Examensarbeit, 2011
65 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Fast Food als Nahrungsmittel
2.1 Definitionen und Kennzeichen von Fast Food
2.1.1 Definition
2.1.2 Kennzeichen
2.1.3 Geschichte
2.1.4 Vermarktung
2.1.4.1 Mere - Exposure - Effekt
2.1.4.2 Trends
2.2 Ernährungsverhalten der Jugendlichen
2.2.1 Empfehlungen für die Energie- u. Nährstoffzufuhr
2.2.2 Ernährungskonzept „OptimiX“
2.3 Ernährungssituation der Jugendlichen
2.3.1 Grundlagen zur Bestandsaufnahme
2.3.2 Tatsächliches Verzehrsverhalten
2.3.2.1 Energie- u. Nährstoffzufuhr
2.3.2.2 Lebensmittelverzehr
2.3.2.3 Fast Food - Verzehr
2.3.2.3.1 Verzehrsmengen und Energiezufuhr
2.3.2.3.2 Nährstoffzufuhr
2.4 Ernährungsphysiologische Bewertung von Fast Food
2.4.1 Zusammensetzung durchschnittlicher Fast Food - Produkte
2.4.1.1 Energiedichte
2.4.1.2 Nährstoffdichte
2.4.1.3 Kohlenhydrate und Ballaststoffe
2.4.1.4 Fette
2.4.1.5 Proteine
2.4.1.6 Vitamine, Mineralstoffe
2.4.1.7 Zusatzstoffe
2.4.2 Bewertung der ernährungsphysiologischen Qualität
2.4.3 Fast Food als Risikofaktor für Übergewicht und Adipositas
2.4.4 Zusammenhänge zwischen Portionsgröße, Energiezufuhr und Körpergewicht
3 Fast Food als Bestandteil jugendlicher Lebens(ess)kultur
3.1 Determinanten des Ess- und Ernährungsverhaltens
3.1.1 Lebensstil
3.1.2 Häusliche Einflussfaktoren
3.1.3 Einfluss der Gleichaltrigen
3.2 Ess- und Ernährungsstile der Jugendlichen
3.3 Bedeutung des Essens und der Ernährung in der Jugendphase
4 Fast Food im Schulunterricht
4.1 Stellung im Lehrplan
4.2 Gegenwartsbedeutung
4.3 Zukunftsbedeutung
4.4 Exemplarität
4.5 Unterrichtsreihe „Fast Food“
4.5.1 Allgemeine Angaben
4.5.2 Unterrichtlicher Zusammenhang
4.5.3 Lernziel der Unterrichtseinheit
4.5.4 Thema und Lernziel der Unterrichtsstunde
5 Schlussfolgerung
Ziel der Arbeit ist es, Fast Food sowohl aus ernährungsphysiologischer Sicht als auch als Bestandteil der jugendlichen Lebenswelt zu untersuchen und zu bewerten. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle von Fast Food für das Essverhalten von Jugendlichen und die Möglichkeiten einer gesundheitsfördernden Ernährungsbildung in der Schule.
2.1.1 Definition
In der Regel erfolgt eine Definition von Fast Food über die Art und Weise des Konsums. Meist wird Fast Food ohne Besteck und größtenteils vor Ort und somit unterwegs verzehrt.
Die Speisen sind in kurzer Zeit zubereitet und können ohne großen Aufwand verzehrt werden. Mit Fast Food wird eine weite Bandbreite von Speisen bezeichnet, die meist als Zwischenmahlzeit oder als Hauptmahlzeit konsumiert werden. Auf bestimmte Lebensmittelgruppen ist die Bezeichnung nicht einschränkbar. So gibt es auch keine einheitliche Definition in der Fachliteratur. Direkt übersetzt bedeutet Fast Food „Schnelles Essen“ oder „Schnell - Essen“. Dies lässt einen weiten Interpretationsspielraum. Meist handelt es sich bei Fast Food - Produkten um verarbeitete Nahrungsmittel. Fast Food wird sowohl im Imbiss oder vergleichbaren Verkaufsständen, beim Bäcker, beim Metzger oder im Fischgeschäft, als auch in der Systemgastronomie angeboten.
