Masterarbeit, 2011
112 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Motivation und Thematik
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Religionsunterricht an beruflichen Schulen
2.1. Schulische Bildung als Erlernen von Kompetenzen
2.2. Aktuelle Forschungsergebnisse zu Religion, Jugend und Kirche
2.3. Medienwelt Jugendlicher als lebensweltorientierter Anknüpfungspunkt
2.4. Schlussfolgerungen für den BRU
3. Bedeutung von Medien aus christlicher und pädagogischer Sicht
3.1. Medien im christlich - religiösen Kontext
3.1.1. Medien als Bestandteil christlicher Verkündigung
3.1.2. Medien in Reformation und postmoderner Gesellschaft
3.1.3. Religiöse Dimensionen in säkularisierter Medienwelt
3.1.3.1. Religiös-christliche Heldenaspekte bei Harry-Potter
3.1.3.2. Religiöse Aspekte in den „Star-Wars“ – Filmen
3.1.3.3. Christliche Aspekte in „Herr der Ringe“
3.1.3.4. Religiöse-christl. Dimensionen in „Lola rennt“
3.1.4. Schlussfolgerungen
3.2. Einflüsse medialer Vorbilder (Helden) aus Sicht der Jungen Pädagogik
3.2.1. Allgemeine Einflüsse medialer Helden in PC-Spielen
3.2.2. Einflüsse medialer und einseitiger Helden aus Sicht der Jungen-Pädagogik
3.3. Beobachtungen und Schlussfolgerungen für den BRU
4. Religionspädagogische Aspekte von Mythen und Symbolen in der medialen Lebenswelt Jugendlicher
4.1. Zu den Begriffen Mythos und Symbol im christlichen Sinn
4.2. Die Heldenreise (nach Campbell) und ihre medialen Wirkungen (nach Hammann)
4.2.1. Die Heldenreise nach Campbell
4.2.2. Die medialen (Neben)-Wirkungen der Heldenreise nach Hammann
4.3. Anknüpfungspunkt Vorbild und Heldenreise beim TV-Superstarkult
4.3.1. Kommerzielle Aspekte von medialen Vorbild- und Heldenangeboten
4.3.2. Vorbildthematik und Erfahrungswerte bei Mendl
4.3.3. Aktueller medialer Starkult im Medium Fernsehen
4.4. Anknüpfungspunkt Jesus als lebendiges Symbol in seiner Vielgestaltigkeit
4.4.1. Jesus in der frühen Kirchengeschichte: Gottähnlich oder gottgleich?
4.4.2. Jesus als Mensch: Vorbild, Revolutionär oder Superstar
4.5. Schlussfolgerungen
5. Forschungsdesign: Wie nehmen vom Starkult beeinflusste BRU-SuS die Gestalt Jesu wahr?
5.1. Quantitative Forschung
5.1.1. Vorteile einer quantitativen Befragungsaktion
5.1.2. Rahmenbedingungen des BRU für eine Umfrage
5.1.3. Folgerungen und Fragestellungen
5.1.4. Art und Weise der Auswertung
5.2. These: Der mediale Starkult beeinflusst die Wahrnehmung der Gestalt Jesu bei BRU - Schülern.
5.3. Der Fragebogen: Zielsetzungen und Intentionen
5.3.1. Konzeptionelle Kriterien des Fragebogens
5.3.2. Die Forschungsfragen und die Gestaltung des Fragebogens
5.3.2.1. Geschlecht, Religion oder Alter
5.3.2.2. Wer ist für Dich ein Vorbild?
5.3.2.3. Frage 2: Wie soll ein Star sein, der/die ein echtes Vorbild ist?
5.3.2.4. Frage 3: Jesus aus der Bibel – könntest Du ihn dir als Star vorstellen?
5.4. Durchführung der Umfrage
5.5. Darstellung der Ergebnisse
5.5.1. Anzahl und schulische Zuordnung der Fragebögen
