Examensarbeit, 2011
30 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Üben
2.1.1. Formen des Übens
2.1.2. Übungsformate
2.1.3. Individuelles Üben fördern
2.2. Das Lerntagebuch
2.2.1. Einsatz eines Lerntagebuchs
2.2.2. Relevanz eines Lerntagebuchs im Mathematikunterricht
3. Unterrichtspraktische Umsetzung eines Lerntagebuchs
3.1. Ausgangslage
3.1.1. Lernsituation in der Klasse
3.1.2. Einordnung der Lerneinheit in den Rahmenlehrplan
3.2. Planung
3.2.1. Kompetenzbezug
3.2.2. Aufbau des erprobten Lerntagebuchs
3.2.3. Verlaufsplanung
3.2.4. Wochenrückblick
3.3. Durchführung
3.4. Analyse
3.4.1. Analyse der vorhandene Kompetenzen
3.4.2. Analyse zentraler Leitfragen
3.4.3. Analyse der Kompetenzentwicklung
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Lerntagebuchs als methodisches Instrument zur Förderung des individuellen Übens im Mathematikunterricht. Ziel ist es, durch die Reflexion des eigenen Lernprozesses und die gezielte Bearbeitung von Aufgaben eine fachliche Kompetenzentwicklung bei Schülern der siebten Jahrgangsstufe zu ermöglichen.
2.1. Üben
Das Üben ist stark mit dem aktiven Prozess des Lernens verknüpft. Wie das Lernen wird auch das Üben seit längerer Zeit in den didaktischen Konzeptionen diskutiert. LORENZ & PIETZSCH (1975) formulierten das Konzept des „Festigens“ und unterteilten in die Begriffe Wiederholen, Üben (im Sinne der Entwicklung von Fertigkeiten), Vertiefen und Anwenden. Im Allgemeinen wird das Üben als wiederholende Handlung verstanden, um bestehende Fertigkeiten zu erhalten, weiterzuentwickeln und zu festigen.
Nach MEYER (1987, S.168) „setzt das Üben nicht zwangsläufig die Motivation und Konzentration [der Schüler] voraus. Es kann umgekehrt dazu beitragen, diese Konzentration und Motivation herzustellen.“ Das Üben kann somit den Lernprozess der Schüler durch ihre eigene Einsicht und umgekehrt beeinflussen.
Um welche Lernziele handelt es sich hierbei konkret für den Unterricht? Das kognitive Lernziel beim Üben liegt in der Beherrschung von Verfahren. Um inhaltliche und formale Verfahren zu beherrschen, muss die Bereitschaft zum Verstehen - um häufig Üben und Wiederholen zu können - gegeben sein. Die affektiven Lernziele sind mit den kognitien Lernzielen eng verknüpft (Lernzielbereiche nach Bloom).
In der Literatur wird grob zwischen zwei Übungsformen und weiteren Mischformen (Übungsformaten) unterschieden. Zunächst stelle ich die beiden Übungsformen vor.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation für den Einsatz eines Lerntagebuchs dar und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit hinsichtlich der Förderung individuellen Übens.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die didaktischen Konzepte des Übens sowie das Lerntagebuch als Instrument zur individuellen Dokumentation und Reflexion von Lernprozessen beleuchtet.
3. Unterrichtspraktische Umsetzung eines Lerntagebuchs: Dieser Abschnitt beschreibt die konkrete Planung, Durchführung und Analyse der Erprobungsphase in einer siebten Klasse beim Thema Zuordnungen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt das Lerntagebuch als geeignete Methode zur Förderung individueller Lernprozesse und Kompetenzentwicklung im Mathematikunterricht.
Lerntagebuch, Mathematikunterricht, individuelles Üben, Kompetenzentwicklung, Mathematisches Modellieren, Problemlösen, Zuordnungen, Lernreflexion, Lernprozess, Unterrichtsmethodik, proportionale Modelle, antiproportionale Modelle, Förderimpulse, Selbsteinschätzung, Wissensnetze.
Die Arbeit untersucht den Einsatz eines Lerntagebuchs als methodisches Instrument, um individuelles Üben und die Lernreflexion im Mathematikunterricht der siebten Jahrgangsstufe zu unterstützen.
Die zentralen Themen umfassen die didaktischen Grundlagen des Übens (z.B. operatives und intelligentes Üben), die Theorie des Lerntagebuchs sowie die praktische Anwendung und Analyse im Rahmen der Unterrichtseinheit zu Zuordnungen.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob durch den Einsatz eines Lerntagebuchs das individuelle Üben im Mathematikunterricht gefördert werden kann, um eine fachliche Kompetenzentwicklung bei den Schülern zu erzielen.
Es handelt sich um eine unterrichtspraktische Erprobung, bei der durch Eingangs- und Abschlusstests, Wochenrückblicke sowie die Analyse der Lerntagebücher die Kompetenzentwicklung der Schüler evaluiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung verschiedener Übungsformate und des Lerntagebuchs sowie die detaillierte Darstellung der Planungs- und Analysephase der praktischen Erprobung.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Lerntagebuch, individuelles Üben, Kompetenzentwicklung, Mathematisches Modellieren und Lernreflexion charakterisieren.
Die Einordnung ist essenziell, da sie die Anforderungen an das Thema "proportionale und antiproportionale Modelle" definiert und somit den Rahmen für die zu erreichenden prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen vorgibt.
Die Entwicklung wurde durch ein eigens erstelltes Kompetenzraster in Verbindung mit den Ergebnissen aus den Eingangs- und Abschlusstests sowie der Dokumentation der Lösungswege in den Lerntagebüchern analysiert.
Förderimpulse dienen dazu, den Schülern nach einer Übungsphase gezielte Hinweise zu geben, um ihr individuelles Vorankommen zu unterstützen und sie zur Reflexion ihrer Stärken und Schwächen anzuregen.
Die Schüler standen der neuen Methode anfangs skeptisch gegenüber, zeigten jedoch im Verlauf der dreiwöchigen Erprobung eine zunehmend bewusste und selbstständige Dokumentation ihrer Lernprozesse.
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