Diplomarbeit, 2002
129 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
2 ZUM BEGRIFF
2.1 Behinderung
2.2 Geistige Behinderung
3 DOWN-SYNDROM
3.1 Begriffsdefinition und kurzer geschichtlicher Überblick
3.2 Ursachen des Down-Syndroms
3.2.1 Freie Trisomie 21
3.2.2 Mosaik-Trisomie
3.2.3 Translokations-Trisomie
3.2.4 Ätiologische Faktoren
3.3 Symptomenspektrum des Down-Syndroms
3.3.1 Morphologische Aspekte
3.3.2 Funktionelle Aspekte
3.3.3 Lebenserwartung
4 GESELLSCHAFTLICHE STELLUNG VON MENSCHEN MIT DOWN-SYNDROM
4.1 Behinderte Menschen in der vorindustriellen und industriellen Gesellschaft
4.2 Menschen mit Down-Syndrom und ihre heutige gesellschaftliche Akzeptanz
5 PRÄNATALE DIAGNOSTIK UND IHRE GESELLSCHAFTLICHEN AUSWIRKUNGEN
5.1 Medizinischer Aspekt
5.2 Der Paragraph 218a StGB
5.3 Gewissenskonflikt der Eltern bzw. Mütter
5.4 Geburtenentwicklung
6 DREI STELLUNGNAHMEN VON VERTRETERN ZWEIER BERUFSGRUPPEN
6.1 Vorstellung der Interviews
6.2 Auswahl der Interviewpartner
6.3 Ziele der Interviews
6.4 Interviewsituation
6.5 Ergebnisse der Interviews
6.6 Fazit der Interviews
7 ETHISCHER ASPEKT DER PRÄNATALEN DIAGNOSTIK
7.1 Ethischer Ansatz von Singer
7.1.1 Die präferenz-utilitaristische Position Singers
7.1.2 Personenstatus nach Singer
7.1.3 Nichtfreiwillige Euthanasie
7.2 Lebensrecht behinderter Menschen – kritische Stellungnahme von Sonderpädagogen bzgl. des Ansatzes von Singer
7.3 Praxis der humangenetischen Beratung
8 RESÜMEE UND SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftliche Wahrnehmung des Down-Syndroms und die Auswirkungen pränataler Diagnostik auf die Geburtenentwicklung und das ethische Verständnis von lebenswertem Leben.
3.3.1 Morphologische Aspekte
Vergleicht man Kinder mit Down-Syndrom, so fällt auf, dass alle Kinder das gleiche typische Aussehen aufweisen. Ursache für dieses scheinbar identische Aussehen ist die Chromosomenaberration, die sich schon von der frühen Zeit der embryonalen Entwicklung her auswirkt. Aufgrund des Chromosomenungleichgewichtes in jeder Zelle entsteht eine Ähnlichkeit, die schon bereits Langdon-Down folgendermaßen beschrieben hat, „wenn man sie nebeneinander stellt, man schwerlich zu glauben vermag, die Verglichenen seien nicht Kinder der selben Familie“ (Langdon-Down, 1968, S. 12). D.h., dass man bei Kindern mit Down-Syndrom von der Erkenntnis ausgehen muss, dass sie eine extrafamiliäre Ähnlichkeit haben. So weisen auch andere Autoren in der neueren Literatur auf diese Ähnlichkeit hin. Zum Beispiel schreibt Stengel-Rutkowski: „sie sehen anderen Menschen mit der gleichen genetischen Veränderung ähnlich wie Geschwistern und unterscheiden sich von ihren leiblichen Geschwistern und Familienangehörigen in ihrem Erscheinungsbild zum Teil erheblich“ (Stengel-Rutkowski, 1990, S. 31).
Aufgrund dieser Tatsache muss darauf geachtet werden, dass man die Gesamtpersönlichkeit dieser Menschen nicht auf das eine Merkmal Down-Syndrom reduziert und somit die vorhandene Individualität übersieht. Hierdurch würde der ganze Mensch nur unter dem einen Aspekt generalisiert. Auch Menschen mit Down-Syndrom haben erhebliche individuelle Unterschiede, die von der eigenen Familie verschieden geprägt sind.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der pränatalen Diagnostik und deren Einfluss auf die Eltern-Kind-Beziehung.
2 ZUM BEGRIFF: Diskussion der Begriffe Behinderung und geistige Behinderung unter pädagogischen und gesellschaftlichen Aspekten.
3 DOWN-SYNDROM: Detaillierte Darstellung der Behinderungsart, ihrer genetischen Ursachen und des Symptomenspektrums.
4 GESELLSCHAFTLICHE STELLUNG VON MENSCHEN MIT DOWN-SYNDROM: Historischer Rückblick auf die Stellung Behinderter und Analyse der heutigen Akzeptanz.
5 PRÄNATALE DIAGNOSTIK UND IHRE GESELLSCHAFTLICHEN AUSWIRKUNGEN: Untersuchung medizinischer Diagnoseverfahren, rechtlicher Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Gewissenskonflikte.
6 DREI STELLUNGNAHMEN VON VERTRETERN ZWEIER BERUFSGRUPPEN: Auswertung von Interviews mit Experten zu pränataler Diagnostik, Abtreibung und ethischen Fragen.
7 ETHISCHER ASPEKT DER PRÄNATALEN DIAGNOSTIK: Auseinandersetzung mit Peter Singers utilitaristischer Position und der Gegenposition der Sonderpädagogik.
8 RESÜMEE UND SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Reflexion und Ausblick auf zukünftige Ansätze der Beratung.
Down-Syndrom, Pränatale Diagnostik, Behinderung, Geistige Behinderung, Ethischer Aspekt, Genetik, Lebenswertes Leben, Beratungspraxis, Sonderpädagogik, Trisomie 21, Abtreibung, Stigmatisierung, Humangenetik, Lebensqualität.
Die Arbeit reflektiert die gesellschaftliche Einstellung zum Down-Syndrom und die Auswirkungen pränataler Diagnostik, insbesondere im Hinblick auf das Phantasma „lebensunwerten Lebens“.
Die Arbeit behandelt den Behinderungsbegriff, die genetischen Grundlagen des Down-Syndroms, die historische und aktuelle gesellschaftliche Stellung Betroffener sowie ethische Debatten über pränatale Diagnostik.
Das Ziel ist es, die Problematik aufzuzeigen, die durch die pränatale Diagnostik entstanden ist, und die Auswirkung dieser Verfahren auf die Geburtenentwicklung von Kindern mit Down-Syndrom zu untersuchen.
Neben einer theoretischen Aufarbeitung des Themas mittels Literaturanalyse führt die Autorin Experteninterviews mit Vertretern zweier Berufsgruppen (Ärzte und Pädagogen) durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachliche Definition des Down-Syndroms, eine Analyse der gesellschaftlichen Stellung von Menschen mit Down-Syndrom und eine tiefgehende Auseinandersetzung mit ethischen Positionen zur Euthanasie.
Down-Syndrom, Pränatale Diagnostik, Behinderung, Ethischer Aspekt, Lebenswertes Leben, Humangenetik, Sonderpädagogik und Trisomie 21.
Sie kritisiert, dass Beratung oft einseitig auf den medizinischen Defekt ausgerichtet ist, und plädiert für eine engere Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pädagogen, um Betroffenen ein individuelleres Bild zu vermitteln.
Die Autorin stellt die Positionen führender Sonderpädagogen dar, die Singers utilitaristische Auffassungen zur „Ersetzbarkeit“ von Menschen mit Behinderung entschieden ablehnen und verteidigen.
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