmer
3.2.1 Mittleres Erwachsenenalter
3.2.2 Späteres Erwachsenenalter
4 Entwicklung von Leitfäden für Berufsschule und Betrieb
4.1 Die bewegte Berufsschule – Leitfaden zur Legitimation
4.1.1 Unterstützung bei der Aneignung beruflicher Handlungskompetenz
4.1.2 Steigerung des psychischen Wohlbefindens
4.1.3 Förderung der persönlichen Gesundheitskompetenz
4.1.4 Verbesserung des Schulimages
4.2 Die bewegte Berufsschule – Leitfaden zur praktischen Umsetzung
4.2.1 Bewegter Unterricht
4.2.2 Bewegte Pause
4.2.3 Bewegtes Schulleben
4.2.4 Bewegte Freizeit/Bewegte Arbeitszeit
4.3 Der bewegte Betrieb – Leitfaden zur Legitimation
4.3.1 Reduktion von Fehlzeiten
4.3.2 Vorbeugen und Reduzieren arbeitsbedingter körperlicher Belastungen
4.3.3 Vorbeugen und Reduzieren arbeitsbedingter psychischer Belastungen
4.3.4 Produktivitätssteigerung
4.3.5 Motivationssteigerung
4.3.6 Verbesserungen auf sozialer Ebene
4.3.7 Aufbau einer persönlichen Gesundheitskompetenz
4.3.8 Imageverbesserung des Unternehmens
4.4 Der bewegte Betrieb – Leitfaden zur praktischen Umsetzung
4.4.1 Bewegter Arbeitsplatz
4.4.2 Bewegte Pause/Bewegter Arbeitsweg
4.4.3 Bewegtes Arbeitsleben
4.4.4 Bewegte Freizeit
5 Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das pädagogische Konzept der bewegten Schule auf die spezifischen Anforderungen von berufsbildenden Schulen und Betrieben zu übertragen und mittels konkreter Leitfäden praktisch anwendbar zu machen, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Zielgruppen nachhaltig zu fördern.
Die bewegte Berufsschule – Leitfaden zur Legitimation
Die in Kapitel 2.2.3 genannten Probleme wie die Nichteinhaltung des ohnehin geringen Stundensolls, mangelhafte Situation der Sportstätten, unqualifiziertes Lehrpersonal sowie der geringe Stellenwert des Faches Sport kennzeichnen die aktuelle Situation des Schulsports in berufsbildenden Schulen, die vom Deutschen Sportbund deshalb auch zu Recht als „sehr problematisch“ (Deutscher Sportbund, 2002, S. 1) eingeschätzt wird.
Um diese Situation in Zukunft zu verbessern, müssen alle Verantwortlichen und Beteiligten der Berufsschulen davon überzeugt werden, dass „Bewegung für die umfassende Entwicklung von Jugendlichen von sehr großer Bedeutung ist“ (Müller & Petzold, 2006, S. 23). Nur getragen von dieser Überzeugung kann es gelingen, die Berufsschulen bewegter zu gestalten und die genannten Probleme zu eliminieren, sodass die Berufsschüler von den vielfältigen Nutzenaspekten von Bewegung profitieren können.
Ziel des Leitfadens zur Legitimation der bewegten Berufsschule ist es, für Transparenz über diese Nutzenaspekte zu sorgen, um bei den Verantwortlichen die Akzeptanz von Sport- und Bewegungsaktivitäten im Berufsschulalltag zu wecken. Hierzu werden acht Argumente vorgestellt, die die Bedeutsamkeit von Sport und Bewegung in Berufsschulen belegen und somit zu einem Umdenken animieren sollen.
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit von Bewegung in Schule und Betrieb angesichts zivilisationsbedingter Krankheiten und stellt das Konzept der bewegten Schule als Lösung vor.
2 Das Konzept der bewegten Schule – Modifikation für Berufsschule und Betrieb: Dieses Kapitel erläutert das Grundkonzept und modifiziert es für die spezifischen institutionellen Strukturen beruflicher Bildung und des betrieblichen Alltags.
3 Zielgruppenanalyse: Hier werden die motorischen Voraussetzungen von Berufsschülern und Arbeitnehmern in verschiedenen Altersphasen analysiert, um eine fundierte Grundlage für die bewegungsfördernden Maßnahmen zu schaffen.
4 Entwicklung von Leitfäden für Berufsschule und Betrieb: In diesem zentralen Teil werden spezifische Leitfäden zur theoretischen Begründung und praktischen Umsetzung von mehr Bewegung im schulischen und beruflichen Alltag detailliert hergeleitet.
5 Ausblick: Der Ausblick thematisiert die Notwendigkeit, die entwickelten Konzepte in die Praxis zu überführen, kritisch zu evaluieren und durch ein breites Feedback der Akteure kontinuierlich zu verbessern.
Bewegte Schule, bewegte Berufsschule, bewegter Betrieb, betriebliche Gesundheitsförderung, Berufsschüler, Arbeitnehmer, Handlungskompetenz, Bewegungserziehung, Schulsport, Stressreduktion, Fehlzeitenreduktion, Gesundheitskompetenz, Produktivität, Arbeitsplatzgestaltung, Prävention
Die Diplomarbeit untersucht, wie das pädagogische Konzept der "bewegten Schule" auf die Bedingungen von berufsbildenden Schulen und betrieblichen Arbeitsumfeldern übertragen und modifiziert werden kann.
Die zentralen Themen sind Gesundheitsförderung, Sportpädagogik, berufliche Handlungskompetenz, betriebliches Gesundheitsmanagement und die Entwicklung von praktischen Leitfäden zur Umsetzung.
Das Ziel ist die Erstellung von Leitfäden, die Entscheidungsträger in Schulen und Betrieben von der Notwendigkeit und dem Nutzen regelmäßiger Bewegung überzeugen und ihnen konkrete Anleitungen zur Umsetzung geben.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Auswertung aktueller Konzepte und Studien, einer zielgruppenspezifischen Analyse motorischer Voraussetzungen sowie der methodischen Entwicklung von Anwendungsleitfäden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Zielgruppenanalyse sowie die detaillierte Entwicklung von vier spezifischen Leitfäden: zur Legitimation und praktischen Umsetzung sowohl für die Berufsschule als auch für den Betrieb.
Wichtige Begriffe sind insbesondere: Bewegte Schule, Betriebliche Gesundheitsförderung, Berufsschüler, Handlungskompetenz, Fehlzeitenreduktion und Prävention.
Die Arbeit identifiziert erhebliche Mängel in der Ausstattung und dem Stellenwert des Sportunterrichts an berufsbildenden Schulen und sieht hier ein hohes, bisher ungenutztes Potenzial für die Gesundheitsförderung.
Der "bewegte Betrieb" zielt darauf ab, die Gesundheit der Arbeitnehmer langfristig zu schützen, Fehlzeiten zu senken, die Motivation zu steigern und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen.
Die Einführung erfolgt stufenweise, wobei in der Berufsschule zunächst das Konzept der bewegten Berufsschule etabliert werden soll, bevor nach einer gewissen Akzeptanzphase der "bewegte Betrieb" thematisiert wird.
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