Diplomarbeit, 2011
51 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Anlass der Themenauswahl
1.2 Einführung
2. Begriffserklärung und Abgrenzung
2.1 Definition
2.1.2 Abgrenzung und verwandte Begriffe
3. Rollenverteilung und Erscheinungsformen
3.1 Die Bildung der Rollenverteilung
3.2 Die Erscheinungsformen
4. Ursachen für Mobbing
4.1 Konfliktanalyse
4.2 Motive der Täter
4.3 Persönlichkeitsbedingte Merkmale der Opfer
5. Die Mobbingphasen und Reaktionen vom Opfer und Unternehmen
5.1 Die verschiedenen Mobbing‐Phasen
5.2 Reaktionen des Mobbingopfers
5.3 Die Rechtslage
5.4 Reaktionen des Unternehmens auf Mobbing
6. Problemanalyse und unternehmerische Interventionsalternativen
6.1 Problemanalyse
6.2 Mobbingbegünstigende Rahmenbedingungen
6.2.1 Der Unternehmensbereich als auslösender Risikofaktor
6.2.2 Der Arbeitsbereich als auslösender Risikofaktor
6.2.3 Fehlerhafte Informationen als auslösender Risikofaktor
6.2.4 Fehlerhaftes Delegieren als auslösender Risikofaktor
7. Folgen von Mobbing
7.1 Seelische und körperliche Folgen für die Gesundheit der Mobber und Gemobbten
7.2 Auswirkungen auf die Arbeitskraft und den Arbeitseinsatz
7.3 Wirtschaftliche Folgen für das Opfer
7.4 Auswirkungen auf Dritte
7.4.1 Das private und berufliche Umfeld des Opfers
7.4.2 Die Kosten zu Lasten des Unternehmens
8. Präventionsmaßnahmen zur Vorbeugung von Mobbing
8.1 Vorbeugung
8.2 Organisation am Arbeitsplatz
8.3 Sozialbeziehungen und Konfliktlösungsmaßnahmen
8.4 Kritik am Führungsstil und mögliche Präventionsmaßnahmen
9. Intervention gegen Mobbing
9.1 Unternehmerischer Eingriff gegen Mobbing
9.2 Interventionsmaßnahmen
9.2.1 Die frühe Intervention
9.2.2 Die späte Intervention
10. Persönliches Interview mit Frau Eleonore Hansen, Hauptverantwortliche Mitarbeiterin in der Personalabteilung der BHW Postbank Finanzberatung
10.1 Theorie-Praxis-Abgleich
11. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Ursachen von Mobbing am Arbeitsplatz zu identifizieren und unternehmerische Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, um ein gesundes Arbeitsklima zu fördern.
1.2 Einführung
Wenn Menschen zusammentreffen, ist es immer gegeben, dass Auseinandersetzungen entstehen können. Ganz besonders, wenn es darum geht in einer Leistungsgesellschaft, wie in unserer, überleben zu müssen. Vielleicht sogar auch nur um das eigene Ego hoch zu halten. Die Motive sind vielseitig. Ein gewisser Sadismus nimmt seinen Platz in unserer Gesellschaft ein und beeinflusst unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Dieser negative Umgang ist eine Folge von Mobbing, denn Mobbing hat viele Gesichter.
Mobbing entsteht da, wo die Rivalität und der Neid am größten sind, nämlich direkt dort wo wir unser tägliches Brot verdienen: am Arbeitsplatz. Mobbing nimmt heute einen sehr hohen Stellenwert ein im Vergleich zu früher. Nach Meschkutat, Stackelbeck und Langenhoff waren im Jahre 2000 bundesweit 5,5% der erwerbstätigen von akutem Mobbing betroffen. Leider lebt unsere Gesellschaft mittlerweile so stark in dieser Sichtweise, dass vergessen wird, welche Lasten Mobbing mit sich trägt. Diese negative gesellschaftliche Entwicklung kann vor allem auf die Angst vor der Arbeitslosigkeit geführt werden.
Es werden sehr wenige Informationen, ob es Medien oder wissenschaftliche Untersuchungen sind, zur Aufklärung publiziert. Die betroffenen Personen leiden meist unter psychischen und sogar physischen Schäden, die auf Anhieb nicht sichtbar sind. Leymann stellte bereits 1994 fest, dass Konflikte zu psychische Gewalt werden. Die Betroffenen werden im schlimmsten Fall sogar Krank und fallen in die Erwerbsunfähigkeit zurück. Arbeit, Lebensinhalt, Verwirklichung, Existenzgrundlage, stützende Säule für einzelne Menschen und Familien. Ein Leben ohne Arbeit bedeutet den finanziellen Abstieg und hat eventuell den Ruin als Folge.