5.5.2. Altersangaben
5.5.3. Geschlechterverteilung
5.5.4. Angaben zu Glaube und Religionszugehörigkeit
5.5.5. Ergebnisse zu Frage 1: Wer ist für dich ein Vorbild?
5.5.5.1. Gesamtüberblick Auswahl und eigene Vorschläge
5.5.5.2. Geschlechtergetrennte Darstellung und Auffälligkeiten
5.5.5.3. Die Lebensweltbereiche der eigenen Vorbildvorschläge
5.5.6. Ergebnisse zu Frage 2: Wie soll ein Star sein, der/die ein echtes Vorbild ist?
5.5.6.1. Gesamtdarstellung der Ergebnisse
5.5.6.2. Geschlechtergetrennte Darstellung und Auffälligkeiten
5.5.7. Ergebnisse zu Frage 3: Jesus aus der Bibel – könntest Du ihn dir als Star vorstellen?
5.5.7.1. Unterscheidung nach reinen und gemischten Antworten
5.5.7.2. Gesamtanzahl der Antworten
5.5.7.3. Die Platzierung der Antworten
5.5.7.4. Platzierung bei SuS „ohne Religion“
5.5.7.5. Platzierung bei „muslimischen“ SuS
5.5.7.6. Gegenüberstellung argumentativ ähnlicher Aussagen
5.5.7.7. Auflistung der „Nein, weil…“ Antworten
5.5.7.8. Auflistung der „Ja, weil…“ Antworten
5.5.7.9. Die Antworten in geschlechtergetrennter Betrachtung
5.5.7.10. Klassen- und schultypbezogene Differenzen und Extreme
6. Auswertung und Schlussfolgerungen
6.1. Allgemeine äußere Auffälligkeiten der Studie
6.2. Zusammenfassung der inhaltlichen Ergebnisse
6.3. Religionspädagogische Gesamtauswertung und Schlussfolgerungen
6.3.1. „Glaube als Lebenshilfe“ in jugendlichen Übergangsphasen
6.3.2. Mediale Erlösungs- und Heldenmotive als neue Zugänge zu Jesus
6.3.3. Auferstehungszweifel und kritische Distanz stärker aufgreifen
6.3.4. Notwendigkeit von Jugendarbeit und Schulseelsorge
6.4. Zwei strukturelle Entwürfe für die BRU – Praxis
6.4.1. Petrus, Jesus, Dieter Bohlen: Wer ist hier der Superstar?
6.4.2. „Lola rennt“ – alles Zufall oder Nachfolge Jesu?
7. Schlussbemerkungen
8. Literaturliste
Die vorliegende Masterthesis untersucht, wie Schülerinnen und Schüler des Religionsunterrichts an beruflichen Schulen (BRU) die Gestalt Jesu im Kontext des aktuellen, von den Medien geprägten Starkults wahrnehmen. Das Ziel besteht darin, lebensweltorientierte Anknüpfungspunkte für den Religionsunterricht zu identifizieren, um eine zeitgemäße Vermittlung der christlichen Botschaft zu ermöglichen.
3.1.3. Religiöse Dimensionen in säkularisierter Medienwelt
Nachdem nun zahlreiche Bezüge und Zusammenhänge von christlicher Verkündigung und Medien sowie Religion dargelegt wurden, werden nun die religiösen Aspekte (festgestellt s. Kapitel 2.3.) in der säkularen Medienwelt sowohl mit christlichen wie auch weltlichen Autoren vertieft.
Der Medienpädagoge Franz Josef Röll stellte in seinem Werk „Mythen und Symbole in populären Medien“ bereits 1998 detailliert dar, wie sehr in Werbung, Videoclips (damals z. B. Michael Jackson, Madonna usw.), Musik und erfolgreichen Filmen (z. B. Indiana Jones / Terminator 2) aufgrund der Verwendung von mythischen Bezügen und Symbolen religiöse Dimensionen eingesetzt werden.
