Bachelorarbeit, 2010
73 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Beschreibung des LOHAS
2.1 Entstehungsgeschichte
2.2 Eigenschaften des LOHAS-Lebensstils
2.3 Abgrenzung zu den "Ökos"
2.4 Gründe für die Entwicklung des LOHAS-Lebensstils in der Gesellschaft
2.4.1 Konzept des postmodernen Konsums
2.4.2 Von der Wohlstandsgesellschaft zur „Wohlfühlgesellschaft“
2.4.3 Bedürfnispyramide von Maslow und die Bedürfnisse der LOHAS
2.5 Die Schlüsselmärkte der LOHAS und Trends als Indikator für den LOHAS
2.5.1 Vom Wellness zum Selfness
2.5.2 Regionale Verwurzelung und Regionalkultur
2.5.3 Religiöse Kreative und spirituelle Sinnsucher anstelle von traditionellen Christen
2.6 Kritik an den LOHAS
3. LOHAS als Segmentierungsmodell im Tourismus
3.1 Die LOHAS als Beschreibung einer Zielgruppe
3.2 Die LOHAS als Beschreibung eines gesellschaftlichen Wertewandels
3.3 Fazit
4. Marktpotenzial
5. Anforderungen an die Destination, touristischen Betriebe und Produkte
5.1 Herausforderungen für das Destinationsmanagement
5.1.1 Die Besonderheiten und Schwierigkeiten des Marketings einer Destination
5.1.2 Wettbewerbssituation
5.2 LOHAS begegnen kognitiven Dissonanzen mit Kreativität
5.3 LOHAS-Kundenbedürfnisse übertragen auf touristischen Betriebe und Produkte einer Alpendestination
5.3.1 Der Luxus des Wohlbefindens
5.3.2 Corporate Social Responsibility
5.3.3 Vorschläge für LOHAS-gerechte Angebote
6. Potential der Ammergauer Alpen, die LOHAS als Gäste zu gewinnen
6.1 Touristisches Leitbild und Angebote der Ammergauer Alpen, aus Sicht eines fiktiven LOHAS
6.1.1 Fiktiver LOHAS
6.1.2 Leitbild der Ammergauer Alpen
6.1.3 Angebote der Ammergauer Alpen
6.2 Experteninterviews
6.2.1 Interview mit Evi Huber: Leistungsträgerin und Mitarbeiterin der Ammergauer Alpen GmbH
6.2.2 Interview mit Jörg Christophler: Geschäftsführer der Ammergauer Alpen GmbH
7. Schluss
Die Arbeit untersucht, ob die LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) als neue Zielgruppe für touristische Destinationen, beispielhaft für die Ammergauer Alpen, geeignet sind oder ob sie eher als Ausdruck eines allgemeinen gesellschaftlichen Wertewandels verstanden werden sollten. Ziel ist es, die Praxistauglichkeit dieses Konzepts für das Destinationsmanagement zu bewerten.
1.1 Problemstellung
LOHAS ist ein Akronym und steht für Lifestyle Of Health And Sustainability, auf Deutsch Lebensstil von Gesundheit und Nachhaltigkeit. LOHAS beschreibt einen postmodernen Lebensstil. Menschen, die diesem Lebensstil zugeschrieben werden, werden LOHAS genannt. Den LOHAS wird ein großes, schnell wachsendes Marktpotenzial zugeschrieben. Jedoch ist in vieler Hinsicht unklar, welche Menschen genau zu den LOHAS gezählt werden können und welche nicht. „Der typische LOHAS wird dabei als eher weiblich und älter beschrieben mit hohem Bildungsniveau und überdurchschnittlichem Einkommen. Der Konsumtyp legt Wert auf Gesundheit und Nachhaltigkeit, ohne dabei auf Genuss zu verzichten.“ Außerdem zeichnen sich LOHAS durch eine ausgeprägte Werthaltung aus, die sich vor allem beim Einkauf von vorzugsweise sozial- und umweltverträglichen Produkten zeigt. Es ist jedoch fraglich, ob diese Beschreibung der LOHAS für eine eindeutige Marktsegmentierung ausreicht. Denn LOHAS werden häufig als neue Zielgruppe verstanden, die es im Rahmen von Marketingaktivitäten zu bearbeiten gilt. So lange aber den LOHAS eine klare Abgrenzung zu anderen Gruppen fehlt, kann den LOHAS, wenn man es genau nimmt, nicht unterstellt werden, einer Gruppe anzugehören. Es stellt sich daher die Frage, ob es sinnvoll ist, den LOHAS-Lebensstil als Definition einer neuen Zielgruppe zu verstehen, oder vielmehr als Bezeichnung eines Werte-Konzepts und Beschreibung eines gesellschaftlichen Wertewandels. Welche Handhabung des LOHAS erweist sich in der touristischen Praxis als sinnvoll und welche Schlussfolgerung für das touristische Angebot einer Alpendestination wie die Ammergauer Alpen lassen die Beschreibungen über den LOHAS zu?
