Bachelorarbeit, 2009
41 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Finanzinstrumente im Überblick
3. Finanzinstrumente nach IFRS
3.1 Anwendungsbereich der IFRS-Regelungen
3.2 Bewertungsmethoden von Finanzinstrumenten nach IFRS
3.2.1 Bewertungsmethoden in der Erstbewertung
3.2.2 Bewertungsmethoden in der Folgebewertung
3.2.2.1 Beizulegender Zeitwert (Fair Value)
3.2.2.2 Fortgeführte Anschaffungskosten (Amortised Cost) mittels der Effektivzinsmethode
3.2.2.3 Werthaltigkeitstest (Impairment Test)
3.3 Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS
3.3.1 Ansatz/Klassifizierung
3.3.1.1 Ansatz
3.3.1.2 Klassifizierung
3.3.2 Bewertung
3.3.2.1 Erstbewertung
3.3.2.2 Folgebewertung der Kategorien
3.3.3 Ausweis/Angaben
3.3.3.1 Ausweis
3.3.3.2 Angaben
4. Finanzinstrumente nach BilMoG/HGB n. F
4.1 Anwendungsbereich der Regelungen nach HGB n. F
4.2 Bewertungsmethoden von Finanzinstrumenten nach HGB n. F
4.2.1 Bewertungsmethoden in der Erstbewertung
4.2.1.1 Anschaffungskostenprinzip
4.2.1.2 Erfüllungsbetrag bei Verbindlichkeiten
4.2.1.3 Kaufpreis als beizulegender Zeitwert (Fair Value)
4.2.2 Bewertungsmethoden in der Folgebewertung
4.2.2.1 Gemildertes Niederstwertprinzip
4.2.2.2 Strenges Niederstwertprinzip
4.2.2.3 Wertaufholungsgebot
4.2.2.4 Höchstwertprinzip
4.2.2.5 Beizulegender Zeitwert (Fair Value) abzüglich Risikoabschlag
4.3 Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach BilMoG/HGB n. F
4.3.1 Ansatz/Klassifikation
4.3.1.1 Ansatz
4.3.1.2 Klassifikation
4.3.2 Bewertung
4.3.2.1 Erstbewertung
4.3.2.2 Folgebewertung der Kategorien
4.3.3 Ausweis/Angaben
4.3.3.1 Ausweis
4.3.3.2 Angaben
5. Ausblick und kritische Würdigung
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) und den durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) novellierten deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB n.F.). Ziel ist es, die Unterschiede in Ansatz, Bewertung und Ausweis sowie die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage herauszuarbeiten.
3.2.2.1 Beizulegender Zeitwert (Fair Value)
Der beizulegende Zeitwert hat eine fundamentale Bedeutung, da durch diese Bewertungsmethode für einen wesentlichen Teil der finanziellen Vermögenswerte eine erfolgswirksame Erfassung unrealisierter Wertänderungen vorgesehen ist. Es wird ein aus externen Quellen stammender Wert, unabhängig davon, ob dieser über oder unter dem bisherigen Buchwert liegt, angesetzt. Liegt dieser Wert über dem Buchwert, ist eine Werterhöhung zu erfassen, andernfalls eine Wertminderung. Ein entstehender Bewertungserfolg wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und erhöht oder mindert den ausschüttungsfähigen Gewinn des Unternehmens. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gilt zunächst die Annahme der Unternehmensfortführung, sofern diese berechtigt ist, keinesfalls stellt dieser einen Liquidationswert dar.
