Diplomarbeit, 2011
76 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Grundlagen der Nachhaltigkeit
2.1 Begriffsbestimmung Nachhaltigkeit und nachhaltige Maßnahmen
2.2 Triebkräfte für Nachhaltigkeit
2.3 Unternehmerische Motive für Nachhaltigkeit
3. Wertschöpfung durch nachhaltige Maßnahmen
3.1 Begriffsbestimmung Wertschöpfung
3.2 Mögliche Wirkungsmechanismen
3.2.1 Kostenwirkungen
3.2.2 Erlöswirkungen
3.2.3 Risikowirkungen
3.3 Wertschöpfungsanalyse ausgewählter nachhaltiger Maßnahmen
3.3.1 Technische Maßnahmen
3.3.1.1 ProduktbezogeneMaßnahmen
3.3.1.2 Prozessbezogene Maßnahmen
3.3.2 Organisatorische Maßnahmen
3.4 Kontingenzfaktoren
3.4.1 Organisationsgröße
3.4.2 Aufgabenumwelt
4. Implikationen
4.1 Forschung
4.2 Praxis
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht systematisch das Wertschöpfungspotenzial nachhaltiger Maßnahmen in Unternehmen, um zu klären, wie der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und ökonomischem Erfolg gestaltet werden kann. Ziel ist es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Implementierung solcher Maßnahmen zu schaffen.
3.2.1 Kostenwirkungen
Kostensteigerungen. Gemäß der traditionalistischen Sichtweise führen nachhaltige Maßnahmen zu direkten Kostensteigerungen (Wagner, Schaltegger & Wehrmeyer, 2001). Das Kernargument dieses Ansatzes ist, dass erhöhte Umweltschutzbestimmungen die Nutzbarkeit des Produktionsfaktors Umwelt zunehmend einschränken und Investitionen erforderlich machen, ohne die Möglichkeit zu bieten, die entstandenen Kosten an die Kunden weiterzugeben oder zusätzliche Einnahmequellen zu generieren (Schaltegger & Burritt, 2000; Wilkens, 2007; Palmer, Oates & Portney, 1995).
Eine Erhöhung der Kapitalkosten resultiert aus dem Erwerb von Gebäuden und/oder technischen Anlagen, die zur Schadstoffbekämpfung oder -vermeidung beitragen. Außerdem kann es durch die hiermit verbundene Umstellung zu obsoletem Kapital kommen (Jaffe, Peterson, Portney & Stavins, 1995). Ein weiteres Argument für die negative Kostenwirkung nachhaltiger Maßnahmen sind Opportunitätskosten. Durch die Investition von Managementkapazitäten und finanziellen Ressourcen können andere Investitionen, die unter Umständen eine höhere Rentabilität hätten, nicht getätigt werden (Palmer et al., 1995). Bestimmte strategische Alternativen werden darüber hinaus durch eine nachhaltige Unternehmenspolitik per se begrenzt. Beispielsweise werden Standortwechsel oder andere Investitionsmöglichkeiten in ökologisch belastete Gebiete trotz kostengünstigerer Konditionen vermieden (McGuire, Sundgren & Schneeweis, 1988).
Die Neuartigkeit, die bessere Qualität und/oder die geringe Umweltbelastung nachhaltiger Produkte und Prozesse können eine Steigerung der Materialkosten zur Folge haben. Ein Beispiel hierfür ist der Einkauf lokal produzierter anstelle von günstigeren, importierten Materialien, da eine Verkürzung des Transportwegs zur Verbesserung der Öko-Effektivität beiträgt (McWilliams & Siegel, 2001). Außerdem können nachhaltige Maßnahmen den Umfang an benötigten Werk-, Hilfs- und Betriebsstoffen erhöhen. So müssen für Installation, Betrieb, Instandhaltung und Wartung neuer Anlagen zusätzlich Energie sowie Reparaturmaterialien eingesetzt werden (Burschel et al, 2004; Schaltegger & Hasenmüller, 2005). Der zusätzliche Arbeitsaufwand und das hierfür benötigte, spezifische Know-How erfordert eine Erhöhung der Personalkapazität. Dies erhöht die Personalkosten beziehungsweise Fremdleistungskosten, da qualifiziertes Personal akquiriert, Mitarbeiter geschult und Beratungsleistungen eingekauft werden müssen (Burschel et al., 2004; Dyllick & Hamschmidt, 2000; Jaffe et al., 1995).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Unternehmen bei der Bewältigung globaler Nachhaltigkeitsherausforderungen und definiert das Ziel, das Wertschöpfungspotenzial nachhaltiger Maßnahmen systematisch zu untersuchen.
2. Grundlagen der Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel führt in das Nachhaltigkeitskonzept ein, erläutert die Triebkräfte für unternehmerisches Engagement und stellt verschiedene Motive für die Implementierung nachhaltiger Aktivitäten vor.
3. Wertschöpfung durch nachhaltige Maßnahmen: Hier wird der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeitsmanagement und ökonomischem Erfolg analysiert, wobei Wirkungsmechanismen sowie technische und organisatorische Maßnahmen empirisch untersucht werden.
4. Implikationen: Basierend auf der Analyse werden Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet und weiterer Forschungsbedarf identifiziert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont, dass nachhaltige Maßnahmen bei richtiger Ausgestaltung wertsteigernd wirken können.
Nachhaltigkeit, Wertschöpfung, Unternehmensführung, Nachhaltigkeitsmanagement, Öko-Effizienz, Kostenwirkungen, Erlöswirkungen, Risikowirkungen, Wettbewerbsvorteil, Stakeholder, Corporate Sustainability, empirische Studien, Organisationsgröße, Aufgabenumwelt, Innovationspotenzial.
Die Arbeit analysiert das wirtschaftliche Potenzial, das nachhaltige Maßnahmen für Unternehmen bieten, und untersucht, ob und wie diese Maßnahmen zur Wertsteigerung beitragen.
Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Logik hinter Nachhaltigkeitsmanagement, die Analyse von Kosten, Erlösen und Risiken sowie die Rolle von Organisationsstrukturen.
Ziel ist die systematische Untersuchung der Wertschöpfungspotenziale nachhaltiger Maßnahmen, um eine wissenschaftlich fundierte Basis für Managemententscheidungen zu schaffen.
Die Autorin führt eine tiefgehende Analyse zahlreicher empirischer Studien durch, die den Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeitsmanagement und Wertschöpfung untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Wertschöpfung, die Darstellung von Wirkungsmechanismen, eine Klassifizierung und Analyse technischer sowie organisatorischer Maßnahmen und die Betrachtung von Kontingenzfaktoren.
Schlüsselbegriffe sind Nachhaltigkeit, Wertschöpfung, ökonomischer Erfolg, Nachhaltigkeitsmanagement, Wettbewerbsvorteil und ökologische sowie organisatorische Effizienz.
Technische Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltbelastungen bieten oft direktere Potenziale für Kosten- und Risikosenkungen, während organisatorische Maßnahmen komplexer in ihrer Wirkung sind und oft längere Zeiträume für ihre Entfaltung benötigen.
Große Unternehmen können oft Skaleneffekte nutzen und verfügen über mehr Ressourcen, um nachhaltige Maßnahmen proaktiv umzusetzen, während kleine Unternehmen eher auf Flexibilität und Kooperation mit externen Stakeholdern angewiesen sind.
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