Examensarbeit, 2011
134 Seiten, Note: 1,5
Vorwort
1. Barrieren und Barrierefreiheit
1.1 Barrieren
1.2 Barrierefreiheit
2. Wahrnehmung visueller Informationen
2.1 Prinzip der geschlossenen Informationskette
2.2 Prioritätenmodell
2.3 Kontraste
2.3.1 Leuchtdichtekontrast (photometrischer Kontrast)
2.3.2 Farbkontrast
2.3.3 Physiologischer Kontrast
3 Beschreibung des Personenkreises
3.1 Definition des Begriffs Sehschädigung
3.2 Vielfalt der Augenerkrankungen
4 Visuelle Barrieren
4.1 Verbesserte visuelle Informationen nützen allen
4.2 Finanzierung
5. Kriterienkatalog
5.1 Grundsätzliche Empfehlungen für die Gestaltung
5.1.1 Kontrast
5.1.2 Farben
5.1.3 Helligkeit
5.1.4 Schrift
5.1.5 Form
5.2 Informationsträger
5.2.1 Piktogramme
5.2.2 Anbringung
5.2.3 Pflege
5.2.4 Beleuchtung
5.2.5 Schilder als Teil von Leitsystemen
5.3 Gestaltung visueller Informationen in Fußgängerbereichen des öffentlichen Verkehrsraums
5.3.1 Gehwege
5.3.1.1 Breite des Gehwegs
5.3.1.2 Oberflächen
5.3.1.3 Bodenindikatoren
5.3.1.4 Begrenzung des Gehwegs
5.3.1.5 Radwegabgrenzungen
5.3.2 Verkehrsknotenpunkte
5.3.2.1 Fußgängerüberwege
5.3.2.2 Das Grazer T
5.3.2.3 Fußgängerfurten
5.3.2.4 Fußgängerschutzinseln
5.3.3 Hindernisse
5.3.3.1 Nicht auskragende Hindernisse
5.3.3.2 Hindernisse mit hüfthoher Beinfreiheit
5.3.3.3 Hindernisse in Kopfhöhe
5.3.3.4 Parkende Fahrzeuge
5.3.3.5 Negativhindernisse
5.3.3.6 Baustellenabschrankungen
5.3.3.7 Telefonzellen
5.3.3.8 Kunstwerke
5.4 Gestaltung visueller Informationen an Fahrzeugen und Anlagen des ÖPNV
5.4.1 Bushaltestellen
5.4.2 Straßenbahnhaltestellen
5.4.3 Straßenbahnen und Busse
5.4.4 Bahnhöfe
5.5 Gestaltung visueller Informationen in und um öffentliche Gebäude
5.5.1 Treppen
5.5.1.1 Stufenmarkierungen
5.5.1.2 Handläufe
5.5.2 Rampen
5.5.3 Aufzüge
5.5.4 Flure und Innenräume
5.5.4.1 Türen
5.5.4.2 Glaswände und Glastüren
5.5.4.3 Beleuchtung
5.5.5 Sanitärräume
6. Untersuchung
6.1 Öffentlich zugängliche Orte und Plätze
6.1.1 Adenauerplatz
6.1.2 Bismarckplatz
6.1.3 Hauptstraße
6.1.3.1 Richtlinien für das Aufstellen von Gegenständen vor Geschäften
6.1.4 Marktplatz
6.1.5 Kornmarkt
6.1.6 Mittermaierstraße
6.1.7 Marktplatz Neuenheim
6.1.8 Haltestellen und Straßenbahnen
6.1.8.1 Haltestelle Blumenthalstraße
6.1.8.2 Haltestellen an der neuen Linie 26 nach Kirchheim
6.1.8.3 Haltestelle Adenauerplatz
6.1.8 Straßenbahnen
6.1.9 Baustellen
6.2 Öffentlich zugängliche Gebäude
6.2.1 Augenklinik
6.2.2 Hauptbahnhof
6.2.3 Kurfürsten-Passage
6.2.4 Rathaus
6.2.5 Schloss Heidelberg
6.2.5.1 Bergbahn
6.2.5.2 Schloss
6.2.5.3 Deutsches Apotheker-Museum
6.2.6 Kundenzentrum der Stadtwerke
6.2.7 Stadtbücherei
6.2.8 Bürgerämter
6.2.8.1 Bürgeramt Handschuhsheim
6.2.8.2 Bürgeramt Kirchheim
6.2.9 Bank
6.2.10 Alte und neue Universität
6.2.11 Lebensmittel Einkaufen
6.2.11.1 Rewe-Supermarkt
6.2.11.2 Lokaler Hofladen
7. Zusammenfassung und Ausblick
8. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung visueller Informationen in der Stadt Heidelberg im Hinblick auf deren Barrierefreiheit für sehbehinderte Menschen. Das primäre Ziel ist es, den öffentlichen Raum in Heidelberg anhand eines theoretisch fundierten Kriterienkatalogs auf visuelle Barrieren hin zu analysieren und konkrete Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen.
