Wissenschaftliche Studie, 2011
60 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Aufbau und Zielsetzung
3. Grundlagen eines betrieblichen Demographiemanagement
3.1 Begriffsbestimmung Demographie und Merkmale
3.2 Demographieentwicklungen in Deutschland und ihre Auswirkungen
3.3 Demographiemanagement
3.4 Handlungsfelder eines betrieblichen Demographiemanagement
4. Vorgehensweise bei der Implementierung
4.1 Bedarfsfeststellung eines Demographiemanagement
4.2 Altersstrukturanalyse
4.3 Veränderungsprozess Demographiemanagement
5. Grundzüge der betrieblichen Gesundheitsförderung
5.1 Definition betriebliche Gesundheitsförderung
5.2 Ziele und Weiterentwicklung von BGF
5.3 Handlungsfelder
6. Betriebliche Gesundheitsförderung bei alternden Belegschaftsstrukturen
6.1 Spezielle Gesundheitsförderung bei älteren Mitarbeitern
6.2 Antizipatives betriebliches Gesundheitsmanagement auch bei jüngeren Mitarbeitern
7. Würdigung des BGM vor dem Hintergrund des Demographiemanagement
7.1 Wichtigkeit der Gesundheitsförderung für alternde Belegschaften
7.2 Wirtschaftlichkeit
8. Entwicklung eines eigenen Ansatzes
8.1 Erhebung alternde Belegschaften
8.2 Ergebnisdarstellung
8.3 Cafeteriamodell „Demographie“
9. Fazit und Ausblick
Die Arbeit zielt darauf ab, spezifische Probleme alternder Belegschaften zu identifizieren und den Aufbau eines effektiven Demographiemanagements unter besonderer Berücksichtigung der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) als Instrument zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit zu entwickeln. Hierbei steht die Beantwortung der Frage im Vordergrund, wie Unternehmen, insbesondere KMU, den Herausforderungen des demographischen Wandels betriebsbezogen begegnen können.
3.3 Demographiemanagement
Eine eindeutige Definition des Begriffs Demographiemanagement gibt es in der deutschsprachigen Literatur nicht und es werden in diesem Zusammenhang auch die Begriffe Alternsmanagement, Age Management und Generationenmanagement verwendet, die alle Altersgruppen im Betrieb erfassen. Beim Generationenmanagement spricht man von Generationen. Es gibt bisher für die betriebliche Ebene keine einheitliche Vorgehensweise, keine theoretisch ausgearbeitete Managementlehre mit eindeutig definierten Handlungsgrundsätzen, Methoden und Instrumenten und die o.g. Begriffe werden in der wissenschaftlichen Literatur oft verwendet, nur selten ausführlich definiert, sondern dienen überwiegend als Sammelbegriffe für Konzepte einer altersorientierten Arbeitsgestaltung und Personalpolitik nach z.B. Rolf Busch.
Es geht um alternde Belegschaften, d.h. nicht nur um heute ältere, sondern auch um heute jüngere sowie künftig ältere Beschäftigte für die präventiv Konzepte entwickelt werden sollen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit um der Tendenz zur Frühverrentung entgegen zu wirken. Im deutschsprachigen Raum wird aber noch zusätzlich der Begriff Altersmanagement verwendet, der aber eine wesentliche andere Ausrichtung hat gegenüber den „ Anderen“, im Hinblick auf Zielgruppen und Zeitphasen.
Jan Bögel und Frerich Frerichs definieren Altersmanagement wie folgt:
„Altersmanagement steht demnach für Vorgehensweisen, die in erster Linie an die Gruppe derjenigen älteren Arbeitnehmer adressiert sind, deren Leistungsfähigkeit nicht mehr im Einklang mit den beruflichen Arbeitsanforderungen steht. Es handelt sich vorrangig um korrektive und/oder kompensatorische Gestaltungsansätze, deren Ziel die Integration leistungsgewandelter älterer Beschäftigter ist“.
