Bachelorarbeit, 2011
80 Seiten, Note: 2,9
1. Einführung
1.1. Die veränderte Rolle des Einkaufs im Unternehmen
1.2. Problemstellung
1.3. Zielsetzung
2. Lieferantenbewertung
2.1.Einbindung der Lieferantenbewertung in das Lieferantenmanagement
2.2. Nutzen der Lieferantenbewertung
2.3. Ziele der Lieferantenbewertung
2.4. Anforderungen an die Lieferantenbewertung
2.4.1. Allgemeine Anforderungen an die Lieferantenbewertung
2.4.2. Spezifische Anforderungen an die Lieferantenbewertung
2.5. Bewertungskriterien
2.5.1. Klassifizierung der Kriterien
2.5.2. Erstellen eines Kriterienkatalogs
2.6. Gewichtungsfaktoren
2.7. Verfahren der Lieferantenbewertung
2.7.1. Quantitative Bewertungsverfahren
2.7.2. Qualitative Bewertungsverfahren
2.7.2.1. Notensysteme
2.7.2.2. Punktbewertungsverfahren
2.7.2.3. Nutzwertanalyse
3. Darstellung des IST- Zustandes
3.1. Die Strukturierung des Einkaufs bei der Schmidt Präzision AG
3.2. Die Lieferantenbewertung bei der Schmidt Präzision AG
3.2.1. Kriterienkatalog der Schmidt Präzision AG
3.2.2. Gewichtung der Kriterien bei der Schmidt Präzision AG
3.2.3. Ermittlung der Gesamtbeurteilungszahl und Kategorisierung der Lieferanten
3.3. Nachteile der bestehenden Lieferantenbewertung
3.4. Zielsetzungen
4. Weiterentwicklung der bestehenden Lieferantenbewertung
4.1. Bildung eines Projektteams
4.2. Festlegung der einzubeziehenden Lieferanten
4.3. Auswahl der Bewertungsfrequenz
4.4. Überarbeitung des bestehenden Kriterienkatalogs
4.5. Auswahl eines geeigneten Bewertungsverfahrens
4.6. Festlegung der Gewichtungsfaktoren
4.7. Bewertung der Einzelkriterien
4.7.1. Bewertungsgrundsätze
4.7.2. Preis
4.7.3. Qualität
4.7.4. Logistik
4.7.5. Flexibilität
4.7.6. Kommunikation
4.8. Festlegung der Klassifizierungsgrenzen
5. Zusammenfassung
6. Ausblick
Diese Arbeit befasst sich mit der Optimierung des bestehenden Lieferantenbewertungsprozesses bei der Schmidt Präzision AG. Das Ziel ist es, die Nachteile des aktuellen, manuellen und schwer nachvollziehbaren Verfahrens zu identifizieren und ein unternehmensspezifisches, in SAP integrierbares Scoring-Modell zu entwickeln, das eine objektive und transparente Beurteilung der Lieferantenleistung ermöglicht.
2.7.2.3. Nutzwertanalyse
Die Nutzwertanalyse, welche 1976 von Zangemeister entwickelt wurde, ist „die Analyse einer Menge komplexer Handlungsalternativen mit dem Zweck, die Elemente dieser Menge entsprechend den Präferenzen des Entscheidungsträgers bezüglich eines multidimensionalen Zielsystems zu ordnen. Die Abbildung dieser Ordnung erfolgt durch die Angabe der Nutzwerte (Gesamtwerte) der Alternativen“61 Die Nutzwertanalyse ist als Verfahren für die Lieferantenbewertung geeignet, indem die Lieferanten nach ihrem Beitrag zur Erreichung der Beschaffungsziele beurteilt werden.
Der allgemeine Ablauf einer Nutzwertanalyse, welche in 6 Schritten erfolgt, lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:
1. Im ersten Schritt werden entsprechend der Zielsetzung der Lieferantenbewertung die Entscheidungskriterien festgelegt, anhand derer die Zulieferer bewertet werden sollen. Aufgrund der größeren Aussagefähigkeit sollten hierbei kardinale Kriterien bevorzugt werden.
2. Im Anschluss daran erfolgt eine Gewichtung der Entscheidungskriterien danach, wie groß ihr Beitrag zur Erreichung des verfolgten Zieles ist.
3. Im dritten Schritt werden die objektiven Ausprägungen der Entscheidungskriterien der Lieferanten als Ist-Werte erfasst und den vom Bewerter erwünschten Soll-Werten gegenübergestellt (Zielertragsmatrix).