Kriterien zur Einordnung sind weiterhin die schnelle Verfügbarkeit, die Standardisierung der Speisen und die Eignung zum schnellen Verzehr (vgl. Fischer et al., 2008b, S. 520). Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) (2006, S. 2) beschreibt Fast Food als „standardisierte Mahlzeiten, die verzehrsbereit mit eingeschränkter Wahlmöglichkeit angeboten und am Verkaufspunkt rasch bereitgestellt werden“.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und die gesellschaftliche Relevanz von Fast Food sowie den Fokus der Arbeit auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen.
2 Fast Food als Nahrungsmittel: Dieses Kapitel definiert Fast Food, analysiert Vermarktungsstrategien und bewertet die ernährungsphysiologische Qualität unter Einbeziehung relevanter Nährstoffstudien.
3 Fast Food als Bestandteil jugendlicher Lebens(ess)kultur: Der Abschnitt befasst sich mit den sozialen und individuellen Determinanten, die das Ernährungsverhalten von Jugendlichen prägen, einschließlich des Einflusses von Eltern und Peers.
4 Fast Food im Schulunterricht: Hier wird die fachdidaktische Integration des Themas in den Hauswirtschaftsunterricht behandelt, inklusive konkreter Unterrichtsreihen und Lernziele.
5 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer bewussten Ernährungsbildung, um den Konsum von Fast Food kritisch einordnen zu können.
Fast Food, Jugendliche, Ernährungsverhalten, Adipositas, Nährstoffzufuhr, OptimiX, Esskultur, Gesundheitsförderung, Ernährungsbildung, Hauswirtschaftsunterricht, Energiedichte, Lebensmittelverzehr, Peer-Groups, Lebensstil, Ernährungskompetenz
Die Arbeit untersucht Fast Food aus wissenschaftlicher und fachdidaktischer Sicht, insbesondere im Hinblick auf das Ernährungsverhalten Jugendlicher.
Zu den Schwerpunkten gehören die Nährstoffzusammensetzung von Fast Food, soziologische Aspekte des jugendlichen Konsumverhaltens und didaktische Ansätze für den Schulunterricht.
Das Ziel ist es, Fast Food nicht nur ernährungsphysiologisch zu bewerten, sondern auch als Sozialraum zu begreifen und Ansätze für eine gesundheitsförderliche Ernährungserziehung abzuleiten.
Es werden eine Literaturanalyse und die Auswertung ernährungswissenschaftlicher Studien (wie EsKiMo oder KiGGS) sowie fachdidaktische Konzeptionen genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte nährstoffphysiologische Analyse der Produkte, eine soziologische Betrachtung des Essverhaltens und eine konkrete unterrichtliche Umsetzungsstrategie.
Wichtige Begriffe sind Fast Food, Jugendliche, Ernährungsverhalten, Adipositas, Nährstoffdichte und Ernährungsbildung.
Sie dienen als wissenschaftliche Referenzgrundlage, um den Nährstoffgehalt von Fast Food-Produkten kritisch zu prüfen und die Abweichungen vom idealen Ernährungsverhalten aufzuzeigen.
Die Studie belegt signifikante Unterschiede: Jungen konsumieren im Durchschnitt mehr Fast Food als Mädchen, wobei auch das Alter bei Jungen einen stärkeren Einfluss auf die Zunahme des Konsums hat.
Dieser Effekt beschreibt die gewohnheitsbildende Erfahrung beim Essen: Menschen tendieren dazu, Nahrungsmittel zu bevorzugen, die ihnen wiederkehrend angeboten werden und sicher erscheinen.
Da das Wissen um gesunde Ernährung im Elternhaus oft abnimmt, ermöglicht der Schulunterricht eine reflektierte Auseinandersetzung mit dem Thema, um Jugendlichen Handlungskompetenzen für eine gesundheitsbewusste Lebensführung zu vermitteln.
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