5.3.3.1 Nicht auskragende Hindernisse
Hindernisse, die nicht auskragen, das bedeutet nicht heraus ragen, werden von Langstocknutzern gut erkannt, visuell sind sie aber für Sehbehinderte schwer wahrzunehmen, wenn sie nicht gut gestaltet sind (vgl. Bolay in Stemshorn 1995, 343). „Dies ist umso mehr der Fall, je niedriger (z.B. Poller), je dünner (z.B. Absperrpfosten) und je kontrastärmer sie im Vergleich zur Umgebung sind“ (ebd.). Rot/weiße, schwarz/weiße oder schwarz/gelbe Streifen an Masten und Pollern unterstützen auch Normalsichtige dabei, sie besser zu sehen. Böhringer (2003, 50) schlägt sogar vor, auf hüfthohe Poller entweder ganz zu verzichten oder sie bis auf Augenhöhe zu verlängern.
1. Barrieren und Barrierefreiheit: Definition der Begriffe „Barriere“ und „Barrierefreiheit“ sowie Einordnung in den gesellschaftlichen und rechtlichen Kontext.
2. Wahrnehmung visueller Informationen: Darstellung der physiologischen Grundlagen visueller Informationsaufnahme und Einführung von Konzepten wie der geschlossenen Informationskette und dem Prioritätenmodell.
3 Beschreibung des Personenkreises: Erläuterung der verschiedenen Grade von Sehschädigungen und Vorstellung von Modellen zur funktionalen Sehvermögensbestimmung.
4 Visuelle Barrieren: Herleitung der Bedeutung barrierefreier visueller Gestaltung im öffentlichen Raum für alle Verkehrsteilnehmer.
5. Kriterienkatalog: Zusammenstellung technischer und gestalterischer Mindestanforderungen an Kontraste, Beleuchtung, Schrift und bauliche Elemente im öffentlichen Raum.
6. Untersuchung: Anwendung des Kriterienkatalogs auf verschiedene Standorte in Heidelberg, wie Plätze, ÖPNV-Anlagen, öffentliche Gebäude und Einzelhandel.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über den Stand der Barrierefreiheit in Heidelberg mit Fokus auf die Notwendigkeit einer werbeorientierten, kontraststarken Informationsgestaltung.
8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Rechtsgrundlagen.
Barrierefreiheit, Sehbehinderung, visuelle Informationen, Leitsysteme, Kontrast, Stadt Heidelberg, öffentlicher Raum, Bodenindikatoren, Inklusion, Orientierung, Bauliche Gestaltung, ÖPNV, Barriere, Sehschärfe, Orientierungshilfe.
Die Arbeit analysiert die Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum in Heidelberg hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit für Menschen mit Sehschädigungen.
Themen sind die Wahrnehmung visueller Informationen, rechtliche Rahmenbedingungen der Barrierefreiheit, Gestaltungskriterien für den öffentlichen Raum sowie die konkrete Untersuchung Heidelberger Orte.
Das Ziel ist die Erstellung eines Kriterienkatalogs für barrierefreie visuelle Gestaltung und dessen praktische Anwendung auf Heidelberger Plätze und Gebäude.
Es handelt sich um eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse zur Definition von Gestaltungskriterien und einer empirischen Vor-Ort-Untersuchung (Praxisteil) an ausgewählten Objekten.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Kriterien für Kontrast, Beleuchtung, Schrift und Bauelemente definiert und anschließend auf reale Orte wie Plätze, Bahnhöfe und Supermärkte übertragen.
Zentrale Begriffe sind Barrierefreiheit, visuelle Informationen, Sehbehinderung, Inklusion, Kontrast sowie die städtische Gestaltung im Kontext von Heidelberg.
Die Arbeit betont, dass Hindernisse entweder hilfreiche Orientierungspunkte oder gefährliche Barrieren sein können; entscheidend sind Kontrast, Höhe, klare Formgebung und die Positionierung im Raum.
Das Grazer T wird als Lösung für den Konflikt zwischen Sehbehinderten und Rollstuhlfahrern angeführt, da es taktile Leitinformationen mit einer Nullabsenkung für Rollstuhlfahrer kombiniert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

