Masterarbeit, 2011
86 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Themenfelder und Grundlagen
2.1 Elektrochemische Bearbeitung: Prinzip und Modell
2.2 Die Partikelschwarmoptimierung
2.2.1 Geschichte und Funktionsweise
2.2.2 Ergebnisbeeinflussende Faktoren
2.2.3 Vereinfachungen und Abwandlungen
2.3 Betrachtung der PSO-Parameterwahl zur Lösung des ECM-Problems nach Rao et al.
2.4 Grundlagen der Empirischen Analyse
2.4.1 Überblick
2.4.2 Methoden
3. Untersuchung zur optimierten Parameterwahl bei der Partikelschwarmoptimierung
3.1 Planung und Erhebung
3.2 Datenanalyse
3.2.1 Deskriptive Datenanalyse
3.2.2 Vergleich mit den Ergebnissen bei hoher Vektorbegrenzung
3.2.3 Analyse der Regionen guter Parameterqualität
3.2.4 Stellungnahme zur Parameterwahl von Rao et al. und der Lösung des ECM
3.3 Stichprobenbasierter Algorithmus zur automatischen Parameterwahl
3.3.1 Prinzip und Programmierung
3.3.2 Funktionalität und Laufzeit
4. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen systemischen Zusammenhang zwischen der Parameterwahl bei der Partikelschwarmoptimierung (PSO) und den erzielten Ergebnissen zu identifizieren, um die Effizienz bei der Lösung multikriterieller ingenieurwissenschaftlicher Problemstellungen, wie der elektrochemischen Bearbeitung (ECM), zu steigern.
2.2.1 Geschichte und Funktionsweise
Die Partikelschwarmoptimierung ist ein Verfahren zur Optimierung stetiger Funktionen, das Mitte der 1990er Jahre von Kennedy und Eberhart publiziert wurde. Es basiert auf der künstlichen Imitierung von tierischem Schwarmverhalten und ist eher zufällig bei Arbeiten in eben letzterem Themenbereich entstanden. Um die Funktionsweise zu erläutern, soll der Entstehungsprozess des Verfahrens wiedergegeben werden. Ziel des von Heppner und Grenader (1990) ursprünglich geschriebenen Programmes war das Simulieren der synchronen Bewegungen eines Schwarms ohne das Vorgeben der individuellen Bewegungen. Dabei sollte gezeigt werden, aufgrund welcher Parameter sich die Angehörigen des Schwarms einheitlich verhalten ohne dabei zu kollidieren.
Sie wurden dazu durch zufällig initialisierte Punkte in einem zweidimensionalen Koordinatensystem repräsentiert (im Folgenden bereits Partikel genannt), von denen jeder einen eigenen (zufälligen) Vektor, als Repräsentant von Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit, zugewiesen bekam. In jedem Durchlauf (=Iteration) bestimmt das Programm für jedem Partikel einen Nachbarn, dessen Vektor von dem fokussierten Partikel übernommen wird. Durch diese einfache Zuweisung wurde, eine einheitliche Bewegung erreicht. Um das schnelle Einschlagen einer gemeinsamen und von da an konstanten Richtung zu vermeiden, wurden zufällig ausgewählte Vektoren willkürlich verändert (laut Heppner und Grenader (1990) auch, um Einflüsse wie Wind oder andere Störfaktoren zu simulieren), wodurch ein „lebensechtes“ Schwarmverhalten simuliert werden konnte.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik multikriterieller Optimierung und Zielsetzung der empirischen Untersuchung zur Parameterwahl bei der Partikelschwarmoptimierung.
2. Themenfelder und Grundlagen: Darstellung des theoretischen Rahmens, umfassend das elektrochemische Bearbeitungsverfahren (ECM) sowie die Geschichte und Funktionsweise der PSO.
3. Untersuchung zur optimierten Parameterwahl bei der Partikelschwarmoptimierung: Detaillierte empirische Evaluation der PSO-Parameter, Analyse der Daten sowie Vorstellung eines entwickelten Algorithmus zur automatischen Optimierung.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze zur weiteren Optimierung der PSO.
Partikelschwarmoptimierung, PSO, Elektrochemische Bearbeitung, ECM, Parameterwahl, Multikriterielle Optimierung, Regionen guter Parameterqualität, RgP, Algorithmus, Stichprobenbasierte Optimierung, Zielfunktion, Statistische Datenanalyse, Laufzeitoptimierung, Exploration, Exploitation
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Parameterwahl für den Algorithmus der Partikelschwarmoptimierung (PSO) im Kontext technischer Problemstellungen, insbesondere der elektrochemischen Bearbeitung.
Die Arbeit kombiniert die Themengebiete statistische Datenanalyse, das ingenieurwissenschaftliche Verfahren der elektrochemischen Bearbeitung und die informationstechnische Optimierung mittels evolutionärer Algorithmen.
Das Hauptziel ist der Nachweis, dass durch die Kenntnis spezifischer "Regionen guter Parameterqualität" eine zielgerichtetere und zeiteffizientere Parametereinstellung möglich ist als durch rein zufälliges Ausprobieren.
Es werden empirische Erhebungen, deskriptive und explorative statistische Analysen sowie die Entwicklung und Programmierung eines eigenen Stichproben-Algorithmus zur Parameterwahl genutzt.
Der Hauptteil analysiert den Einfluss der PSO-Parameter auf verschiedene Zielfunktionen, vergleicht diese mit Ergebnissen aus der Literatur und evaluiert die Performance eines neu entwickelten Algorithmus hinsichtlich Laufzeit und Ergebnisqualität.
Wichtige Begriffe sind Partikelschwarmoptimierung, Regionen guter Parameterqualität (RgP), Multikriterielle Zielfunktion, Laufzeitminimierung und experimentelle Datenanalyse.
Die Arbeit zeigt, dass die von Rao et al. vorgeschlagenen Werte nicht nur eine höhere Standardabweichung aufweisen, sondern zudem gegen technische Nebenbedingungen der untersuchten ECM-Problematik verstoßen.
Der neue Algorithmus reduziert die notwendige Rechenzeit für die Parameteroptimierung signifikant auf ca. 0,5% der ursprünglichen Erhebungsdauer, indem er den Suchraum gezielt auf die identifizierten Regionen guter Parameterqualität eingrenzt.
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