Beim Demographiemanagement geht es darum, dass die Organisation, die bisher von Personalabbau und Restrukturierung gekennzeichnet war, die Personalstrategie weiterentwickelt, um den Herausforderungen einer alternden Belegschaft gerecht zu werden.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz des demographischen Wandels als gesellschaftliche und unternehmerische Herausforderung, die strategisches Handeln zur Existenzsicherung erfordert.
2. Aufbau und Zielsetzung: Definiert das Ziel der Arbeit, Probleme alternder Belegschaften zu beschreiben und ein Demographiemanagement unter Einbindung der Gesundheitsförderung zu konzipieren.
3. Grundlagen eines betrieblichen Demographiemanagement: Erläutert demographische Begriffe, die Entwicklung in Deutschland und die Notwendigkeit, Managementkonzepte für alle Generationen zu etablieren.
4. Vorgehensweise bei der Implementierung: Beschreibt den Prozess der Bedarfsfeststellung mittels Analyseinstrumenten wie Quick-Checks und Altersstrukturanalyse.
5. Grundzüge der betrieblichen Gesundheitsförderung: Definiert BGF und BGM als ganzheitliche Ansätze und interdisziplinäre Managementaufgabe.
6. Betriebliche Gesundheitsförderung bei alternden Belegschaftsstrukturen: Analysiert spezifische Maßnahmen für ältere Mitarbeiter und präventive Ansätze für jüngere Beschäftigte.
7. Würdigung des BGM vor dem Hintergrund des Demographiemanagement: Behandelt die Kommunikation, die Wichtigkeit der Gesundheitsförderung und die wirtschaftlichen Aspekte.
8. Entwicklung eines eigenen Ansatzes: Präsentiert die Ergebnisse einer bundesweiten Erhebung und leitet daraus das „Cafeteriamodell Demographie“ ab.
9. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Notwendigkeit eines proaktiven Demographiemanagements zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
Demographiemanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, Altersstruktur, demographischer Wandel, Personalpolitik, Arbeitsfähigkeit, Fachkräftemangel, Generationenmanagement, Cafeteriamodell, Leistungsfähigkeit, Altersmanagement, Wirtschaftlichkeit, Personalentwicklung, Humankapital
Die Arbeit untersucht den Aufbau eines betrieblichen Demographiemanagements, um den Folgen des demographischen Wandels in Unternehmen gezielt durch Personalstrategien und Gesundheitsförderung zu begegnen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Altersstrukturen, dem Implementierungsprozess von Managementkonzepten, der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie der Entwicklung innovativer Anreizmodelle wie dem „Cafeteriamodell Demographie“.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Personalstrategien weiterentwickeln können, um trotz einer alternden Belegschaft ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Der Autor führt eine bundesweite Erhebung in 42 Unternehmen durch, kombiniert mit einer Literaturanalyse, um den aktuellen Status quo und Handlungsbedarfe empirisch zu fundieren.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Demographie und Gesundheitsförderung erörtert, Implementierungsschritte beschrieben und der wirtschaftliche Nutzen von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) dargelegt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Demographiemanagement, BGF, Altersstrukturanalyse, Personalentwicklung und Arbeitsfähigkeit.
Sie dient als Basis-Analyseinstrument, um Personalrisiken frühzeitig zu erkennen, den Handlungsbedarf innerhalb der Belegschaft zu quantifizieren und gezielte Maßnahmen zur Altersmischung abzuleiten.
Es handelt sich um ein flexibles Anreizsystem, bei dem Beschäftigte aus verschiedenen betrieblichen Leistungsangeboten – wie Altersvorsorge, Gesundheitschecks oder Personalentwicklung – individuell wählen können, um sie spezifisch an ihre Lebensphase anzupassen.
Die Studie zeigt, dass kein Unternehmen die Bedeutung von BGF als niedrig einschätzt; 71 % der Befragten bewerten sie als „hoch“, was den hohen Stellenwert für die Bewältigung des demographischen Wandels verdeutlicht.
Die Führungskraft ist zentral für die Wertschätzung und Anerkennung von Erfahrungswissen, was wesentlich zur Arbeitszufriedenheit und zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit älterer Beschäftigter beiträgt.
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