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des LOHAS-Lebensstils und Formulierung der zentralen Fragestellung bezüglich der touristischen Einordnung als Zielgruppe.
2. Beschreibung des LOHAS: Detaillierte Darstellung der Entstehung, der zentralen Eigenschaften, der Abgrenzung zu anderen Milieus sowie der Kritik an diesem Lebensstil.
3. LOHAS als Segmentierungsmodell im Tourismus: Untersuchung, inwieweit sich LOHAS als spezifische Zielgruppe oder als gesellschaftliches Phänomen für touristische Marketingmodelle eignen.
4. Marktpotenzial: Kritische Betrachtung der widersprüchlichen Einschätzungen des quantitativen Marktpotenzials der LOHAS durch verschiedene Studien und Marktforschungsdaten.
5. Anforderungen an die Destination, touristischen Betriebe und Produkte: Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für das Destinationsmanagement sowie Anforderungen an touristische Leistungsträger.
6. Potential der Ammergauer Alpen, die LOHAS als Gäste zu gewinnen: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf ein praktisches Fallbeispiel inklusive Auswertung von Experteninterviews.
7. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse mit der Empfehlung, LOHAS nicht als isolierte Zielgruppe, sondern als Teil eines breiteren Wertewandels im Destinationsmarketing zu integrieren.
LOHAS, Lebensstil, Tourismus, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Marktsegmentierung, Destinationsmanagement, Ammergauer Alpen, Wertewandel, Konsumtyp, Nachhaltiger Tourismus, Lifestyle, Zielgruppenmarketing, Wellness, Selfness
Die Bachelorarbeit untersucht das Konzept des "LOHAS" (Lifestyle of Health and Sustainability) und bewertet, inwieweit dieses Modell als Zielgruppenansatz für touristische Destinationen in der Praxis tauglich ist.
Die Schwerpunkte liegen auf der soziologischen Beschreibung der LOHAS, der Untersuchung ihrer Relevanz als Marktsegment im Tourismus und der praktischen Ableitung von Strategien für touristische Destinationen.
Die Arbeit hinterfragt, ob es sinnvoll ist, LOHAS als klar abgrenzbare touristische Zielgruppe zu definieren, oder ob sie eher als Ausdruck eines allgemeinen gesellschaftlichen Wertewandels betrachtet werden sollten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Fundierung des LOHAS-Konzepts sowie auf zwei Experteninterviews mit Vertretern der Ammergauer Alpen GmbH, um den Praxisbezug herzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des LOHAS-Begriffs, eine Analyse des LOHAS-Konzepts als Segmentierungsmodell und eine praktische Anwendung auf die Destination Ammergauer Alpen, inklusive Interviews mit Branchenvertretern.
Die zentralen Begriffe sind LOHAS, Lebensstil, Tourismus, Nachhaltigkeit, Marktsegmentierung und Destinationsmanagement.
Die Experten bemängeln, dass der LOHAS-Begriff unpräzise ist und eine Abgrenzung zu anderen Milieus in der Praxis schwierig ist, weshalb das Konzept allein nicht als alleiniges Steuerungsinstrument für Marketingstrategien ausreicht.
Die Ammergauer Alpen werden als Modellregion untersucht, wobei festgestellt wird, dass eine Ausrichtung auf Werte wie Nachhaltigkeit und Regionalität zwar wichtig ist, aber klassische Segmentierungsmodelle ergänzend herangezogen werden müssen.
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