Examensarbeit, 2011
143 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Das Übergangssystem
2.1 Bildungsgänge des Übergangssystems
2.1.1. Regelangebote der Bundesagentur für Arbeit
2.1.1.1 Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB)
2.1.1.2 Einstiegsqualifizierung (EQ)
2.1.1.3 Aktivierungshilfen
2.1.2. Schulische Bildungsgänge
2.1.2.1 Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), (Berufsorientierungsjahr (BOJ))/ Klassen für Schülerinnen und Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis (KSOB)
2.1.2.2 Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)/ (Berufsgrundschuljahr (BGJ))
2.1.2.3 Berufsfachschulen, die keinen Abschluss vermitteln
2.3 Das Übergangssystem im Kreis Paderborn
2.3.1 Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit
2.3.2 Berufskollegs im Kreis Paderborn
2.3.3 Die Verteilung der Teilnehmer am Übergangssystem in Paderborn
2.3 Zwischenfazit zum Übergangssystem Paderborn
3 Berufliche Orientierung und Berufswissen im Übergangssystem
3. 1 Berufswissen und Berufsorientierung
3.1.1 Berufswahltheorie nach Gottfredson
3.1.2 Berufswahltheorie nach Holland
4 Untersuchung
4.1 Fragestellung
4.2 Hypothesen
4.3 Methoden der Datenerhebung
4.3.1 Quantitative Methode
4.3.2 Qualitative Methode
4.4. Erfassung der Zielgruppe
4.5 Durchführung der Befragung
4.6 Darstellung und Auswertung der Ergebnisse der schriftlichen Befragung
4.7 Darstellung und Auswertung der Ergebnisse der Interviews
4.8 Überprüfung der Hypothesen
4.9 Reflexion der Datenerhebung
4.10 Interpretation der Ergebnisse
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die mangelnde Transparenz des Übergangssystems zwischen Schule und Berufsausbildung am Beispiel der Region Paderborn. Das primäre Ziel ist es, das Berufswissen und die berufliche Orientierung der Jugendlichen in diesem System zu erfassen, um zu prüfen, ob sie sich in den für sie am besten geeigneten Maßnahmen befinden.
3.1.1 Berufswahltheorie nach Gottfredson
Die Berufswahl ist nach Gottfredson ein „Passungsprozess“149, der bestimmten Voraussetzungen unterliegt. Einerseits muss das Individuum Kenntnisse über Berufsmerkmale besitzen und sich andererseits im Klaren über die eigenen Eigenschaften und Fähigkeiten sein. Das so genannte Selbstkonzept wird im Verlauf der Entwicklung stets mit der Berufswahl verglichen, sodass sich verschiedene Aspirationen herausbilden.150 Das Selbstkonzept ist hierbei die Selbstwahrnehmung des Individuums, also seine persönlichen Begabungen, Fähigkeiten, Interessen, Präferenzen und der eigenen sozialen Stellung zu jedem Zeitpunkt seines Lebens. Außerdem gehören Wünsche, Erwartungen und Ideale ebenso zum Selbstkonzept.151 Es dient zur „Strukturierung von Erfahrungen, zur Lenkung von Handlungen und als Entscheidungsbasis“.152 In diesem Konzept unterscheiden sich zudem soziale und psychologische Merkmale, wobei erstere den Vorrang erhalten und erst im zweiten Schritt die persönlichen Präferenzen bei der Berufswahl berücksichtigt werden.153
Die Berufsziele bilden sich in vier Entwicklungsphasen, die der Mensch in seinem Leben durchläuft, aus. Entscheidend ist, dass im Laufe der Zeit die Berufe, die nicht mit seinem Selbstkonzept übereinstimmen, vom Individuum aussortiert werden und so die geeigneten Berufe übrig bleiben.154
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Entstehung des Übergangssystems und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der mangelnden Transparenz im Kreis Paderborn.
2 Das Übergangssystem: Dieses Kapitel definiert das Übergangssystem und beschreibt sowohl die schulischen als auch die außerschulischen Angebote in Deutschland und speziell im Raum Paderborn.
3 Berufliche Orientierung und Berufswissen im Übergangssystem: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Berufswahl, basierend auf den Modellen von Gottfredson und Holland, dargelegt.
4 Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Untersuchung, stellt die Ergebnisse der schriftlichen Befragung sowie der Interviews dar und diskutiert die Überprüfung der Hypothesen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer Neustrukturierung des Übergangssystems zur Vermeidung von Warteschleifen.
Übergangssystem, Berufsorientierung, Berufswissen, Paderborn, Berufswahltheorie, Gottfredson, Holland, RIASEC-Modell, Berufsvorbereitung, Ausbildungsreife, Selbstkonzept, Warteschleife, Berufsinteressen, Arbeitsmarkt, Jugendliche
Die Arbeit untersucht das Übergangssystem zwischen Schule und Berufsausbildung und beleuchtet die Frage, inwieweit Jugendliche über ausreichendes Berufswissen verfügen und sich in passenden Maßnahmen befinden.
Neben der Struktur des Übergangssystems stehen vor allem die Berufswahltheorien von Gottfredson und Holland sowie die Analyse der beruflichen Orientierung bei Jugendlichen im Mittelpunkt.
Ziel ist es, die mangelnde Transparenz des Übergangssystems im Kreis Paderborn zu untersuchen und zu prüfen, ob die Jugendlichen eine fundierte Berufswahlentscheidung treffen können.
Es handelt sich um eine Querschnittsstudie, die quantitative Methoden (Fragebögen mit dem AIST) mit qualitativen Methoden (halb-offene Interviews mit Teilnehmern und Experten) kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Beschreibung der Bildungsangebote in Paderborn und eine umfassende empirische Untersuchung der Zielgruppe.
Wichtige Begriffe sind das Übergangssystem, die berufliche Orientierung, Berufswissen, Berufswahltheorien, das RIASEC-Modell und die Analyse der Ausbildungsmarktsituation.
Die Region Paderborn dient als lokales Fallbeispiel, an dem die unübersichtliche Vielfalt der Maßnahmen und die daraus resultierenden Herausforderungen für Jugendliche konkret nachgezeichnet werden können.
Die Theorie dient zur Analyse des „Passungsprozesses“ und der Kompromissbildung bei der Berufswahl, um festzustellen, inwieweit Jugendliche ihre beruflichen Ideale an die realen Bedingungen anpassen mussten.
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