4. Um die Einzelbeurteilung in einem späteren Schritt zu einem Gesamturteil aggregieren zu können, müssen sie zunächst in eine einheitliche Dimension gebracht werden (Zielwertematrix). Dazu wird für jedes Entscheidungskriterium eine mathematische Funktion zwischengeschaltet, die die Bewertungsergebnisse in Zielwerte überführt. Diese Transformationsformel muss folgenden Ansprüchen genügen: Wird der Soll-Wert in positiver (negativer) Weise über- oder unterschritten, so wird der Zielwert größer (kleiner) als 1,0; die Abweichung des Zielwertes vom Wert 1,0 ist proportional der Abweichung des Ist-Wertes vom Soll-Wert. Ergebnis ist eine subjektive Präferenzstruktur, bei der am ermittelten Zielwert unmittelbar der Erfüllungsgrad des jeweiligen Kriteriums deutlich wird.
5. Durch Multiplikation der Zielwerte mit den dazugehörigen Gewichtungen erhält man Teilnutzenwerte, deren Summe den Gesamtnutzen des Lieferanten abbildet.
6. Der Lieferant, der den höchsten Gesamtnutzwert erzielt, gilt somit als der optimale Lieferant.62
1. Einführung: Darstellung der veränderten strategischen Bedeutung des Einkaufs, Problemanalyse und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2. Lieferantenbewertung: Theoretische Grundlagen zum Lieferantenmanagement, zu Bewertungskriterien und zu verschiedenen quantitativen und qualitativen Bewertungsverfahren.
3. Darstellung des IST- Zustandes: Analyse der bestehenden Strukturen bei der Schmidt Präzision AG sowie Identifikation der Schwachstellen des derzeitigen Lieferantenbewertungssystems.
4. Weiterentwicklung der bestehenden Lieferantenbewertung: Konkrete Umsetzungsschritte zur Optimierung, inklusive Teambildung, Kriterienkatalog-Überarbeitung und Einführung eines Scoring-Modells.
5. Zusammenfassung: Resümee über die erreichten Ziele und das gewählte Vorgehen bei der Optimierung des Bewertungsprozesses.
6. Ausblick: Hinweise zur Implementierung des neuen Systems in SAP und zur zukünftigen Handhabung durch die verantwortlichen Stellen.
Lieferantenbewertung, Lieferantenmanagement, Beschaffung, Scoring-Modell, Kriterienkatalog, SAP, Qualitätssicherung, Liefertreue, Nutzwertanalyse, Projektteam, strategischer Einkauf, Prozessoptimierung, Kostenmanagement, Zertifizierung, Kennzahlen.
Die Bachelorarbeit behandelt die kritische Überprüfung und die systematische Weiterentwicklung des Lieferantenbewertungssystems bei der Schmidt Präzision AG, um den gewachsenen Anforderungen an die Lieferantenperformance gerecht zu werden.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Lieferantenmanagements, die Analyse bestehender Bewertungskriterien, die Anwendung von Scoring-Modellen und die praktische Implementierung dieser Ansätze in die Unternehmenssoftware SAP.
Das primäre Ziel ist die Eliminierung der identifizierten Nachteile des bestehenden Systems, insbesondere die mangelnde Objektivität, fehlende abteilungsübergreifende Kriterien und die Unnachvollziehbarkeit der Gewichtungen.
Es wird ein strukturiertes, praxisorientiertes Vorgehen gewählt, das auf einer fundierten Literaturrecherche, der Bildung eines bereichsübergreifenden Projektteams und der Anwendung einer methodischen Kriterien-Bewertungsmatrix (Scoring-Modell) basiert.
Im Hauptteil wird zunächst der IST-Zustand bei der Schmidt Präzision AG analysiert. Anschließend wird detailliert beschrieben, wie ein neues Bewertungskonzept unter Berücksichtigung von fünf Hauptkriterien und einer quartalsweisen Frequenz entwickelt und in SAP integriert wurde.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lieferantenbewertung, Beschaffungsoptimierung, Scoring-Modell, Kriterienkatalog, Qualitätssicherung und SAP-Integration charakterisieren.
Das Scoring-Modell wurde gewählt, da es als einziges Verfahren die spezifischen Anforderungen der Schmidt Präzision AG erfüllt, insbesondere die notwendige Einbeziehung qualitativer Kriterien bei gleichzeitiger Integrierbarkeit in das bestehende SAP-System.
Das Projektteam stellt sicher, dass Entscheidungen bei der Kriterienauswahl und Gewichtung nicht subjektiv durch eine einzelne Person getroffen werden, sondern dass abteilungsübergreifendes Know-how aus Einkauf, Logistik, Disposition und Qualität einfließt.
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