Examensarbeit, 2010
47 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung: Umriss der Problemsituation
2. Theoretische Grundlagen der Methode Lernen durch Lehren
2.1 Entstehungsgeschichte
2.2 Vorstellung der Unterrichtsmethode
2.3 Phasen des Lernens durch Lehren
2.4 Leistungsbewertung beim Lernen durch Lehren
2.5 Vorteile der Methode: Das Erlernen wichtiger Schlüsselqualifikationen/Kompetenzen
2.6 Probleme beim Lernen durch Lehren und Lösungsmöglichkeiten
3. Durchführung, Auswertung und Diskussion eines praktischen Unterrichtsversuchs zum Lernen durch Lehren
3.1 Vorstellung der Rahmenbedingungen
3.2 Lernen durch Lehren zum Thema Liebeslyrik
3.3 Anmerkungen zu Beginn und Verlauf der Unterrichtsreihe
3.4 Die Veränderung der Lehrerrolle beim Lernen durch Lehren
3.4.1 Unterrichten: Planung – Durchführung – Reflexion
3.4.2 Diagnostizieren, Fördern und Beraten
3.5 Kriterien zur Evaluation
3.6 Ergebnisse der Evaluation der einzelnen Unterrichtsstunden
3.7 Ergebnisse der Evaluation zum Lernen durch Lehren
4. Resümee und Ausblick
4.1 Erkenntnisse und Verbesserungsvorschläge – Formulierung des Konzeptes
4.2 Abschließende Bewertung der Umsetzbarkeit theoretischer Vorgaben des Lernens durch Lehren
Ziel der Arbeit ist es, das Konzept „Lernen durch Lehren“ kritisch zu prüfen und ein auf andere Fächer und Lerngruppen übertragbares Konzept zu entwickeln, welches die Vorteile der Methode beibehält und auftretende Umsetzungsprobleme minimiert. Im Fokus steht dabei die Steigerung der Sozial- und Methodenkompetenz der Schüler im Deutschunterricht.
2.2 Vorstellung der Unterrichtsmethode
Lernen durch Lehren ist eine schülerzentrierte und handlungsorientierte Unterrichtsmethode, in der die Schüler eigenverantwortlich Unterrichtsinhalte erarbeiten und anschließend dafür Sorge tragen, dass ihre Mitschüler im Schülerunterricht ebenfalls dieses Wissen erlangen. Die Präsentation in Form des Haltens einer eigenen Unterrichtsstunde ist das Kernstück der Methode und gleichzeitig die Motivation für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand, da die Lernenden ihre Verantwortung für den Lernerfolg ihrer Mitschüler spüren und zielgerichtet auf ihren Lehrauftrag hinarbeiten.
Durch die handelnde und selbstständige Aneignung identifizieren sich die Lernenden stärker mit dem Unterrichtsinhalt und sie erfahren die Bedeutsamkeit der Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand. Dies steigert die Eigeninitiative der Schüler. Insbesondere in der Vorbereitungsphase der Unterrichtsstunden kommt es zu einer Erhöhung der Schüleraktivierung im Vergleich zum regulären Unterricht, da die Schüler ihr Wissen selbst konstruieren müssen.
Damit es bei der anschließenden Präsentation nicht wieder zu einem ausschließlich lehrerzentrierten Unterricht kommt, bei dem alle mit Ausnahme der zwei lehrenden Schüler passiv den Ausführungen folgen, sollten im Vorfeld schüleraktivierende und handlungsorientierte Methoden im Plenum besprochen werden. Neben dem Vorteil eines abwechslungsreichen Unterrichtsalltages, der durch ein breites Methodenrepertoire ermöglicht wird, erlangen die Lernenden durch die Vorstellung und kritische Reflexion verschiedener Methoden die Fähigkeit, diese gezielt für bestimmte Lernziele auszuwählen und bei der eigenen Analyse von Texten zu nutzen. Die Methodenkompetenz der Schüler im Bereich des Lernens wird somit verbessert.
1. Einleitung: Umriss der Problemsituation: Darstellung des passiven Lernverhaltens in konventionellen Settings und die Notwendigkeit, Schüler durch Eigenverantwortung und aktive Mitgestaltung zu aktivieren.
2. Theoretische Grundlagen der Methode Lernen durch Lehren: Definition, historische Herleitung, methodische Phasen sowie die Chancen und Problemlagen des Ansatzes.
3. Durchführung, Auswertung und Diskussion eines praktischen Unterrichtsversuchs zum Lernen durch Lehren: Dokumentation des konkreten Praxiseinsatzes, der Methodenwahl und der Evaluation von Lernprozessen und Lehrerrolle.
4. Resümee und Ausblick: Synthese der Ergebnisse zur Entwicklung eines übertragbaren Konzeptes und abschließende Bewertung der Praxistauglichkeit.
Lernen durch Lehren, Schülerzentrierung, Handlungsorientierung, Lyrikunterricht, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Lehrerrolle, Evaluation, Unterrichtsplanung, Eigenverantwortung, Schüleraktivierung, Didaktik, Lernmotivation, Fachwissen.
Die Arbeit untersucht die Unterrichtsmethode „Lernen durch Lehren“ (LdL) hinsichtlich ihrer theoretischen Basis, ihrer praktischen Umsetzung in einem Deutschkurs der Oberstufe sowie ihrer Vor- und Nachteile.
Im Zentrum stehen die Förderung von Methoden- und Sozialkompetenz, die Veränderung der Lehrerrolle zum Lernbegleiter sowie die kritische Reflektion von Leistungsbewertungsmodellen bei Schülerunterricht.
Ziel ist die Entwicklung eines praxistauglichen und übertragbaren Konzepts, das die Vorteile der Methode nutzt und zugleich die Hürden des erhöhten Zeit- und Organisationsaufwandes adressiert.
Es handelt sich um eine handlungsorientierte empirische Studie, die auf einer Unterrichtsreihe basiert und diese mittels Fragebögen, Beobachtungsbögen und Reflexionsgesprächen evaluiert.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Phasen der Methode, schildert detailliert die Durchführung eines Unterrichtsversuchs zum Thema Liebeslyrik und diskutiert die Auswirkungen auf das Rollenverständnis von Lehrenden und Lernenden.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe „Lernen durch Lehren“, „Schülerzentrierung“, „Methodenkompetenz“ und „Evaluation“ definieren.
Da die einzelnen Gedichte thematisch unabhängig voneinander analysiert werden konnten, bot dies eine größere methodische Flexibilität als bei der geschlossenen Behandlung eines Dramas.
Die Autorin plädiert dafür, die finale Leistungsbewertung (Notengebung) trotz der Schülerbeteiligung in der Verantwortung der Lehrkraft zu belassen, um der Bedeutung von Schulnoten im deutschen Bildungssystem gerecht zu werden.
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