1. Einleitung: Beleuchtet den Anlass der Themenwahl und führt in das Phänomen Mobbing als psychosoziales Problem in der modernen Arbeitswelt ein.
2. Begriffserklärung und Abgrenzung: Definiert den Begriff Mobbing und grenzt diesen von allgemeinen Konflikten am Arbeitsplatz ab.
3. Rollenverteilung und Erscheinungsformen: Analysiert, wie Mobbingstrukturen entstehen und welche unterschiedlichen Erscheinungsformen in einem Betrieb auftreten können.
4. Ursachen für Mobbing: Untersucht die psychologischen und sozialen Motive hinter Mobbing sowie die Persönlichkeitsmerkmale, die im Kontext von Täter-Opfer-Beziehungen eine Rolle spielen.
5. Die Mobbingphasen und Reaktionen vom Opfer und Unternehmen: Beschreibt den typischen Verlauf einer Mobbing-Karriere sowie die verschiedenen Reaktionsmuster von Betroffenen und dem Arbeitgeber.
6. Problemanalyse und unternehmerische Interventionsalternativen: Analysiert betriebliche Rahmenbedingungen wie Führungskompetenz, Kommunikation und Arbeitsorganisation, die Mobbing begünstigen können.
7. Folgen von Mobbing: Erläutert die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Mobbing für Betroffene, Dritte und das Unternehmen selbst.
8. Präventionsmaßnahmen zur Vorbeugung von Mobbing: Stellt Strategien zur Gestaltung von Arbeitsplätzen und Unternehmenskulturen vor, um Mobbing aktiv zu verhindern.
9. Intervention gegen Mobbing: Zeigt konkrete Handlungsoptionen für das Management auf, unterteilt in frühzeitige und späte Interventionsmaßnahmen.
10. Persönliches Interview mit Frau Eleonore Hansen, Hauptverantwortliche Mitarbeiterin in der Personalabteilung der BHW Postbank Finanzberatung: Ein praktischer Einblick durch Experteninterviews, der die theoretischen Erkenntnisse mit der betrieblichen Realität abgleicht.
11. Fazit und Ausblick: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit verantwortungsbewusster Führung zur Unterbindung von Mobbing.
Mobbing, Arbeitsplatz, Psychoterror, Führungskompetenz, Betriebsklima, Konfliktmanagement, Prävention, Intervention, Arbeitgeberfürsorge, Personalentwicklung, Täter-Opfer-Beziehung, Arbeitszufriedenheit, Leistungsgesellschaft, Psychische Belastung, Personalabteilung.
Die Arbeit thematisiert das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz, untersucht dessen Ursachen sowie Folgen und leitet daraus notwendige präventive und korrektive Maßnahmen für Unternehmen ab.
Die Schwerpunkte liegen auf der Konfliktanalyse, den psychologischen Hintergründen, den Folgen für die Gesundheit und Produktivität sowie der rechtlichen und organisatorischen Verantwortung von Unternehmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Mobbing kein individuelles Versagen ist, sondern stark durch betriebliche Rahmenbedingungen und Führungskompetenz beeinflusst wird, und entsprechende Lösungswege aufzuzeigen.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung enthält die Arbeit ein Experteninterview mit einer Personalverantwortlichen, um Theorie und Praxis abzugleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Mobbingphasen, die Untersuchung betrieblicher Risikofaktoren, die Darstellung der Kostenfolgen für Unternehmen und die Erarbeitung von Präventions- sowie Interventionsinstrumenten.
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Mobbing, Psychoterror, Betriebsklima, Führungskompetenz und Konfliktmanagement.
Die Arbeit legt dar, dass mangelnde Führungskompetenz oft der Hauptauslöser für mobbingbegünstigende Bedingungen ist und Führungskräfte eine Vorbildfunktion für das gesamte Betriebsklima innehaben.
Die späte Intervention greift erst, wenn Mobbing bereits eskaliert ist, und beinhaltet oft drastische Schritte wie Schlichtungsverfahren oder im Extremfall die Trennung von Beteiligten durch Outplacement.
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