IAS 39 gibt eine Hierarchie vor, die bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Finanzinstruments angewendet werden soll (IAS 39.48A). Als Erstes sind börsennotierte Marktpreise in einem aktiven Markt der beste Hinweis für den beizulegenden Zeitwert und sind, sofern es sie gibt, zu verwenden, um das Finanzinstrument zu bewerten (Mark-to-Market-Bewertung). Dann sollten als zweiter Schritt Marktpreise der letzten Transaktion der Finanzinstrumente oder von ähnlichen Finanzinstrumenten herangezogen werden (Mark-to-Market-Bewertung). Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, sollte als dritter Schritt das Unternehmen mit Hilfe eines Bewertungsverfahrens (z.B. DCF-Verfahren oder Optionspreismodell) den beizulegenden Zeitwert ermitteln. Eine geeignete Bewertungsmethode berücksichtigt alle Faktoren, die Marktteilnehmer bei einer Preisermittlung beachten würden. Ist die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert generell nicht möglich, so ist sie gemäß IAS 39 zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Finanzinstrumenten in Unternehmen und skizziert die Notwendigkeit einer präzisen bilanziellen Behandlung, die Gegenstand dieser Arbeit ist.
2. Finanzinstrumente im Überblick: Dieses Kapitel definiert das Spektrum der Finanzinstrumente von originären Instrumenten bis hin zu Derivaten und erläutert ihre funktionale Verwendung im Unternehmen, insbesondere zur Absicherung (Hedging).
3. Finanzinstrumente nach IFRS: Es wird die systematische Behandlung nach IFRS mit Fokus auf IAS 32, IAS 39 und IFRS 7 dargestellt, wobei Anwendungsbereiche, Bewertungsmethoden sowie Ansatz- und Klassifizierungsfragen detailliert erläutert werden.
4. Finanzinstrumente nach BilMoG/HGB n. F: Dieses Kapitel analysiert die geänderten deutschen Bilanzierungsvorschriften nach dem BilMoG, inklusive der spezifischen Bewertungsgrundsätze für Handelsbestände und die Anforderungen an den Ausweis im HGB-Abschluss.
5. Ausblick und kritische Würdigung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Annäherung des HGB an die IFRS und diskutiert die Herausforderungen sowie die Komplexität bei der Bilanzierung unter verschiedenen Rechnungslegungssystemen.
Finanzinstrumente, IFRS, BilMoG, HGB, Fair Value, Erstbewertung, Folgebewertung, Finanzderivate, Effektivzinsmethode, Werthaltigkeitstest, Handelsbestand, Anschaffungskosten, Hedge Accounting, Bilanzierung, Finanzrisiken.
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Erfassung und Bewertung von Finanzinstrumenten unter zwei verschiedenen Rechnungslegungssystemen: den internationalen Standards (IFRS) und den durch das BilMoG reformierten deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB n.F.).
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Kategorisierung von Finanzinstrumenten, die Methoden zur Erst- und Folgebewertung (wie Fair Value vs. Anschaffungskosten) sowie die spezifischen Ausweis- und Angabepflichten in der Bilanz.
Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede zwischen IFRS und HGB n.F. bei der Bilanzierung von Finanzinstrumenten aufzuzeigen und zu analysieren, wie sich diese auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens auswirken.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Normenanalyse. Die relevanten Paragrafen des HGB (in der neuen Fassung) sowie die entsprechenden IAS- und IFRS-Standards werden detailliert gegenübergestellt und interpretiert.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Blöcke: Die Darstellung der Systematik nach IFRS (Kapitel 3) und die Analyse der Behandlung nach dem HGB n.F. (Kapitel 4), wobei jeweils der Anwendungsbereich, die Bewertungsmethode sowie die Klassifizierung und der Ausweis behandelt werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Finanzinstrumente, Fair Value, Effektivzinsmethode, Handelsbestand, Impairment Test sowie die verschiedenen Niederst- und Höchstwertprinzipien nach deutschem Handelsrecht.
Der Autor betont die fundamentale Bedeutung des beizulegenden Zeitwerts, da er eine erfolgswirksame Erfassung unrealisierter Wertänderungen ermöglicht, was die Darstellung der Vermögenslage stark beeinflussen kann.
Der Autor kritisiert die Annäherung an die IFRS als teilweise unvollständig und weist darauf hin, dass die unterschiedlichen Bilanzierungsvorschriften weiterhin zu einem hohen Differenzierungsaufwand bei bilanzierenden Unternehmen führen.
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