Eine derart umfangreiche Darstellung kann in dieser Arbeit nicht stattfinden, eine Beschränkung ist notwendig. Deshalb wurden beispielhaft einige kommerziell höchst erfolgreiche und Kinofilme ausgesucht, aufgrund derer Verbreitung die Handlung als bekannt vorausgesetzt wird (Harry-Potter, Star Wars, Herr der Ringe) oder kurz darstellbar sind (Lola rennt).
1. Einleitung: Darstellung der Motivation des Autors, der forschungsleitenden Fragestellungen sowie des Aufbaus der gesamten Masterthesis.
2. Religionsunterricht an beruflichen Schulen: Analyse der besonderen Herausforderungen im BRU, insbesondere im Hinblick auf lebensweltorientierte Kompetenzanforderungen und die religiöse Situation Jugendlicher.
3. Bedeutung von Medien aus christlicher und pädagogischer Sicht: Erörterung eines christlichen Medienverständnisses und exemplarische Analyse von Filmen sowie Einflüssen der Jungen-Pädagogik auf mediale Vorbilder.
4. Religionspädagogische Aspekte von Mythen und Symbolen in der medialen Lebenswelt Jugendlicher: Vertiefende Auseinandersetzung mit der „Heldenreise“, Symboltheorie und der Bedeutung Jesu als lebendigem Symbol.
5. Forschungsdesign: Wie nehmen vom Starkult beeinflusste BRU-SuS die Gestalt Jesu wahr?: Detaillierte Beschreibung der quantitativen Umfrage, der Konzeption des Fragebogens und Darstellung der gewonnenen Ergebnisse.
6. Auswertung und Schlussfolgerungen: Synthese der empirischen Befunde und Ableitung von religionspädagogischen Konsequenzen sowie praxisorientierten Unterrichtsentwürfen.
7. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Reflektion über die gewonnenen Erkenntnisse, die Bedeutung der Arbeit und den Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Religionsunterricht, Berufsschule, Medienpädagogik, Starkult, Heldenreise, Joseph Campbell, Jesus Christus, religiöse Symbole, Identitätsbildung, Jugendtheologie, Vorbilder, Filmanalyse, Religionspädagogik, Lebensweltorientierung, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Jugendlichen im Religionsunterricht an beruflichen Schulen zu religiösen Inhalten, indem sie die moderne Medienwelt und den darin enthaltenen „Starkult“ als Anknüpfungspunkt nutzt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Medienpädagogik, der Bedeutung mythischer Heldenbilder, der Analyse von populären Filmen unter religiösen Gesichtspunkten sowie der empirischen Untersuchung jugendlicher Vorstellungen von Jesus.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Gestalt Jesu in einer mediengeprägten Welt als lebendiges Symbol verstanden werden kann, das Jugendlichen bei ihren persönlichen Entwicklungs- und Lebensaufgaben als Orientierungshilfe dient.
Der Autor führt eine quantitative Fragebogenanalyse unter 288 Schülern des beruflichen Schulzentrums Emmendingen durch, ergänzt durch eine tiefenpsychologische und religionspädagogische Literaturanalyse.
Der Hauptteil analysiert die mediale Lebenswelt, erörtert die Bedeutung der „Heldenreise“ für die Identitätsbildung und stellt die Ergebnisse der Befragung vor, die Aufschluss darüber geben, wie Schüler auf Jesus als „Star“ oder „Vorbild“ reagieren.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Religionsunterricht, Medienpädagogik, Heldenreise, Jesus als Symbol, Starkult und Jugendtheologie.
Die Umfrage ergab, dass Schüler durchaus eine differenzierte Sichtweise haben: Während Stars oft unterhaltsam sind, werden an ein „Vorbild“ deutlich höhere ethische Ansprüche (wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Gerechtigkeit) gestellt.
Der Film dient als Beispiel für einen modernen, lebensweltnahen Zugang, der religiöse Themen wie Aufopferung, Erlösungsmotive und die Bedeutung von Entscheidungen aufgreift, ohne dabei in ein klassisch religiöses Schema zu verfallen.
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